Carl Sonnenschein

[103] Du merkst, daß die Bedauerei

So eine Art von Wonne sei.

Busch


Wer war der Doktor Carl Sonnenschein –?

Darüber unterrichten uns zwei Bücher:

Karl Hoeber: ›Dr. Carl Sonnenschein‹ (erschienen im Buch-Verlag Germania AG. in Berlin). Ernst Thrasolt: ›Dr. Carl Sonnenschein‹ (erschienen bei Kösel & Pustet in München).

Thrasolt, ein katholischer Priester aus Berlin-Weißensee, hat hier seinem gegnerischen Freunde Sonnenschein ein Denkmal . . . nein, das hat er eben nicht getan. Sondern er hat eine Fülle lebendigen Materials für einen ehemals lebendigen Menschen zusammengetragen, für einen, der wohl so lebendig gewesen ist, daß man sein Wesen sehr, sehr schwer in einem Buch einfangen kann. Der Mann ist der geistige Vater einer innern ›katholischen Aktion‹, nicht jener, die der betriebsame Herr Klausener aufzieht (hier ist das Modewort ›aufziehen‹ einmal am Platze) – sondern der Vater einer groß angelegten Aktion, die auch dem religiös Neutralen, grade ihm, zeigte: wir Katholiken sind in Berlin auch noch da. Was war Sonnenschein für ein Mensch?

Aus den beiden zitierten Büchern geht zunächst einmal hervor, was alles ein Biograph aus seiner Figur machen kann. Bei Hoeber erscheint ein ernster, hilfsbereiter, aktiver Katholik – recht würdig, recht anständig, recht gleichgültig. Bei Thrasolt, der glühend bei der Sache ist, ein flackernder, beweglicher, fast wilder Apostel der Caritas. Was brennt hier?

Merkwürdigerweise nicht der Katholizismus. Man hat bei dieser Inflation der Wohltätigkeit eher das Gefühl, daß da ein Mann am[103] Werke gewesen sein muß, den sublimierter Machtwille und Regsamkeit, Betriebsamkeit und verwandelte Herrschsucht bewogen haben, die Großstadt zu erobern . . . für wen? Für sich? Sicherlich nicht. Für Rom? Der Mann hat niemals Proselyten zu machen versucht; ich glaube auch nicht, daß er heimlich kalkuliert hat: sie werden schon kommen, wenn wir ihnen geholfen haben. Das ist es alles nicht. Der Weise nennt die Güte das ›menschliche Urphänomen‹, was sie nach Nietzsche nicht ist. Man müßte hier eine Entscheidung treffen, um Sonnenschein ganz zu verstehen.

Thrasolt hat eine höchst lesenswerte Dokumentensammlung geschrieben. Ein geschlossenes Bild von einem so wenig geschlossenen, von einem aufgeschlossenen, auf jeden Reiz heftig reagierenden, nach allen Seiten fluktuierenden Manne zu geben, ist vielleicht nicht möglich.

Sonnenscheins absolute Reinheit voran. Was nun Thrasolt gemacht hat, ist deshalb so bunt und wirksam, weil er mit seinem Objekt leicht verkracht war. Sonnenschein mochte Thrasolt nicht, weil der, wie Sonnenschein das nannte, »jugendbewegt« war. Das steht auf einem andern Blatt – Thrasolt gibt es anständigerweise zu und macht nun eine Biographie, die miserabel geschrieben ist, die aber etwas tut, was ich eigentlich selten gefunden habe: sie gibt wirklich einmal den ganzen Zeithallo mit, den Menschen mit seinem Widerspruch, und der war bei Sonnenschein aller Enden zu finden . . . das Buch gibt alles. Daraus könnten die Herren Republikaner lernen, die es bei biographischer Besingung ihrer Helden an öligem Pomp mit jedem Hofgeschichtsschreiber aufzunehmen pflegen.

