Register

Der in diesem Werck Enthaltenen Exempeln, Begebenheiten, sinnreichen Reden, und lehrreichen Fabeln.

Von frommen Kindern.

Erstes Exempel.


Ein Knab ziehet samt einem Franciscaner Röcklein eine ungemeine Gottseligkeit an sich. Pag. 1


Zweytes Exempel.


Unser liebe Frau erscheint einem Töchterlein und ladet es ein zur ewigen Freud. 2


Drittes Exempel.


Das JEsus Kindlein isset mit zweyen unschuldigen Knaben mehrmalen zu Mittag. 3


Viertes Exempel.


Ein unschuldiges Töchterlein giebt nach der Heil. Communion vor Liebe gegen Christo den Geist auf. 5


Fünftes Exempel.


Das JEsus Kindlein nimmt von einem unschuldigen Knaben Brod an. 6


Sechstes Exempel.


Einem adelichen Fräulein zerspringt das Hertz vor Liebe gegen dem JEsus Kindlein. 7


Siebentes Exempel.


Das Christkindlein kommt in der Heil. Christnacht zu einem frommen Knaben. 8


Achtes Exempel.


Ein frommer Knab mercket den Unterschied zwischen einer ungeweyhten und geweyhten Hostie. 9


Neuntes Exempel.


Ein frommer Knab wird samt einem Abbt vom JEsus Kindlein zur himmlischen Tafel eingeladen. 10


Zehentes Exempel.


Ein adelicher Knab erscheint nach dem Tod seinem Zucktmeister. 12


Eilftes Exempel.


Christus erscheinet dem Heil. Edmund in Gestalt eines holdseligen Knabens. 13


Zwölftes Exempel.


Unser liebe Frau kommt samt einer grossen Schaar der Heil. Jungfrauen zu einem frommen Mägdlein im Todbeth. 14


Dreyzehentes Exempel.


Ein frommer Student verlangt unsere liebe Frau zu sehen. 17


Vierzehentes Exempel.


Ein Student will lieber von seinen Eltern verlassen seyn, als daß er sich abhalten lassen sollte, GOtt dem HErrn in einer geistlichen Gesellschaft zu dienen. 18


Fünfzehentes Exempel.


Ein frommer Student erscheinet nach dem Tod seinem Cammeraden. 19


Sechzehentes Exempel.


Ein frommer Jüngling wird seiner Seelen Seligkeit versichert. 20


Siebenzehentes Exempel.


Ein unschuldiger Edelknab wird wegen andächtiger Anhörung einer Heil. Meß wunderlicher Weis beym Leben erhalten. 23


Achtzehentes Exempel.


Ein Knab lebt und stirbt gottselig. 25


Neunzehentes Exempel.


Ein junger Graf wird durch öfteres Gespräch mit Ordens-Gistlichen zum Closter-Leben gezogen. 27


Zwantzigstes Exempel.


Ein junger Graf hört in dem Todbeth eine englische Music. 30


Ein und zwantzigstes Exempel.


Von dem gottseligen Frater Wilhelm, Profeß in dem Closter Münchroth, Prämonstratenser Ordens. 31


Zwey und zwantzigstes Exempel.


Ein armer Student, wird mit der Zeit Cardinal, und stellt sich gegen einer armen Wittib, die ihn Zeit seines Studierens beherberget, danckbar und reichlich ein. 33


Drey und zwantzigstes Exempel.


Ein unschuldiger Jüngling wird am Galgen wunderbarlicher Weis frisch und gesund beym Leben erhalten. 37


Vier und zwantzigstes Exempel.


Ein Jüngling deme man auf der Richtstatt das Haupt abschlagen wollte, wird von dem Heil. Schutz- Engel beym Leben erhalten. 41


Fünf und zwantzigstes Exempel.


Ein Sohn laßt sich aus Liebe gegen seiner alten nothleidenden Mutter unschuldig als ein Dieb auf Leib und Leben gefangen setzen. 43


Sechs und zwantzigstes Exempel.


Ein Knab stirbt selig, weil er gegen seinem geistlichen Lehrmeister nicht allein ehrerbietig gewesen, sondern auch seiner Lehr gefolget hat. 45


Sieben und zwantzigstes Exempel.


Ein neunjähriges Söhnlein erscheint nach dem Tod seiner Mutter in grossem Glantz, und versichert sie, daß es sich in dem Himmel unter dem Chor der Ertz-Englen befinde. 48


Acht und zwantzigstes Exempel.


Ein siebenjähriger Knab ist bereit, ehender lebendig verbrennt zu werden, als dem Christlichen Glauben abzusagen. 50


Von ungerathenen Kindern.


Erstes Exempel.


Eines bösen Buben Seel nehmen die böse Geister mit sich in die Höll, hinunter. 52


Zweytes Exempel.


Eine der Ueppigkeit in Kleidern gar zu ergebene adeliche Fräulein stirbt gantz verzweifelt und gottlos. 53


Drittes Exempel.


Ein Jüngling wird wegen allzuvielen Spielen verdammt. 54


Viertes Exempel.


Einem der Unzucht ergebenen Studenten reibt der böse Feind den Hals um. 55


Fünftes Exempel.


Ein Edelknab ergibt sich dem bösen Feind, und stirbt unbußfertig. 56


Sechstes Exempel.


Ein adelicher Jüngling wird im Ehebruch erdappet, und jämmerlich erstochen. 59


Siebentes Exempel.


Einem widerspenstigen und auf den Tod kranck liegenden Sohn wird von dem verstorbenen Vatter die Stirn eingeschlagen. 60


Achtes Exempel.


Der böse Feind will einen boshaften Sohn im Schlaf erwürgen. 61


Neuntes Exempel.


Ein vermessener Sohn streckt nach dem Tod den Arm aus dem Grab hervor. 62


Zehentes Exempel.


Einem erhenckten ungehorsamen Sohn wachsen gähling graue Haar auf dem Kopf, und ein grauer Bart. 63


Eilftes Exempel.


Eine Krott springt einem undanckbaren Sohn an die Stirn, und kan nicht mehr davon gebracht werden. 64


Zwölftes Exempel.


Der Geist eines verstorbenen Schulmeisters drohet zweyen muthwilligen Schulknaben mit einer feurigen Ruthen. 66


Dreyzehentes Exempel.


Ein Student stirbt unselig, weil er die Vorbothen des Todes nicht in Acht genommen. 67


Vierzehentes Exempel.


Christus erscheint einem lasterhaften Jüngling im Schlaf. 69


Fünfzehentes Exempel.


Ein Gespenst erschröckt bey nächtlicher Weil einen lasterhaften Jüngling. 70


Sechzehentes Exempel.


Ein junger Graf ladet eine Todten-Schädel zum Nacht-Essen ein. 71


Siebenzehentes Exempel.


Ein Student williget im Todbeth in eine unreine Belustigung; stirbt darauf, und wird verdammt. 75


Achtzehentes Exempel.


Ein Sohn bekommt von seiner verstorbenen Mutter einen empfindlichen Verweis. 77


Neunzehentes Exempel.


Verwunderlicher Ausgang liederlichen Lebens zweyer Studenten. 78


Zwantzigstes Exempel.


Ein ungerathener Sohn, so dem Fluchen und Gottslästeren ergeben, wird von dem bösen Feind in Stucken zerhacket. 82


Ein und zwantzigstes Exempel.


Ein verstorbener Jüngling erweckt noch vor seinem End eine vollkommene Reu und Leid über seine Sünden; und wird also selig. 87


Zwey und zwantzigstes Exempel.


Ein adelicher Jüngling, nachdem er sich so weit verlohren, daß er so gar Christum verlaugnet, erlangt doch durch Mariä Fürbitt wieder Gnad und Verzeihung. 88


Drey und zwantzigstes Exempel.


Eine Jungfrau wird wegen ihrer gleisnerischen Andacht verdammt. 91


Vier und zwantzigstes Exempel.


Eine treulose Braut wird an ihrem Hochzeittage, unter währendem Tantzen, von dem Teufel weggeführt. 92


Fünf und zwantzigstes Exempel.


Ein unkeuscher, liederlicher Sohn ersticht sich selbst aus Verzweiflung mit einem Messer. 94


Sechs und zwantzigstes Exempel.


Ein Jüngling hoft' der Wohllüsten in der Welt auf viele Jahre hinaus zu geniessen, und hernach in ein Closter zu gehen; wird aber in seiner Hoffnung betrogen. 96


Sieben und zwantzigstes Exempel.


Einen Jüngling peiniget das böse Gewissen, wegen begangener Mordthat dergestalten, daß er sich selbst vor der Obrigkeit angeklagt, und das Todes- Urtheil über sich gesprochen. 97


Acht und zwantzigstes Exempel.


