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[269] Was hab' ich, ach, auf lockren Pfaden

Für schöne Zeit vertan! Und doch:

Wär's meinem Ruf nur nicht zum Schaden –

Auf Bälle flög' ich heute noch.

Wie lieb' ich all den bunten Trubel,

Die frische Lust, den Glanz und Jubel,

Der Damen Anmut, Duft und Schein,

Und ihre Füßchen erst! ... Allein

In Rußlands grenzenloser Weite

Gibt's hübscher Füßchen kaum drei Paar.

Ach, unvergeßlich immerdar

Bleibt eines mir! ... Noch heute, heute,

So ernst ich bin, verfolgt es mich,

Und selbst im Traume zittre ich.

Quelle:
Puschkin, Alexander Sergejewitsch: Eugen Onegin. In: Gedichte, Poeme, Eugen Onegin, Berlin 1947, S. 269.
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