Diese unbeschwerte Art haben dem Thrasolt die Katholiken verübelt, aber auch da wieder nicht alle – denn Sonnenschein war sowieso für die ganz Feinen eine etwas suspekte Erscheinung, ein Zigeuner der Wohltätigkeit. Es mag bunt genug in seinen Sprechstunden hergegangen sein, er half allen und jedem, machte das in den freisten Formen und führte selber das gehetzte Leben seiner Epoche: an diesem Mann ist unendlich viel Inflation, grade in seiner Betriebsamkeit. Thrasolt, in unbeirrbarer Anständigkeit, sagt anläßlich einer sehr betrübenden ›Wende‹ in Sonnenscheins Leben, die ihn überall da schweigen ließ, wo es hätte gefährlich werden können: »Ohne diese Wende wäre auf Sonnenschein das Los Lammenais', Murris oder Marc Sagniers und seines ›Sillon‹ gefallen, oder er hätte trotz all seines Opfers und seiner Liebe als Ketzer oder als Bußprediger in der Wüste oder kleiner verhaßter Stänker geendet, nicht als die Liebe, der Stolz und der Ruhm des katholischen Berlin.« Ja, wo die Liebe hinfällt . . . Er ist so schön tot.

Sonnenschein ist auf dem Collegium Germanicum in Rom ausgebildet worden, hat dann später in Westdeutschland gearbeitet und kam kurz nach dem Kriege nach Berlin, wo er in zehn Jahren ein erstaunliches[104] Hilfswerk vollbracht hat – nicht nur, wie der ursprüngliche Name seiner Organisation sagte, an Studenten sondern an allen, die da hilfsbedürftig waren.

Dieser Mann war kein ausgeklügelt Buch. Seine Kriegshaltung war lamentabel; Thrasolt hat hier seine besten Seiten geschrieben.

»Schuld daran, daß die Katastrophe (1914) überall grade auch die Katholiken nicht vorbereitet und nicht gefeit traf, hatte überall der Staatskatholizismus, die kleine kurzsichtige Hingabe des Christen an den Staat, die Selbstaufgabe ihres christlichen Bürgerrechtes um das Linsenmus des Staatsbürgerrechtes, der Verzicht auf Christenehre für nationale Ehre, der Verrat des Taufeides um des Fahneneides willen, der Untergang des eigenen persönlichen Gewissens in die gewissenlose öffentliche Meinung . . . « Von Sonnenschein: »Die Schuld des Staatschristentums, den Verrat Christi an Cäsar auf allen Gebieten sieht er nicht oder betont er nicht scharf genug.«

Mir ist es recht verhaßt, solche Reinigungsprozesse beim Gegner auszunutzen; Schema: »Er gesteht selbst ein . . . « Er gesteht gar nichts ein. Sondern hier ringt ein Mann mit seiner Sache, will sie mit allen Kräften, die ihm zu Gebote stehen, von dem Schmutz säubern, mit dem sie sich besudelt hat . . . vor dergleichen hat man den Hut zu ziehen, und hier haben alle Schachzüge zu unterbleiben. Dieser Priester nimmt Cäsar, was des Cäsars nicht ist. Und die offiziellen Katholiken, die, was ich düster ahne, den tapfern Priester Thrasolt unsre Zustimmung entgelten lassen werden –: mögen sie in der Hölle braten.

Sonnenschein hat den Krieg nicht verstanden, nicht einen Augenblick lang.

Er hat im Krieg mittels eines riesigen Archivs Lesestoff an die Front geschickt, er hat mit Studenten korrespondiert und mit vielen andern; er hat vermittelt, Wünsche entgegengenommen, Briefmaterial bearbeitet – dies Material gehört heute leider dem Reichsarchiv, und nun ist es verloren. Denn was die da treiben, ist Reklame für einen neuen Krieg.