Aus Zulassung GOttes gerathet ein Student, weil er den göttlichen Beruf in einen geistlichen Ordens- Stand in Wind geschlagen, in die Händ der Mörder; von welchen er in ein Fuhrfaß eingesperrt, wider ihr Verhoffen auf eine wunderliche Weise ist erlediget worden. 100


Neun und zwantzigstes Exempel.


Ein Vatter zahlet seine undanckbare Töchter, in Aufsetzung des Testaments gar artig aus. 105


Dreyßigstes Exempel.


Ein undanckbarer Sohn gedencket nicht einmal seines verstorbenen Vatters in der andern Welt. 108


Ein und dreyßigstes Exempel.


Ein Jüngling, der unter dem Spielen auf sich selbsten fluchet, wird von einem grausamen Gespenst erschröckt. 109


Zwey und dreyßigstes Exempel.


Die dritte Person in der heiligsten Dreyfaltigkeit, nemlich der heilige Geist, tröstet einen todkrancken Studenten, welcher vorhin an seiner Seelen-Heil verzagt war. 110


Drey und dreyßigstes Exempel.


Eine verzweiflete Tochter stirbt letztlich vor lauter Reu und Leid, und fahret von Mund auf in den Himmel. 114


Vier und dreyßigstes Exempel.


Einem ungerathenen Sohn entziehet die Bildnuß des schmertzhaften Erlösers das Angesicht; laßt sich aber auf dessen gethane Buß wiederum sehen. 116


Fünf und dreyßigstes Exempel.


GOtt verhängt über einen Sohn, daß ihm eben derjenige Fuß, mit welchem er vor vielen Jahren seine leibliche Mutter gestossen, ist abgehauen worden. 122


Sechs und dreyßigstes Exempel.


Ein Königlicher Printz will seinen eigenen Herrn Vatter erschiessen. 124


Sieben und dreyßigstes Exempel.


Ein Sohn ermordet aus Rachgierd seinen leiblichen Vatter. 128


Acht und dreyßigstes Exempel.


Nach dem Tod eines zwar adelichen, aber der Unzucht ergebenen Jünglings, laßt sich ob seinem Grab ein erschröckliches Gespenst sehen. 132


Neun und dreyßigstes Exempel.


Ein adeliches Fräulein verübt an einem welschen Baron, der ihren Liebsten umbringen lassen, eine grausame Rach; bringt sich aber darauf selbst auf eine gantz verzweifelte Art um das Leben. 136


Andere auserlesene Exempel von merckwürdigen Begebenheiten, so sich mit unterschiedlichen Menschen vor und nach dem Tod zugetragen


Erstes Exempel.


Eines schlimmen Advocaten tägliche Andacht zu unser lieben Frauen verhindert, daß ihne der Teufel nicht konte wegführen. 145


Zweytes Exempel.


Ein Doctor der Gottesgelehrtheit laßt sich im Todbeth mit dem bösen Feind in einen Glaubens-Streit ein, wird aber überwunden. 148


Drittes Exempel.


Ein guter Freund erscheint dem andern nach dem Tod, und versichert ihn wegen Unsterblichkeit der Seel. 150


Viertes Exempel.


Ein von Todten Auferstandener erzählet, was ihme nach seinem tödlichen Hintritte aus diesem Leben wiederfahren. 152


Fünftes Exempel.


Ein Verstorbener richtet sich nach dem Tod zu dreymalen in der Todten-Bahr auf. 154


Sechstes Exempel.


Einem der nur einen Tag im Fegfeuer gelitten, kommt es vor, als hätte er schon viele Jahr darinnen zugebracht. 156


Siebentes Exempel.


Ein verstorbener Student erscheinet seinem Lehrmeister nach dem Tod in einem peinlichen Mantel von Pergament. 157


Achtes Exempel.


Ein Mörder erlangt durch seine reumüthige Zäher vor dem Tod Verzeihung Sünden. 160


Neuntes Exempel.


Zu einem krancken uncatholischen Herrn kommen bey nächtlicher Weil sechs verdammte Geister, die ihn schrecken. 161


Zehentes Exempel.


Ein Mägdlein wird ewig verdammt, weil sie aus Schamhaftigkeit ihre unreine Liebshändel dem Beichtvatter vor dem Tod nicht bekennen wollen. 163


Eilftes Exempel.


Einem Ertzbischof, mit Namen Udo, wird von einem Engel das Haupt abgeschlagen, weilen er, ungeachtet seines ärgerlichen Lebens, dannoch hat därfen das Heil. Meßopfer halten, und mithin die Heil. Hostie unwürdig empfangen. 167


Zwölftes Exempel.


Ein voller Zapf wird in die Höll geführt, allda zu sehen die Pein der Vollsaufer. 171


Dreyzehentes Exempel.


Ein gefangener Bauer wird von dem bösen Geist aus der Gefängnuß in die Hölle geführt; allwo ihm die höllische Pein gezeigt worden. 173


Vierzehentes Exempel.


In einem Closter setzen sich verdammte Geister vor dem Nacht-Essen an die Tisch des Convents. 176


Fünfzehentes Exempel.


In einem gewissen Schloß werden die nächtliche Poltergeister beschworen und vertrieben. 178


Sechzehentes Exempel.


Ein ungerechter Wucherer wird drey Täg vor seinem Tod in die Hölle geführt, und ihm dort sein bestimmter Sitz gezeigt. 184


Siebenzehentes Exempel.


Ein reicher Wucherer wird nach seinem Tod in einer Capuciner-Kutten begraben, die ihn aber über die massen brennt. 185


Achtzehentes Exempel.


Einer der seinem Feind bey Lebzeiten nicht verzeihen wollen, holet nach dem Tod den andern zu gleicher Pein in die Höll ab. 188


Neunzehentes Exempel.


Ein gottslästerischer unbußfertiger Edelmann stirbt verzweifelt, und geht an Leib und Seel zu grund. 189


Zwantzigstes Exempel.


Der Geist eines verstorbenen Herrn erscheint nach dem Tod einer Magd im Haus, und begehrt Hülf von ihr. 196


Ein und zwantzigstes Exempel.


Der Geist eines verstorbenen Dieners erscheint nach dem Tod seinem Herrn, ihne bittend, er, und seine Gemahlin wollen seiner nicht vergessen. 198


Zwey und zwantzigstes Exempel.


Ein regulirter Chorherr des heiligen Augustini streitet in dem Todbeth unermüdet, wider die böse Geister, und erhaltet den Sieg wider sie. 202


Drey und zwantzigstes Exempel.


Ein edler Herr erlangt durch die Fürbitt des Heil. Martyrers Cäsarii vor dem Richterstuhl GOttes Gnad und Barmhertzigkeit. 204


Vier und zwantzigstes Exempel.


Ein tödlich verwundter Soldat wird durch die Fürbitt Mariä so lang beym Leben erhalten, bis er seine Sünden gebeichtet, und davon absolvirt worden. 207


Fünf und zwantzigstes Exempel.


Ein Ordens-Bruder stirbt frölich und getröst, ungeachtet er hinläßig gelebt hatte. 208


Sechs und zwantzigstes Exempel.


Ein krancker Herr bereitet sich besser zum Tod; weilen ihm sein Narr die Wahrheit gesagt. 210


Sieben und zwantzigstes Exempel.


Ein von Todten Erweckter macht einen streitigen Handel vor Gericht auf Erden aus. 212


Acht und zwantzigstes Exempel.


Ein adelicher Herr, aus Forcht der Justiz hoher Obrigkeit in die Händ geliefert, und durch einen grausamen Tod hingerichtet zu werden, verdingt sich zu einem Bauren, und giebt s.v. einen Sauhirten ab. 215


Neun und zwantzigstes Exempel.


Carl der Fünfte dieses Namens, Römischer Kayser, führt nach abgelegtem Kayserthum zwey Jahr ein einsames Leben; und bereitet sich also zu einem guten Tod. 219


Dreyßigstes Exempel.


Ein verzweifelter Sünder wird noch vor seinem letzten Abdruck bekehrt. 223


Ein und dreyßigstes Exempel.


Ein frommer Ordensmann kan dem lieblichen Gesang eines unbekannten Vögeleins nicht genug zuhören. 225


Zwey und dreyßigstes Exempel.


Ein Verstorbener ladet einen guten Freund, der noch bey Leben war, zu einer Mahlzeit im Himmel ein. 228


Drey und dreyßigstes Exempel.


Unerhörte Christliche Standhaftigkeit eines Ehe- Herrn auf das Zureden seiner Gemahlin. 231


Vier und dreyßigstes Exempel.


