XLV

[395] So ist's. Mein Tag ist halb vollendet,

Ich seh' es wohl und bin bereit.

Nun also, da mein Pfad sich wendet,

Fahr wohl, du goldne Jugendzeit!

Hab Dank für deine tausend Wonnen,

Für Lust und Schmerz aus tiefstem Bronnen,

Für Not und Glück! Ich danke dir

Für alles, alles, was du mir

Geschenkt hast. Hab' ich dich genossen

Im Rausch der Sinne Zug um Zug

Bis auf den Grund – so sei's genug!

Fahr wohl! Geklärt und ernst entschlossen

Auf neuen Bahnen zieh' ich nun,

Vom frühern Leben auszuruhn.

Quelle:
Puschkin, Alexander Sergejewitsch: Eugen Onegin. In: Gedichte, Poeme, Eugen Onegin, Berlin 1947, S. 395.
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