Das Briefmaterial ist erschütternd. Thrasolt nennt es mit Recht »vernichtend«, nämlich vernichtend für die Kriegstreiber aller Konfessionen. Die Auszüge, die er gibt, beweisen es aufs trefflichste. »Es ist zu bedauern«, sagt er, »daß dieses vernichtende Briefgericht über den Krieg nicht allgemein zugänglich ist . . . « Nein, das wird es ja wohl nicht sein. Das Reichsarchiv ist eine Behörde für die Klausur authentischer Dokumente. Der Etat dieser Behörde wird auch von den Sozialdemokraten bewilligt.

Sonnenschein also versagte, in und trotz aller Arbeit, bei dieser Sache. Auf einen besonders jammervollen Brief eines Soldaten antwortete er einmal: »Wir müssen jetzt tapfer aushalten. Wann der Friede kommt, weiß niemand.« Dieser Mann ist bestimmt nicht feige[105] gewesen – aber einsichtslos. Thrasolt häuft Material auf Material. Das herbe Urteil der Soldaten über die Roten-Kreuz-Schwestern . . . Herrschaften, daß das nicht mal einer schreibt: Die Frau im Kriege – nein: das Weibchen im Kriege . . . Dann Sonnenscheins Nachkriegshaltung –, daß ein katholischer Priester wie Thrasolt den Mut aufbringt, derartiges zu veröffentlichen, spricht nicht etwa, wie die Offiziellen seiner Partei glauben, gegen die Bewegung; es spricht für sie.

Die Katholiken haben sonst ihr gerüttelt Maß Schuld. Es ist nicht so groß wie das der protestantischen Hofprediger; für die gibt es keine Bezeichnung, die nicht unter das Strafgesetz fiele. Frömmigkeit und Krieg . . . »Es wird in den Soldatenbriefen an Sonnenschein berichtet von der großen Zahl der Geschlechtskranken, und die Ansicht wird ausgesprochen, daß die Religion nicht vor geschlechtlichen Sünden schütze, da im gegebenen Falle die meisten Kranken aus katholischen Zentren, wie Köln, stammten.« Das klingt schon anders als im katholischen ›Hochland‹ der gradezu gotteslästerliche Satz eines Herrn Matthias Laros, der sich also ausläßt: »So groß der Anteil des Krieges an der Sittenverwilderung der Nachkriegszeit angesetzt werden mag – er ist um so beträchtlicher, als die Militärbehörde selber den jungen Leuten die Präventivmittel in die Hand gab und ›einwandfreies Bordellmaterial‹ lieferte.« Also daß die Katholiken Menschen getötet haben, das geht ja noch an. Aber daß die Militärbehörde auf einen bestehenden Status Rücksicht nahm und dafür sorgte, zu wenig sorgte, daß sich nicht noch mehr Leute den Tripper holten . . . das könnte ja wohl die Dogmen bedrohen. Eine vergnügte Christenliebe.

Mit Sonnenschein als Politiker also war es nicht viel. Er war noch am 8. November für die Monarchie . . . viel Freude macht einem das alles nicht.