Ein Officier will lieber durch des Henckers Hand das zeitliche, als durch den Tod in einer Todsünd das ewige Leben verliehren. 234


Fünf und dreyßigstes Exempel.


Ein Todschläger wird wunderbarlich durch ein Gespenst verrathen, und der Justiz hoher Obrigkeit in die Händ geliefert. 235


Sechs und dreyßigstes Exempel.


Einen untreuen, geldgierigen, und noch darzu mit bösem Gewissen auf sich selbst fluchenden Wirth, führt der Teufel lebendig durch den Luft hinweg. 239


Sieben und dreyßigstes Exempel.


Ein alter Greis, so vor vielen Jahren einen Todschlag begangen, wird auf eine wunderliche Weis verrathen. 250


Acht und dreyßigstes Exempel.


Viel Erben aus einem gräflichen Geschlecht steigen nach dem Tod auf einer feurigen Leiter in die Hölle hinunter. 251


Neun und dreyßigstes Exempel.


Ein Wucherer will aus Lieb wegen seinem Weib und Kindern ehender verdammt werden, als den ungerechten Gewinn heimstellen. 252


Vierzigstes Exempel.


Ein armer Steinmetz, so lang er in der Armuth gelebt, war er fromm und gottsförchtig, so bald er aber zu unverhoften Reichthum gelangt, ist er gottlos und verkehrt worden. 253


Ein und vierzigstes Exempel.


Ein tapferer Kriegs-Held kommt durch wundersame, und traurige Begebenheiten um seine Frau Gemahlin, zwey Söhnlein, Bediente und Kriegsleut, samt grossen Reichthum. 258


Zwey und vierzigstes Exempel.


Unsinnige Liebe eines Ehebrechers, und einer Ehebrecherin. 265


Drey und vierzigstes Exempel.


Ein Cavalier fallt aus gerechtem Urtheil GOttes, wegen begangener Ehrabschneidung, in das greuliche Laster der stummen Sünd, und mithin in den Ehebruch; stirbt aber als ein Büssender. 270


Vier und vierzigstes Exempel.


Ein frommer Kiefer wird aus einer Drachen-Gruben wunderbarlich erlößt. 276


Fünf und vierzigstes Exempel.


Drey edle Gebrüder werden wunderbarlicher Weis in ihr Vatterland übersetzt. 279


Sechs und vierzigstes Exempel.


Ein adelicher Jüngling wird seinen Eltern durch den Heil. Niclas wunderbarlicher Weis wiederum zugestellet. 285


Sieben und vierzigstes Exempel.


Ein Bedienter wünscht im Todbeth, daß er mehr GOtt, als seinem Herrn auf Erden gedient hätte. 288


Acht und vierzigstes Exempel.


Thomä Mori, Reichs-Cantzlers in Engeland, Christliche Starckmüthigkeit, so er in Aufnehmung eines Unglücksstreichs erwiesen. 289


Neun und vierzigstes Exempel.


Ein frommer Priester erkennt durch ein Gesicht den innerlichen Stand dreyer Mägdlein, da sie seiner Meß beygewohnt. 290


Fünfzigstes Exempel.


Schwerer Streit, den ein Jüngling im Todbeth wider den bösen Geist ausgestanden. 292


Ein und fünfzigstes Exempel.


Ein Oesterreichischer Printz wird wunderbarlicher Weis aus äusserster Lebens-Gefahr errettet. 293


Zwey und fünfzigstes Exempel.


Ein edler Printz führt einen unschuldigen Wandel, und stirbt voll des Trosts. 296


Drey und fünfzigstes Exempel.


Ein Christlicher König in Japonien, so im Welt-Theil Asien liegt, bereitet sich gar gottselig zu einem glückseligen Tod. 297


Vier und fünfzigstes Exempel.


Die Seel eines verstorbenen Vatters erscheint dem Sohn erst nach viel Jahren, und begehrt Hülf von ihm. 299


Fünf und fünfzigstes Exempel.


Einer Tochter wird der unterschiedliche Zustand ihrer verstorbenen Elteren in der andern Welt gezeigt. 301


Sechs und fünfzigstes Exempel.


Die Gedächtnuß an eine zugefügte Unbild hindert den Zugang in die himmlische Gesellschaft. 305


Sieben und fünfzigstes Exempel.


Ein Edelmann wird durch Zerspringung eines Glas mit Wein des bevorstehenden Tods gewarnet, und zum Beichten angetrieben; stirbt aber ohne Beicht dahin. 307


Acht und fünfzigstes Exempel.


Ein Hertzog von Oesterreich entkommt glücklich aus einer Lebens-Gefahr. 310


Neun und fünfzigstes Exempel.


Ein mitleidiger Edelmann ersauft in einem tiefen Schöpf-Bronnen; seine Seel aber wird von den Englen in Himmel getragen. 313


Sechzigstes Exempel.


Albertus, der Grosse genannt, aus dem Prediger- Orden, erlangt durch unser liebe Frau grosse Wissenschaft in natürlichen Dingen; verliehrt sie aber einige Zeit vor dem Tod wiederum. 317


Ein und sechzigstes Exempel.


Ein untreuer, undanckbarer Gesell fallt eben in die Gruben, die er seinem größten Gutthäter gegraben. 320


Zwey und sechzigstes Exempel.


Einem Gefangenen kommt die Zeit in der Gefängnuß vor, als wäre sie eine halbe Ewigkeit. 329


Drey und sechzigstes Exempel.


Dem Heil. Augustino erscheint die Seel des verstorbenen Heil. Hieronymi in einem ungemein hellen Liecht. 330


Vier und sechzigstes Exempel.


Godoleva eine unschuldige Matron, wird von ihrem Eheherrn über die massen hart gehalten; erlangt aber durch ihre unüberwindliche Gedult endlich die Marter-Cron. 337


Fünf und sechzigstes Exempel.


Eustachii und seiner Gemahlin Theopistä Gedult wird von GOtt auf eine nicht minder wundervolle, als harte Prob gesetzt; die aber letztlich mit dem Marter-Cräntzlein geziert worden. 343


Sechs und sechzigstes Exempel.


Hermenegildi, eines Königlichen Printzen, gründliche Verantwortung gegen seinem Herrn Vatter, Leovigildum, König in Spanien, wegen falscher Beschuldigung, als strebte er ihme nach der Cron; der aber dannoch ohne Ansehen seiner Unschuld, und zwar fürnemlich um des Catholischen Glaubens willen hat müssen das Leben lassen. 352


Sieben und sechzigstes Exempel.


Ein Possenreisser wird nach seinem Tod wiederum lebendig, lebt aber forthin in strenger Buß. 357


Acht und sechzigstes Exempel.


Ein Vatter wird wegen dem üblen Verhalten seines Sohns umsonst ermahnt, dieser aber erbärmlich ermordet; worüber der Vatter vom Verstand kommen, und die Mutter, so eine fromme Frau ware, sich blindgeweint. 358


Neun und sechzigstes Exempel.


Drey buhlerische Jüngling vermeinen, sie warten einer vornehmen Dame auf, so aber ein teuflisches Gespenst war, von welchem sie schändlich betrogen, und erbärmlich zugerichtet wurden. 359


Siebenzigstes Exempel.


Aus dreyen unkeuschen Jünglingen wird einer lebendig von denen bösen Geistern gebraten; denen andern zwey aber wird verschont, weil sie GOtt um Verzeihung gebetten, und sich zu bessern versprochen. 360


Ein und siebenzigstes Exempel.


Eine adeliche Frau wird verdammt, weil sie in der Beicht etliche abscheuliche und wider die Natur laufende Sünden verschwiegen, die sie mit ihrem Eheherrn begangen hatte. 361


Zwey und siebenzigstes Exempel.


Eine junge ledige Weibs-Person wird durch ein förchtliches Gesicht von dem leichtfertigen Tantzen abgehalten. 362


Drey und siebenzigstes Exempel.


Eine ehebrecherische Frau muß ihren eigenen Liebhaber aufhencken; worauf sie bey dem Erhenckten lebendig eingemauret elendiglich hat verschmachten müssen. 363


Vier und siebenzigstes Exempel.


Eine Römische Matron lasset sich, ihre eheliche Keuschheit zu retten, von einem der ihr hinterlistig nachstellte, grausamlich erwürgen. 364


Fünf und siebenzigstes Exempel.


Eine Frantzösische Dame, mit Namen Mazia, welche mit ehebrecherischer Liebe gegen einem Advocaten verstrickt war, macht sich aus Forcht, gerichtlich eingezogen zu werden, aus Franckreich in Welschland, allwo sie ihr Leben zwar in grossem Elend, jedoch aber büssend zugebracht, und endlich beschlossen hat. 367


Sechs und siebenzigstes Exempel.


Ein eifersüchtiger Edelmann bringt sich selbst in die Grub, die er aus falschem Argwohn einem vermeinten Buhler hat graben wollen. 369


Sieben und siebenzigstes Exempel.


Eine fromme Matron bringt durch freundliche Manier zuwegen, daß ihr Eheherr verspricht, das übermäßige Spielen zu lassen. 370


Acht und siebenzigstes Exempel.


Eine Schwieger verfolgt ihre Sohnsfrau mit allen Kräften; stürtzt sich aber hierdurch in ihren selbst eigenen Untergang. 371


Neun und siebenzigstes Exempel.


Ein Ehemann wird von seinem frommen Weib öfters, wiewohl vergebens zur Andacht ermahnt; endlich aber durch einen förchtlichen Traum erschröckt, und gebessert. 373


Achtzigstes Exempel.


Ein anderer bringt durch einen bescheidenen Fund sein widerspenstiges Weib zum gebührenden Gehorsam. 374


Ein und achtzigstes Exempel.


Caroli des Grossen, Römischen Kaysers, mildes und zugleich kluges Verfahren gegen einem seiner Hofbedienten, der sich in eine seiner Kayserlichen Prinzeßin verliebt hatte. ibid.


Zwey und achtzigstes Exempel.


Der Geist einer verstorbenen jungen Weibs-Person erscheint einem jungen Edelmann, gegen welchen sie bey Lebszeiten mit unreiner Liebe entzündet ware. 376


Drey und achtzigstes Exempel.


Ein unsinniglich verliebter Edelmann wird auf einmal dergestalten verändert, daß er forthin an nichts anders gedencken, noch von etwas anders reden konnte, als allein von der Liebe, welche man GOtt in Ansehung seiner unendlichen Güte und Schönheit, die alles übertrift, schuldig ist. 379


Vier und achtzigstes Exempel.


Ein heidnischer König in Bulgarien wird durch ein Gemähld, in welchem das letzte Gericht mit allen Umständen so förchtlich, als künstlich entworfen war, also erschreckt, daß er sich zum Christlichen Glauben bekehrt hat. 382


Fünf und achtzigstes Exempel.


Des Heil. Apostels Pauli fürtrefliche Vertheidigung seiner selbst vor dem Römischen Rath wider seine Lands-Leut, die ihn bey dem Kayser fälschlich verklagt hatten. 383


Sechs und achtzigstes Exempel.


Kayser Carl des Grossen, merckwürdige Ermahnung, die er kurtz vor seinem Tod an seinen Sohn Ludwig gethan, da er ihm, als seinem Nachfolger in der Regierung die Kayserliche Cron auf das Haupt setzte. 386


Sieben und achtzigstes Exempel.


Ein vornehmer reicher Herr an dem Königlichen Hof in Persien wird um des Christlichen Glaubens willen aller seiner Reichthumen gewaltthätiger Weis beraubt; welches er doch mit grosser Gedult übertragen, und im Glauben beständig ist. 387


Acht und achtzigstes Exempel.


Die Erzählung von dem Leben des Heil. Einsiedlers Antonii ist Augustino ein starcker Antrieb zu seiner Bekehrung. 388


Neun und achtzigstes Exempel.


Ein Beamter, weil er seine Unterthanen hart gehalten, und gepreßt, zeiget nach dem Tod seinen Befreundten an, wie daß er ewiglich verdammt seye. 390


Neunzigstes Exempel.


Ein frommer Türck wird wunderbarlich zum Christ- Catholischen Glauben bekehrt; dessen Wahrheit zu bezeugen er auch eine grausame Marter aussteht. 391


Ein und neunzigstes Exempel.


Ein unschuldiger Jüngling, zu dessen Ermordung alle Anstalt gemacht war, wird von GOtt nicht allein wunderbarlich beschützt, sondern noch darzu wider alles Menschen Verhoffen eines Kaysers Tochtermann. 395


Zwey und neunzigstes Exempel.


Eine Verleumderin wird auf eine unverhofte Weis zu Schanden gemacht; und noch darüber aus gerechter Straf GOttes vom Teufel besessen. 400


Drey und neunzigstes Exempel.


Ein türckischer Printz erzählt von sich selbst, wie wunderlich er zum Christlichen Glauben seye bekehret worden. 402


Vier und neunzigstes Exempel.


Ein Verstorbener wird auf Mariä Vorbitt wiederum lebendig, damit er seine bey Lebszeiten begangene Sünden besser untersuchen, und mit wahrer Reu und Leid beichten möge. 407


Gespräche zwischen dem Heil. Schutz-Engel, und seinem Pfleg-Kind mit untermengten merckwürdigen Begebenheiten.


Erstes Gespräch. 409

Begebenheiten. 410

Zweytes Gespräch. 412

Begebenheit. 413

Drittes Gespräch. 417

Begebenheit. 418

Viertes Gespräch. 420


Merckwürdige Begebenheiten, woraus zu ersehen, wie nutzlich es seye, die göttliche Mutter andächtig und beständig mit dem Gebett des Heil. Rosenkranzes, oder wenigst mit gewisser Zahl des Englischen Gruß täglich zu verehren.


Erste Begebenheit.


Ein lasterhafter Jüngling wird mittelst des Heil. Ro senkranzes-Gebett wunderbarlich bekehrt. 421


Zweyte Begebenheit.


Ein verzweifleter Sünder kommt durch das Gebett des Heil. Rosenkranzes wiederum zu recht, und beschließt sein Leben seliglich. 422


Dritte Begebenheit.


Eine Weibsperson erlangt durch den Heil. Rosenkranz die Gnad eine vollkommene Beicht zu thun. 423


Vierte Begebenheit.


Eine Kindsmörderin wird durch die Kraft des Heil. Rosenkranzes, nachdem sie lebendig unter die Erden vergraben worden, wunderbarlich beym Leben erhalten. 424


Fünfte Begebenheit.


Der englische Gruß von einem lasterhaften Edelmann täglich gebettet, verhindert, daß ihn der böse Geist nicht konte wegführen. 425


Sechste Begebenheit.


Ein hartnäckiger Sünder wäre zur ewigen Verdammnuß verurtheilt worden, wann er nicht täglich hundert Ave Maria gebettet hätte. 427


Siebente Begebenheit.


Ein verzweifelter, und so gar dem bösen Feind schon verschriebener Mensch, kommt durch Mariä kräftige Fürbitt bey GOtt wiederum zu Gnaden. 428


Achte Begebenheit.


Ein ehebrecherischer Graf in Franckreich wird durch den Psalter, den ihm seine Gemahlin bey nächtlicher Weil ohne sein Vermercken unter das Haupt- Küssen gelegt, wunderbarlicher Weis zur Bekehrung veranlasset. 429


Neunte Begebenheit.


Ein gewisser Mann, welcher hätte ertrincken, und in Sünden sterben sollen, wird wegen der Andacht, so er gegen unser liebe Frauen getragen, beym Leben erhalten. 431


Zehente Begebenheit.


Ein Verstorbener, welcher wegen seinen Sünden hätte sollen verdammt werden, und aber täglich den Rosenkranz gebettet, wird durch die Fürbitt der Mutter GOttes erhalten, daß er seine Sünden hat beichten können. 432


Eilfte Begebenheit.


Ein grosser Sünder wird durch einen eintzigen Anblick Mariä auf einmal bekehrt. 433


Zwölfte Begebenheit.


Ein Jüngling wird durch beständige Andacht zu unser lieben Frauen zur Besserung seines liederlichen Lebens gebracht. ibid.


Einige Begebenheiten, die sich wegen andern Andachten zu unser lieben Frauen zugetragen.


Erste Begebenheit. 435

Zweyte Begebenheit. 440

Dritte Begebenheit. 441

Vierte Begebenheit. 442

Fünfte Begebenheit. ibid.

Sechste Begebenheit. 443

Siebente Begebenheit. 444

Achte Begebenheit. ibid.

Neunte Begebenheit. 446

Zehente Begebenheit. 447

Eilfte Begebenheit. 449

Zwölfte Begebenheit. 450

Dreyzehente Begebenheit. 454

Fünftes Gespräch zwischen dem H. Schutz-Engel und seinem Pflegkind. 455

Sechstes Gespräch. 456

Begebenheit. 457

Siebentes Gespräch. 458

Begebenheit. ibid.

Achtes Gespräch. 459

Begebenheit. 460

Neuntes Gespräch. 463

Begebenheit. ibid.

Zehentes Gespräch. 465

Begebenheit. ibid.

Eilftes Gespräch. 466

Begebenheit. ibid.

Zwölftes Gespräch. 469

Begebenheit. ibid.