Was Freude macht, ist die fanatische Ehrlichkeit Thrasolts, dem übrigens, wenn er nicht von geistigen sondern von weltlichen Dingen spricht, hier und da ausgezeichnete Formulierungen glücken. »Iwan Noske« ist nicht von schlechten Eltern, und dies hier vom Kapp-Putsch auch nicht: » . . . . als eines Morgens Berlin wach wurde und von der Soldateska, den Söldlingen und Landsknechten der Baltikumer und Freikorps besetzt war, da unter den Stahlhelmen Hasardeure mit frechen, fleckigen Visagen und junge Idealisten mit St. Georgs-Augen durch die Straßen marschierten und patrouillierten . . . schlugen die berliner Arbeiter in passivem Widerstand mit den Händen in den Hosentaschen die Banden Kapps und Ehrhardts; sie zogen ab unter den Rosen und den Heilrufen der weiblichen Bevölkerung, wie Sieger . . . « Und an andrer Stelle, wo er von dem Separatismus spricht, den er nun eben nicht wie den ††† Gottseibeiuns behandelt, sondern sehr ruhig und sehr richtig: »Die SPD, die geborene Erbin des preußischen Zentralismus und Nationalismus und aller preußischen Untugenden, wetteiferte[106] mit dem Zentrum und der Demokratischen Partei um das beste Prädikat auf dem Gebiete des Nationalismus. Sonnenschein wehrte sich innerlich, klagte in kleinem Kreise und schwieg äußerlich und öffentlich. Im Eifer um nationalen Schein verzichtete man auf nationales Sein.« Und dann eine Prachtstelle, die sich jene Rheinländer hinter die Ohren schreiben sollten, die sich gar nicht genug ereifern konnten, als ich hier für Joseph Matthes eine Gerechtigkeit gefordert habe, wie sie jeder, jeder zu fordern hat. Brief Sonnenscheins vom 12. Februar 1919: »Die Angelegenheit der rheinischen Republik scheint unterdessen doch in Ordnung zu kommen. Ich habe mehr Vertrauen zur Sache, seit ich weiß, daß Adenauer hinter ihr steht. Verwaltungsmenschen wie er werden die Sache schon praktisch anfassen.« So hat das ausgesehn. Wer ist bei den französischen Generalen im Vorzimmer gewesen? Matthes allein? Wer noch –?

Nun, also Thrasolt bemüht sich, uns den Doktor Sonnenschein in allen nur denkbaren Beziehungen aufzuzeigen. Es gelingt ihm, einen Begriff zu geben – unleugbar. Wenn ich sagen sollte, ob mir diese Figur und dieser Betrieb sympathisch wären, so müßte ich sagen: Nein, das sind sie nicht. Für einen Außenstehenden wirkt das alles ein wenig turbulent; man versteht diesen Eifer nicht recht, man kann nicht ersehen, um welchen Mittelpunkt das rotiert. Helfen? Hut ab. Sozialistisch ist es gar nicht. Aber ist es katholisch? Noch katholisch? Grade katholisch? Das mögen die Herren unter sich abmachen – mir ists gleich. Immerhin hat der Doktor Sonnenschein gegen die männlichen und weiblichen alten Weiber seiner Partei, jene mit dem strengen Zug um den Mund, der auf böse innere Vorgänge schließen läßt, tausendmal recht.

Den Schriftsteller Sonnenschein überschätzt Thrasolt, der bei allem guten Willen in geistiger Hinsicht ein kleiner Mann aus der Provinz ist, erheblich. Jene ›Notizen‹, auf deren Sammelbände, erschienen im Buchverlag der Germania, ich hier schon einmal hingewiesen habe, sind fesselnd, stehen weit über dem Durchschnitt einer auch von gebildeten Katholiken beklagten Traktätchen-Literatur, und es finden sich da überraschend gute Formulierungen; sie mit Nietzsche zu vergleichen spricht nur für die formidable Unbildung des Vergleichenden. Ich möchte ihre abrupte Schreibweise eher mit den Ansprachen des Konrektors Freese aus Schleichs ›Besonnter Vergangenheit‹ vergleichen, übrigens ein Kapitel vom allerbesten deutschen Humor. Sonnenschein: »Über weiche Wege und durch einsame Wälder springen die Wagen hügelaufwärts! Vor das breite Stift! Nun durch das Tor! Ins Treppenhaus. Das baute 1713 Brandauer. 175 Meter breit! Im neuitalienischen Stil!« Konrektor Freese: »Je, warum haben die Griechen keine Reime? Auffällig, nich! Je, ich wills sagen. Reim is Echolalie, Nachahmung des Echo, Koselaute, Zärtlichkeit! Och! Sie wissen, Echo ist das Weib, das[107] nie von selber spricht, aber einmal angeredet, nie wieder aufhören kann. Je, das sind die witzigen, bißchen boshaften Griechen. Denken Sie, Aristophanes, Satire: Lysistrata, Vögel!« Sonnenschein war ein geschickter, impulsiver, trefflich improvisierender Mann. Nietzsche . . . Aber Herr Thrasolt! Keine Zeit haben ist noch kein Genie.