Dreyzehentes Gespräch. 470

Begebenheit. 471

Vierzehentes Gespräch. ibid.

Begebenheit. 472

Fünfzehentes Gespräch. ibid.

Von denen wunderbarlichen Gaaben und Freyheiten, so GOtt seiner würdigsten Mutter verliehen hat. 474

Von dem Leben Mariä, von ihrer unbefleckten Empfängnuß an, bis zur Geburt Christi. ibid

Von der Geburt Christi an, bis auf Mariä Reinigung. 475

Von der Reinigung an, bis sie von ihrem Sohn, da er zum Leiden gienge, Abschied genommen. ibid.

Von dem Leben Mariä zur Zeit des Leidens und Tods Christi. 476

Von der Auferstehung Christi an, bis Maria in Himmel aufgenommen worden. ibid.

Mariä Crönung geschehen von der heiligsten Dreyfaltigkeit. 477


Unterschiedliche zugleich aber curieuse Begebenheiten.


Erste Begebenheit.


Von einem alten, und reichten Wirth, den etliche Beutelschneider auf eine sehr listige Weis bestohlen haben. 479


Zweyte Begebenheit.


Ein liederliches versoffenes Weib überliftet ihren Gleichfalls liederlichen versoffenen Mann. 482


Dritte Begebenheit.


Einem Caminfeger tragt der Fall aus dem Camin ein unverhoftes und stattliches Mittagmal ein. 485


Vierte Begebenheit.


Ein Schwörer laßt sich bereden, als hätte ihn GOtt mit Blindheit gestraft, und dieses Bereden war Ursach, daß er nachgehends vom Schwören abgelassen. 488


Fünfte Begebenheit.


Ein Dieb rettet sich durch Erfindung eines artigen Lists aus der Gefahr gehenckt zu werden. 490


Sechste Begebenheit.


Ein Weib beredet ihren versoffenen Mann mit List, als wann er gestorben und wiederum wäre lebendig worden. 492


Siebente Begebenheit.


Einige Kerls verkaufen die Haut eines Thiers, ehe sie solche vorher gefangen. 494


Achte Begebenheit.


Zweyen blinden Bettlern werden ihre schmutzige Hüt, in welchen sie viel Geld eingenähet hatten, listiger Weis vom Kopf weggenommen. 496


Neunte Begebenheit.


Ein calvinischer Prädicant will einen Propheten abgeben, den jüngsten Tag zu verkünden. 499


Zehente Begebenheit.


Etlichen, so sich in einem Wirthshaus vollgesoffen, kommt selbiges nicht anders vor, als ein auf dem Meer herum fahrende Galeere. 503


Eilfte Begebenheit.


Eine Edelfrau in Deutschland erwiese denen Calvinischen Prädicanten, die alles dem unvermeidlichen Verhängnuß zuschrieben, einen artigen Schimpf, indem sie selbige verstellter Weis zu einem Mittagmahl eingeladen, aber mit hungerigem Bauch wiederum nach Haus hat kehren lassen. 505


Zwölfte Begebenheit.


Ein Bauer, nachdem er seine Trunckenheit das erstemal ausgeschlaffen, laßt sich bereden, ein Hertzog zu seyn; das anderemal aber erkennet er sich ein Bauer zu seyn, wie er allezeit gewesen. 507


Dreyzehente Begebenheit.


Listiger Betrug eines geitzigen und schäbigen Kaufmanns wird mit List bezahlt, und abgestraft. 511


Vierzehente Begebenheit.


Wunderlich artige, und aus dem Stegreif ausgesonnene Lob- und Trost-Predig, so ein Ordensmann zu Strassenraubern gehalten. 513


Fünfzehente Begebenheit.


Einem Ordensmann begegnet eine wunderliche und zugleich lächerliche Begebenheit. 517


Clotildis, Königin in Franckreich, Wittwenstand, Betrübnuß und Ableiben. 521


Siebenhente Begebenheit.


Boetii Leben, Gefangenschaft und Tod. 531


Achtzehente Begebenheit.


Ein Christlicher General ringt mit größter Lebens-Gefahr mit einem ungeheur grossen Bären, den er aber zuletzt mit einem bey sich habenden Stilet glücklich erlegt hat. 552


Neunzehente Begebenheit.


Ein junger Türck, nachdem er sich taufen lassen, und mit einer Christin verheurathet hatte, fallt meineidig vom Christlichen Glauben ab, kommt aber darüber elendiglich ums Leben. 555


Zwanzigste Begebenheit.


Ein türckisches Mägdlein wird durch Ansprach einer krancken Catholischen Wittfrau wunderbarlich zum Christlichen Glauben bekehrt; um dessentwillen es auch getödtet worden. 559


Ein und zwanzigste Begebenheit.


Einen königlichen Printzen macht die Forcht und Schröcken in einer eintzigen Nacht schneeweiß. 561


Zwey und zwanzigste Begebenheit.


Ein Sohn hatte seinen Herrn Vatter so weit beredet, daß er mit ihm GOtt dem HErrn in einem Closter bis ans End des Lebens gedienet hat. 562


Drey und zwanzigste Begebenheit.


Eine adeliche Frau wird in ihrem Anliegen von dem heiligen Antonio von Padua auf eine gantz verwunderliche Weis getröstet. 563


Vier und zwanzigste Begebenheit.


Christ-auferbauliches Sendschreiben eines neubekehrten Chinesischen Fürsten, an seine Fürstliche Gemahlin, aus Gelegenheit der Verfolgung wider die Christen in China. 565


Fünf und zwanzigste Begebenheit.


Ein Eheherr wird ewig verdammt, weil er gegen seiner Ehegemahlin einen unversöhnlichen Haß getragen. 566


Sechs und zwanzigste Begebenheit.


Ein Kind wird auf den Fluch seiner Mutter durch den Teufel weggeführt. ibid.


Sieben und zwanzigste Begebenheit.


Ein unschuldiges Kind wird von einem Diener, nach ausgesprochenen heiligsten Namen JEsus, dem Teufel aus denen Klauen gerissen. 567


Acht und zwanzigste Begebenheit.


Ein Verstorbener kommt wieder zum Leben, und bekennet eine von vielen Jahren her in der Beicht verschwiegene Sünd. 570


Neun und zwanzigste Begebenheit.


Christus weyhet selbst in höchster Person zur Ehr seiner Jungfräulichen Mutter die Capell, in welcher der Heil. Meinrad das Heil. Meßopfer täglich pflegte zu verrichten. 572


Dreyßigste Begebenheit.


Ein verzweifleter Mensch wird durch ein Mariä Bildlein von Einsiedlen erhalten, daß ihn der Teufel nicht hat können mit Leid und Seel hinwegführen. 575


Ein und dreyßigste Begebenheit.


Ein reicher, aber gewissenhafter Kaufmann, läßt vor seinem End für sich ein Seelamt halten, und stirbt gleich darauf selig. 576


Zwey und dreyßigste Begebenheit.


Ein Meermann redt und zeigt an, was für wunderliche Geschöpf im Abgrund des Meers verborgen seyen. 579


Drey und dreyßigste Begebenheit.


Der Heil. Maclovius lieset Meß auf einem ungeheuer grossen Wallfisch, ohne daß er es wußte. 580


Vier und dreyßigste Begebenheit.


Der Teufel kan nicht hinaus, wo der Ausgang mit dem Heil. Creutz bezeichnet ist. 581


Fünf und dreyßigste Begebenheit.


Ein Engel bringt einem Bischof in einem crystallenen Schälelein das noch frische und wohlgefärbte Hertz des Heil. Augustini. 580


Sechs und dreyßigste Begebenheit.


Ein Wirth betrügt einen Edelmann mit einem falschen Spiegel. 583


Sieben und dreyßigste Begebenheit.


Ein Kayserlicher Trabant weißt seine Mauserey mit einem artigen List zu entschuldigen. 584


Acht und dreyßigste Begebenheit.


Ein altes Lutherisches, und in ihrem Irrthum hartnäckiges Weib wird von einem Ordensmann artig überwiesen, daß sie den rechten Glauben nicht habe. 586


Neun und dreyßigste Begebenheit.


Ein Waldbruder will auf einmal ein Leben gleich den Englen führen; erfahrt aber bald, daß er einem Menschen gleich leben müsse. 587


Vierzigste Begebenheit.


Zwey fürwitzige Ordensbrüder werden von einem in einer Wüste wohnenden Altvatter ihres Undancks halber artig bezahlt. 589


Ein und vierzigste Begebenheit.


Es wird zu errathen aufgegeben, welches das größte Creutz seye, so den Menschen in diesem Leben aufgelegt wird. 592


Zwey und vierzigste Begebenheit.


Ein Ordensmann bezahlt gar artig ein Lutherisches Weib, von welcher er offentlich beschimpft worden. ibid.


Drey und vierzigste Begebenheit.


Ein armer, aber pralender Edelmann wird auf eine curieuse Weis zu schanden gemacht. 595


Vier und vierzigste Begebenheit.


Einem alten Rathsherrn wird ein artiger Possen gespielet. 596


Fünfzigste Begebenheit.


Lächerlicher Possen, so ein Spitzbub einem blinden Bettler gerissen. 598


Ein und fünfzigste Begebenheit.


Eines Soldaten lächerliche Red nach erfundenen todten Leichnam seines Cameradens. 599


Zwey und fünfzigste Begebenheit.


Ein todter Ries erschreckt ein gantzes Dorf der Bauren. ibid.


Drey und fünfzigste Begebenheit.


Ein Müller will lieber seinen Streithandel fahren lassen, als mit Gefahr, viel Geld zu verthun, einem Advocaten unter die Händ kommen. 600


Vier und fünfzigste Begebenheit.


Der Weib Fürwitz wird auf eine artige Weis zu schanden gemacht. 602


Fünf und fünfzigste Begebenheit.


Einem Weib wird ein trefliches Mittel vorgeschrieben, wie sie verhindern könne, daß ihr Mann nicht viel rumore. 603


Auserlesene mithin aber serieuse Begebenheit.

Erste Begebenheit.


Ein halsstarriger Sünder stirbt gantz unbußfertig. 605


Zweyte Begebenheit.


Eine Mutter klagt über den unzeitigen Tod ihres Sohns unmäßiglich. 606


Dritte Begebenheit.


Der Heil. Schutz-Engel bringt einen tödlich verwundeten Jüngling an ein sicheres Ort, damit er verbunden, und geheilt möchte werden. 608


Vierte Begebenheit.


Einen alten zugleich aber frommen und einfältigen Schifmann erhalten die heilige Engel in einem auf dem Meer entstandenen Ungewitter, daß er nicht zu Grund gegangen; sondern an dem Gestatt, wohin sein Schiffahrt gerichtet war, angeländet ist. 609


Fünfte Begebenheit.


Glückliche Ankunft, und glorwürdiger Einzug dreyer Japonesischer Königen Abgesandten zu Rom, den allgemeinen Vatter der Christenheit zu verehren. 610


Sechste Begebenheit.


Denckwürdiger Schifbruch, so sich im Mohrenland mit etlichen Ordens-Leuten zugetragen. 618


Siebente Begebenheit.


Herrlicher Glaubens-Kampf eines Christens, worinn der wahre Christ-Glaub wider die Unglaubige obgesieget hat. 634


Achte Begebenheit.


Gottseliger Hintritt eines Greisen. 638


Neunte Begebenheit.


Ein Spanier wird in äusserster Lebens-Gefahr von GOtt wunderbarlich, und so lang erhalten, bis er seine Sünden hat beichten können. 639


Zehente Begebenheit.


Ein Frantzösischer Kaufmann waget sich mit all seinem Haab und Gut auf das Meer; leidet aber Schifbruch, kommt um alles, und muß voller Elend wiederum nach Haus kehren. 640


Eilfte Begebenheit.


Ein barbarischer Sclav rächet sich grausamlich gegen seinem Herrn. 642


Zwölfte Begebenheit.


Ein in bösen Gewohnheiten veralteter Sünder stirbt gantz verzweifelt. 646


Dreyzehente Begebenheit.


Margaretha von Cortona wird wunderbarlich bekehrt. 647


Vierzehente Begebenheit.


Ein liederlicher Jüngling, der alles das Seinige verschwendet, kommt durch Beyhülf der heiligen Mutter Annä wiederum auf ein grünes Zweig. 649


Fünfzehente Begebenheit.


Drey vermummte hochadeliche Herren kommen jämmerlich ums Leben. 650


Sechzehente Begebenheit.


Ein Rab laßt sich mit deutlicher Stimm vernehmen von der Ewigkeit. 651


Siebenzehente Begebenheit.


Ein verdammer Geist zeiget an, was die Verdammte in der Höll am meisten bedauren, und beweinen. 652


Achtzehente Begebenheit.


Ein Verdammter giebt eine Prob von dem höllischen Gestanck. ibid.


Neunzehente Begebenheit.


Ein alter Greiß gibt noch im Todbeth zu verstehen, was gestalten er vor diesem, da er noch frisch und gesund war, gern nach neuen Zeitungen gefragt habe. 654


Zwanzigste Begebenheit.


Gottseliger Hintritt aus diesem Leben eines Knabens von 16. Jahren. 655


Ein und zwanzigste Begebenheit.


Heller Spiegel Christlicher Starckmüthigkeit in Trübsal. ibid.


Zwey und zwanzigste Begebenheit.


Ueberaus harte und mitleidenswürdige Prob, so ein Graf mit seiner Ehegemahlin vorgenommen, um zu erfahren, ob sie sich gäntzlich nach seinem Willen schicken werde. 659


Drey und zwanzigste Begebenheit.


Höchst auferbauliche Lebensart eines berühmten Feld-Obersten. 665


Vier und zwanzigste Begebenheit.


Ein Kayserlicher General Feldmarschall-Lieutenant rüstet sich gottseliglich zur Sterbstund. 668


Fünf und zwanzigste Begebenheit.


Ein Calvinischer Fürst hat kurtz vor seinem Tod einen fürchtlichen Traum. 669


Sechs und zwanzigste Begebenheit.


Unseliger Tod Henrici des achten Königs in Engeland. 670


Sieben und zwanzigste Begebenheit.


Thomä Mori, weiland Engeländischen Reichskantzlers, gottsförchtiger Lebenswandel, und für die Ehr des Catholischen Glaubens starckmüthig ausgestandener Tod. 672

Lächeriche, meistentheils aber sinnreiche Reden und Antworten, welche zwischen unterschiedlichen Leuten vorgefallen. 678. bis 699

Erzählung der zehen Egyptischen Plagen, aus welchen mit Erstaunung zu ersehen ist, was GOtt für ein mächtiger HErr seye, und wie er die Halsstarrigkeit des Sünders brechen, und mithin den schuldigen Gehorsam von ihm erzwingen könne.


Die erste Egyptische Plag. Wasser in Blut verwandlet. 699

Die zweyte Egyptische Plag. Die Frösch. 700

Die dritte Egyptische Plag. Mucken und Schnacken. 701

Die vierte Egyptische Plag. Fliegen. ibid.

Die fünfte Egyptische Plag. Pestilentz. ibid.

Die sechste Egyptische Plag. Blattern. 702

Die siebente Egyptische Plag. Donner und Blitz. ibid.

Die achte Egyptische Plag. Heuschrecken. 703

Die neunte Egyptische Plag. Finsternuß. ibid.

Die zehente Egyptische Plag. Kinder-Tod. 704


Lehrreiche Fabeln.


Erste Fabel.


Ein zartes irdenes Schälelein tanzt mit einem tolpeten eisenen Dreyfuß, und wird von ihm unter dem Tanzen zerbrochen. 705


Zweyte Fabel.


Ein arge Katz stiftet mit ihrem Ohrenblasen Mißtrauen zwischen einem Adler, und wilden Schwein, wodurch sie beede ins Verderben gebracht hat. 707


Dritte Fabel.


Ein Fuchs wird von einem Bauern, den er aus Lebens- Gefahr errettet, übel belohnt. 709


Vierte Fabel.


Eine glückliche Haushaltung wird durch Uneinigkeit zerstöhrt. 715


Fünfte Fabel.


Eine Lerch kundschaftet alles wohl aus, damit ihre Junge wohl versorgt seyen. 717


Sechste Fabel.


In einem herrlichen Gebäu stritten einstens alle Theil des Hauses um den Vorzug. 719


Siebente Fabel.


Ein Esel muß seine Ehrsucht mit der Haut bezahlen. 723


Achte Fabel.


Drey erzfaule Steigbettler bekommen ihren verdienten Lohn. 731


Neunte Fabel.


Eine Jungfrau erhaltet wider die Nachstellungen ihrer Brüder den Sieg. 735


Zehente Fabel.


Philautia, das ist, die eigene Lieb, vermacht Testaments-weise dem größten Narren, so man in der Welt finden wurde, ein betrügliches Schatztrühlein, als ein Erbgeschenckt. 736


Eilfte Fabel.


Die Haasen hielten sich für die forchtsamsten Thier auf Erden; veränderten aber die Meinung, nachdem sie gesehen, daß sie von denen Fröschen geförchtet wurden. 750


Zwölfte Fabel.


Von einem Vatter und Sohn, die mit ihrem Esel über Land gereiset, und niemand haben recht thun können. 753


Dreyzehente Fabel.