Das Buch Thrasolts ist leider in einem erschröcklichen Stil geschrieben, sehr jugendbewegt, mit allen den vier f: frisch, fromm, froh und filiströs. Einmal steht da etwas von Sonnenschein als »Mensch und Katholik« . . . eins der lustigsten Malheure, die durch dieses wahnsinnige Modewort jemals angerichtet worden sind. Das laß du man den Papst hören. Und: »Als er seine Forelle auf hat« und: »Kommt er ausgeschlafen zurück und ist frisch und voll Geist wie ein Fisch.« Hoppla.

Uns hat er auch beim Wickel. Hier hat Robert Breuer im Jahre 1926 über Sonnenschein referiert, und das trägt im Buch welche Überschrift? ›Dr. Sonnenschein in kommunistischer Beleuchtung‹. Du ahnungsloser Engel du –

Thrasolt untersucht auch die Frage: Ist Sonnenschein ein Seelsorger gewesen? – und verneint die Frage, Richtig: er war kein Seelsorger; er war zunächst ein Leibsorger. Eins nicht ohne das andre . . . gewiß. »Er war für sich eine ganze Heilsarmee«, hat einer von ihm gesagt. Und die ist nicht jedermanns Sache, trotz ihrer großen Verdienste, die sie um die Armen, und wegen ihrer großen Verdienste, die sie an den Armen hat, nicht. Das schönste und treffendste Wort, ein gradezu Shakespearesches Wort, hat über den Doktor Carl Sonnenschein ein Junge auf der Straße gesprochen. Der sagte, als er den riesigen Trauerzug sah, den so viele ›seiner‹ Armen begleiteten: »Nanu? Wer wird denn da begraben? Der war ja mit der ganzen Welt verwandt!« Das ist das höchste Lob, das man dem Mann spenden konnte. Und der Junge hat nicht gewußt, daß darin auch jene kritische Anmerkung enthalten gewesen ist, die wir leise machen müssen: wer so nach allen Seiten zerfließt, wer so zu allem wenn auch nicht Ja sagt, so doch Ja tut, und wer so wenig zu gewissen übeln Erscheinungen nicht hat Nein sagen können: der war nur ein Allerweltskerl. Man hätte sich andres gewünscht und größeres.

Hoeber ist nicht zu lesen – Thrasolt für den, der die Mächte kennen lernen will, die dieses Land in Wahrheit regieren, von großem Interesse.

Alles in allem: man sollte den Katholizismus studieren, bevor man ihn bekämpft, und ihn dann – dann erst – ablehnen, bis in seine tiefsten Folgerungen. Das kann man aber nur von oben, nicht von unten. Und auch nach Kenntnis dieses großen caritativen Werks Sonnenscheins ist zu sagen: mit der katholischen Metaphysik kann man respektvoll rechten, der liebe Gott bewahre uns vor ihren Konsequenzen. Mit der kirchlichen Politik niemals. Sie hat oft, im Strudel[108] des Wahnwitzes, für Deutschland in der Außenpolitik viel Vernünftiges gewollt, aber sie hat es sich in der Innenpolitik immer überzahlen lassen. Und über die Mittel dieser Politik kann es nur ein Wort geben: skrupellose, ganz und gar weltliche Strategie. Wer das Kreuz vor solchen Wahlkampf hält, ist ein Heuchler. Meine intensiven Bemühungen, den Katholizismus zutiefst zu verstehen, kommen also nicht aus heimlicher Schwäche. Mir sind nur die Herren Freidenker zu platt, halten zu Gnaden.

Dem Andenken Sonnenscheins – bei aller Kritik – alle Reverenz.


  • · Peter Panter
    Die Weltbühne, 06.01.1931, Nr. 1, S. 17.

Quelle:
Kurt Tucholsky: Gesammelte Werke in zehn Bänden. Band 9, Reinbek bei Hamburg 1975, S. 103-109.
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