Der arme Esel muß ein schlechtes Verbrechen mit der Haut bezahlen. 755


Vierzehente Fabel.


Die Ameis beklagt zu spat ihre stolze Begierd, Flügel zu bekommen. 756


Fünfzehente Fabel.


Die Amsel hatte gantz wohl gethan, daß sie es nicht mit denen Spatzen gehalten. 758


Sechzehente Fabel.


Ein Hahn bezahlt des Fuchsen List mit gleicher Münz. 759


Siebenzehente Fabel.


Ein Fuchs ziehet sich durch listige Entschuldigung aus der Gefahr, von dem Löwen zerrissen zu werden. 760


Achtzehente Fabel.


Ein Wolf gräbt ihm selbst durch übles Nachreden eine Grub. 762


Neunzehente Fabel.


Der Fuchs kommt ums Leben, dieweil er dem treuen Rath des Hahnen nicht folgen wollen. 763


Zwanzigste Fabel.


Eine arme Maus wird von dem Frosch betrogen. 764


Ein und zwanzigste Fabel.


Die Fortuna (das Glück) erhält wider den Tod der Präcedenz halber den Sieg. 765


Zwey und zwanzigste Fabel.


Ein Hafen meidet die Gesellschaft des Dreyfusses. 767


Drey und zwanzigste Fabel.


Die Tagszeit wird sinnreich vorgestellet. ibid.


Vier und zwanzigste Fabel.


Disput zwischen einem Alten und dem Tod. 768


Fünf und zwanzigste Fabel.


Das Pferd sucht Rache wider seine Feind, und wird darüber zum Sclaven. 769


Sechs und zwanzigste Fabel.


Zwischen dem Mosrohr und Eichbaum erhebte sich ein Streit, wer stärcker aus ihnen seye. 770


Sieben und zwanzigste Fabel.


Der Wolf verspricht kein Thier mehr aufzufressen; halt aber sein Versprechen keineswegs. 771


Acht und zwanzigste Fabel.


Zwey Mäuse suchen einander heim. 772


Neun und zwanzigste Fabel.


Der Pfau macht sich durch böses Exempel verächtlich bey dem Federvolck. 773


Dreyßigste Fabel.


Der Fuchs getraut sich nicht den krancken Löwen heimzusuchen, durch dieses Mißtrauen aber erhält er sich beym Leben. 774


Ein und dreyßigste Fabel.


Der Esel wollte gern ein Roß seyn. 775


Zwey und dreyßigste Fabel.


Ein verruchter Böswicht wird von einer Ampel vor Gericht angeklagt und überwiesen. 776


Drey und dreyßigste Fabel.


Die Mäus halten wider die Katz einen Rathschlag. 777


Vier und dreyßigste Fabel.


Wunderlicher Gerichtshandel, der sich zwischen etlichen Tugenden, als Klägerinnen, einer, und zwischen dem edelsten Metall, dem Gold, anderer Seits solle ereignet haben; dessen Ausspruch GOtt als dem höchsten Richter heimgestellet wird. 778

Schriftmäßiges Examen, darinn D. Martin Luther, und Johann Calvin denen dreyen fürnehmsten Apostlen Petro, Paulo und Jacobo vorgestellet, und aus dem Wort GOttes selbst so weit überzeuget, daß ihnen der Eingang in den Himmel rechtmäßig abgesprochen worden.

Das erste Capitel. St. Petrus, St. Paulus, St. Iacob, Martin Luther. 789

Das zweyte Capitel. Mercurius, St. Petrus, Calvinus, Lutherus. 793

Das dritte Capitel. Charon, Mercurius, Calvinus, Lutherus. 796

Das vierte Capitel. Megära, Calvinus, Lutherus. 799

Das fünfte Capitel. Nemesis, oder Rach, Aeacus, Minos, Rhadamanthus. 801


Anhang, bestehend erstlich in Freuden-Geschichten von der heiligen Beicht.


Erste Abtheilung.


Erforschung des Gewissens.


Auslegung der Figur: Christus bey dem Brunnen, und die Samaritanin. 809


Erstes Capitel.


Margaretha von Cortona, beicht zum zweyten mahl generaliter. 810


Zweytes Capitel.


Protasius König zu Arima, verabsaumet die Feyertäg, wird vom Himmel ermahnet. 813


Drittes Capitel.


Versaumnuß, und frembe Sünd. Isabella, Königin in Hispanien wird vermahnet. 815


Viertes Capitel.


Rechte Erforschung zur Beicht, entgehet der strengen Erforschung des letzen Gerichts. 817


Fünftes Capitel.


In Anrufung Mariä, wird das Gewissen erleuchtet zu guter Erforschung und Beicht. Ein Hispanier. 820


Zweyte Abtheilung.


Bereuung der Sünden.


Auslegung der Figur: Magdalena bey den Füssen des HErrn: Unrerschied zwischen der vollkommenen, und unvollkommenen Reu. 822


Erstes Capitel.


Vollkommene Reu, eines Edelmanns. 823


Zweytes Capitel.


Unvollkommene Reu, Landelinus. 825


Drittes Capitel.


Vollkommene Reu, mit Begierd der Beicht. Francisca ein hochedle Spanische Ehefrau. 827


Viertes Capitel.


Vollkommene Reu erstrecket sich auf eigene, und alle Sünden. Camilla von Veranis, erstlich ein weltlich eitle, darnach ein geistlich heilige Fräule, durch ein gute reumüthige Beicht. 830


Fünftes Exempel.


Grosser Reumuth zweyer Frauen, dero Reu einer Vollkommen, der andern Unvollkommen, gewesen doch kräftig. 832


Sechstes Capitel.


Ein Edelmann verzeichnet schriftlich sein vollkommene Reu. 834


Siebentes Capitel.


Viel mit vollkommener Reu und Begierd der Beicht, seynd ohne Beicht selig worden. Wie die Christen das H. Land einnehmen wolten. Auch zu Brüssel in der Pest. 835


Dritte Abtheilung.


Vorsatz sich zu bessern.


Auslegung der Figur. Zachäus windet sich aus aller Ungerechtigkeit. 837


Erstes Capitel.


Der Comödiant Babylas mit zwey Frauen, machen ein steiffen Vorsatz, Buß zu thun. Ein Römische Fräule wird von einer Schlang vergift. Ein Buhler will nach der Beicht sein Buhlschaft nimmer kennen. 838


Zweytes Capitel.


Der Vorsatz erfordert Versöhnung. Ein dollsinniger Mann verwundet den König, will lang keinen Vorsatz machen, nicht mehr zu sündigen. Gibitrudis stirbt, und wird wiederum lebendig zu beichten, ihre Gemüths-Abwendung von etlichen Schwestern. Catharina Königin in Engeland verzeihet. 840


Drittes Capitel.


Der Vorsatz muß verzeihen, auch denen die uns beleidiget haben. Zwey junge Herren, und ein Jungfrau beichten Patri Possevino, und thun dieses. 843


Viertes Capitel.


Der Vorsatz wicklet sich aus aller Ungerechtigkeit. Isabella Königin in Hispania, handlet derowegen mit Ferdinand Talavera Bischof zu Granada ihrem Beicht-Vatter. 845


Fünftes Capitel.


Kirchen-Raub muß der Kirchen zugestellet werden: Herzog in Lothring Ragnerus. 847


Sechstes Capitel.


Ungerechtes Gut thut kein gut, ein Sohn eines Wucherers stellet es zu, wird geistlich. 848


Siebentes Capitel.


Der Vorsatz giebt einem jeden das Seinige. Nicolaus, Esterhazy Palatinus, stellet zu die Herrschaft Regez. 850


Achtes Capitel.


Der Vorsatz vertilgt die Aergernuß. Ein Mahler im Carmeliter-Closter, erscheint Patri Dominico. 851


Vierte Abtheilung.


Bekanntnuß der Sünd.


Auslegung der Figur: Petrus empfahet die Schlüssel. 853


Erstes Capitel.


Beschaffenheit des Beicht-Vatters. St. Johannes Nepomucenus wird wegen der Verschwiegenheit gemartert. 854


Zweytes Capitel.


Pater Bernardus Colnagus Soc. JEsu, ein gütiger Beicht-Vatter. 856


Drittes Capitel.


Wem man soll beichten. 857


Viertes Capitel.


Ein Jungfrau beicht P. Henrico Susoni. 858


Fünftes Capitel.


Die Todsünd nach dem Unterschied, und Anzahl beichten. St. Agnetis von Monte Politiano Herr Vetter. 859


Sechstes Capitel.


Wie man den Unterschied, und Anzahl der Sünden beichten soll. Etlich Exempel. 861


Siebentes Capitel.


Durch die Beicht wird ein abscheulicher Diener holdselig. Mater Paula Centuriona hat dieses gesehen. 867


Achtes Capitel.


In Zweiflen soll der Beicht-Vatter gefraget werden. Ein Römische Edelfrau. 868


Neuntes Capitel.


Drey Eigenschaften der Beicht, dermüthig, redlich, lauter. 870


Zehentes Capitel.


Die Todfünd muß man, die läßliche kan man beichten. 872


Fünfte Abtheilung.


Gnugthuung, oder die auferlegte Buß verrichten.


Auslegung der Figur: die Ehebrecherin soll hingegen nicht mehr sündigen. 874


Erstes Capitel.


Die Straf der Sünd wird nicht allzeit gäntzlich vergeben. Vorzeiten wurden schwere Bussen auferlegt. 875


Zweytes Capitel.


St. Vital Abbt giebt kleine Bussen. 877


Drittes Capitel.


In gewissen Begebenheiten können kleine Bussen auferlegt werden. 878


Viertes Capitel.


Alle Bussen seynd klein gegen der Sünd. Philipp Graf zu Namur thut Buß, nach dem Tod Wunder. 882


Fünftes Exempel.


Pabst Innocentius leget auf einer schweren Sünderin, ein geringen Buß. 884


Sechstes Capitel.


Die Buß soll nicht verschoben, gleich verrichtet werden. St. Antoni des Abbten vortreflichste Tugend wird den Beicht-Vättern anbefohlen. 886


Siebentes Capitel.


Neben der auferlegten können andere Bussen angenommen werden. 888

Freuden-Lied nach verrichter Beicht. P. Joannis Dilati Soc. JEsu. 892


Anhang, bestehend zweytens in Trauer-Geschichten von der heiligen Beicht.


Erstes Capitel.


Wann ist die Beicht ungiltig: Sechs Ursachen der ungiltigen Beicht. 898


Zweytes Capitel.


Zwey Stuck wohl zu mercken einem jeden Beichtvatter. 899


Drittes Capitel.


Der Innhalt dieses Büchleins. 900


Viertes Capitel.


Der Urheber der Verschwiegenheit in der Beicht, ist mehrmahlen der Teufel. 901


Fünftes Capitel.


Ein sechzehen-jähriges Mägdlein wird verdammet, wegen verschwiegenen Sünden. 903


Sechstes Capitel.


Ein Fäul wird aus gleicher Ursach verdammet. 909


Siebentes Capitel.


Ein Weib wird gleichfalls verdammet, und ihr Cörper wird von Teuflen hingeführt. 912


Achtes Capitel.


Ein Königliche Engeländische Prinzeßin wird eben aus solcher Ursach verdammet. 914

Unbescheidner Beicht-Vatter. 917


Neuntes Capitel.


GOtt offenbahrt die in der Beicht verschwiegene Sünd. 918

Gleichnuß von einem geschwängerten Mägdlein. 920


Zehentes Capitel.


Im Ehestand kam man sündigen, wie einer Frau solche ihr Sünd worden zu ihrer Verdammnuß. 922


Eilftes Capitel.


Ein Closterfrau, und Obrigkeit des Closters, wird verdammet, wegen einer eitlen Verschwiegenheit. 924


Zwölftes Capitel.


Wegen eines unzüchtigen Gedancken wird ein Frau ewig zur Höllen verdammet. 926


Dreyzehentes Capitel.


Ein seltsame Geschicht von Pelagio einem Mönch. 928

Unvernünftige Thier suchen ihr Heil durch gute Mittel. 932


Vierzehentes Capitel.


Die Sünd je mehr sie wird verborgen, je mehr wird sie geoffenbahret. 933

Viel besser ist es vor dem Beichtvatter, als vor dem Gericht zu schanden werden. ibid.


Fünfzehentes Capitel.


Diese Wahrheit wird bekräftiget mit einem Gesicht. 936


Sechzehentes Capitel.


Beschluß des ersten Theils, St. Aegidius der Abbt ist ein Helfer, wider die Schamhaftigkeit, recht zu beichten. 939


Zweyte Abtheilung.


Erstes Capitel.


Ein hochwichtiges gutes Bedencken. 941

Ob mehr Catholische Christen verdammet, als selig werden? Ein Ursach dessen. ibid.


Zweytes Capitel.


Die in Raufhändlen sterben, haben kein rechten Vorsatz, ihrem Feind zu verzeihen. 942


Drittes Capitel.


Zwey klägliche Begebenheiten deren, die sich nicht wollen besseren. 943


Viertes Capitel.


Von gutem Vorsatz, der zur Beicht wird erfordert. 946


Fünftes Capitel.


Ein Student zu Paris wird verdammet, aus Mangel des guten Vorsatzes. 948

Cap. 6. Ein Domherr wird gleichfalls verdammet. 951

Cap. 7. Aus was Ursach wird der gemachte Vorsatz gebrochen? Vier Ursachen werden angezeigt. 953

Die erste ist die Hoffart. ibid.

Die 2. ist der eigne Nutz. 954

Die 3. Die Verzweiflung. ibid.

Die 4. Ist die Untreu. 955

Cap. 8. Andere Ursachen, die fünfte ist die Vergessenheit, die sechste ist die eitle Forcht. 956

Cap. 9. Aus Abgang des guten Vorsatzes, wird ein Frau verdammet. 959

Cap. 10. Ein Wucherer bleibt ein kleine Zeit im guten Vorsatz. 961

Cap. 11. Gute Mittel im guten Vorsatz zu verharren. 963

1. Nicht auf sich vermessentlich trauen. ibid.

2. Die Flucht der Gefahr. 964

Cap. 12. Gefährlich ist es, die Beicht aufschieben. 965

Ein unglückseliger Beichtvatter, und Beicht- Kind. 968

Cap. 13. Ein guter Beichtvatter, ist ein grosser Nutz. Ein Exempel. ibid.

Cap. 14. Drey Beicht-Vätter werden erschröcklich gestraft. 971

Cap. 15. Oefter in ein Sünd fallen, ist ein Zeichen eines unkräftigen Vorsatzes. 976

Cap. 16. Dies wird mit einem Exempel bewiesen. 980

Cap. 17. Die Nothwendigkeit der General- Beicht. 983

Cap. 18. Warum ein General-Beicht soll geschehen. 987

Die erste Ursach, weilen es vor dem Tod viel thun. ibid.

Die 2. Weilen wir unsicher seynd in der Zeit. 988

Die 3. Wahre Forcht GOttes zu bekommen. 989

Cap. 19. Die 4. Ursach ist, zur Demuth. 990

Die 5. Zum Sieg des bösen Feinds. 991

Ein Exempel von einer büssenden Closter- Frau. ibid.

Die 6. Ursach, ist sicher zu seyn, daß wir einen steiffen Vorsatz haben gemacht. 993

Cap. 20. Innhalt der obbemelten Nutzbarkeiten. 995

1. Alle mangelhafte Beichten werden ersetzet. ibid.

2. Die tiefe Demuth wird erwiesen. ibid.

3. Die Lieb GOttes wird entzündet. 996

4. Die Gedult wird angenommen. ibid.

5. Ein Großmüthigkeit wird gefasset. ibid.

6. Das Leben wird erneueret. ibid.

7. Hiemit kommet die Ruhe des Gewissens. ibid.

8. Der Sieg über die Teufel. 997 ibid.

Exempel von einem Verliebten, der Zauberey braucht, endlich büsset. Die Beich-Vätter sollen mit Gedult anhören die General-Beicht. 998


Form und Unform in dem Beichtstuhl.


Erster Beicht-Form. 1002

Zweyter Form. 1003

Dritter Form. 1004

Vierter Form. 1006

Fünfter Form. 1007

Erster Unform. 1008

Zweyter Unform. 1010

Dritter Unform. 1011

Vierter Unform. 1013

Fünfter Unform. 1014


Fünf nothwendigste Puncten zu einer rechtschaffenen Beicht.


Erster Punct. Fleißige Ersorschung des Gewissens. 1016

Zweyter Punct. Eine übernatürliche, eine allgemeine und hertzliche Reu, entweder eine vollkommene oder unvollkommene. ibid.

Dritter Punct. Ein kräftiger Vorsatz. 1017

Viertet Punct. Eine vollkommene, demuthige offenhertzige Beicht. 1018

Fünfter Punct. Eine geziemende und heilsame Buß 1021

Form einer wahren vollkommenen Reu und Leid. 1023

Quelle:
Wenz, Dominicus: Lehrreiches Exempelbuch [...] ein nutzlicher Zeitvertreib als ein Haus- und Les- Buch. Augsburg 1757.
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