Vier und dreyßigstes Exempel.

Einem ungerathenen Sohn entziehet die Bildnuß des schmertzhaften Erlösers das Angesicht; laßt sich aber auf dessen gethane Buß wiederum sehen.

[116] Zu Bononien, eine Stadt in Welschland, war ein adelicher Jüngling, mit Namen Johannes, welchen sein Herr Vatter und Frau Mutter, mit sonderem Fleiß zur Tugend, GOtts-Forcht; beynebens aber auch, seinem Alter gemäß, anständigen freyen Künsten und ritterlichen Ubungen liessen auferziehen. Er nahme auch in der Tugend und Geschicklichkeit also zu, daß sowohl seine Lehr-Meister als liebe Elteren eine hertzliche Freud ob ihme hatten. Wie er nun das achtzehende Jahr erreicht, waren seine Elteren gesinnt, ihne in fremde Länder zu schicken; um darinnen etwas sehen zu können, und mithin kluger zu werden. Allein weil dazumahl in Welschland eine Kriegs-Unruhe entstunde, mußten sie ihn zu Haus behalten Unterdessen ware Johannes aus den untern Schulen getretten, und mithin der Zucht seiner Lehr-Meistern entrunnen. Weilen er nun mehr Freyheit, als vorhin hatte, geschahe es; daß er mit der Zeit in böse Gesellschaft geriethe, und mithin auf einmahl (O des Unglücks! alle Tugend und Frommkeit verluhre. An statt des Studierens gienge er spazieren. Anstart des Bett-Büchleins nahme er in die Hand das Karten-Spiel. Von Sauffen, Tantzen, Springen, und anderen Leichtfertigkeiten hier nichts zu melden Mitlerweil merckten die Elteren, daß es mit ihrem Sohn nicht recht hergienge. Die Lehr-Meister mahnten den Herren Vatter: der Johannes wäre nicht mehr der vorige züchtige, fleißige, eingezogene Jüngling; sondern gantz in ein andere Haut gelschoffen Die Benachbarte kamen auch, und sagten: Herr! gebt acht, euer Sohn hangt an keiner guten Gesellschaft: er sauft und spilt zu vil. Die Frauen kamen auch mit Verwunderung zu der Frau Mutter, sagend: Frau! wie kommt uns eine Zeit her euer Sohn so gar gantz anderst vor! sehet ihm nur selbst in die Augen, wie er aussehe. Man sagt, er lauft diesem und jenem Mägdlein nach. Ist wohl schad für ihn: ist sonst vor disem ein so feiner Knab geweßt. Das war nun denen Elteren ein grosses [116] Hertzen-Leyd. Konten nicht wohl anderst; mußten ihn deswengen zu Red stellen.

Der Herr Vatter fuhre ihn einstens nach dem Tisch unverhoft mit folgenden Worten an: wie ists Bub? was muß ich von dir hören? das sagt man von dir: und das wiederum: und das auch. Sage jetzt her: ists wahr? oder nicht? da ware Feur im Tach. Ja wohl. Er? Das Ding gethan haben? ist mir nie eingefallen. Er schauete mit den Augen gen Himmel; schluge mit der Hand auf den Tisch: der Donner (O Frechheit! O Unverschamkeit eines Sohns vor seinem Vatter!) soll ihn in Boden hinein schlagen: der Teufel (O das war zu grob) in tausend Stück zerreissen, wann er in einem halben Jahr eine Karten hab in der Hand gehabt. O! wußte ich (setzte er hinzu) wer diese verlogene Goschen wäre, die mich also angeschwärtzt hat, ich wollte es ihr gewiß machen, daß sie an mich dencken sollte. Das war grob genug über die Schnur gehauen. Ob ihm sein Herr Vatter wegen dieses gottlosen Fluchens mit einer guten Carbatsch den Buckel abgesalbet habe, ist nicht bekannt. Hat er es nicht gethan, so hat er nicht recht gethan. Aufs wenigst wußte er jetzt aus diesem Polderen seines Sohns, von dem man bis dato so grobes nichts gehört hatte, wie viel es beyläuffig bey ihm geschlagen. Von dieser Zeit an wurd dieser ungerathene Sohn nur immerdar schlimmer. Eines Tags, als sein Herr Vatter, nachdem wiederum viel Klagen eingelossen, mit einem Ernst hinter ihn wollte, dörfte ihm Johannes fein hurtig, wie der verlohrne Sohn in das Gesicht sagen: wann ich euch nicht recht thun kan, so gebt mir mein Erbtheil heraus. Was frag ich (O gottlose Zung, welche verdiente, daß man sie ausschnitte!) nach euch: ich will noch schon ein Ort finden, wo ich lieb und werth seyn wird. Ich sags euch vor: hinter den Ofen, und zur Kunckel lasse ich mich nicht setzen. Wie ihm nun der Herr Vatter wegen solcher unerhörter Frechheit im Reden mit einem Stecken eines und das andere versetzte, hatte es wenig gefehlt, daß der gottlose Sohn sich nicht wehrte, und den Stecken wider den Vatter umkehrte. Der Vatter merckte wohl, daß er mit seinem ungerathenen Sohn in die länge nicht werde gut thun. Stiesse ihn also zum Haus hinaus, und sagte: er soll ihm nur sein Lebtag nicht mehr unter das Gesicht kommen. Zu mehrer Bezeugung seines gefaßten billichen Zorns, befahle er das Studier-Stüblein Johannis so lang dieser Galgen-Strick bey Leben, wie er es verlassen, samt allem, was darinnen, zu verschliessen, und niemand mehr hinein zu führen; weil er auch den Boden, welcher dieses Abendtheur getragen, unwürdig schätzte, daß er von einem eintzigen Menschen mehr sollte betretten werden. Das war aber diesem Bürschlein ein schlechter Possen: lachte seine Elteren nur[117] aus: gienge den geraden Weeg hin, und liesse sich unterhalten. Er zoge hinaus in Krieg, und übte sich nicht allein in denen Sachen, die ein Soldat wissen soll; sondern führte beynebens ein so gottloses verruchtes Leben, daß unter seinem gantzen Regiment keiner zu finden geweßt, der es ihm in der Boßheit gleich gethan hätte. Und in solchem üblen Stand brachte er 15. gantze Jahr zu. Unter welcher Zeit er niemahlen gebeichtet, noch communicieret; ja (was noch mehr ist) nicht ein Vatter unser, oder Ave Maria gebettet hat. Und ob er schon von seinen Officieren und Hauptleuten ziemlich hart gehalten wurde, halfe doch alles nichts. Ja man stellte ihn in denen Scharmützlen mit Fleiß oft zuforderst an die Spitze; nur damit er sollte umkommen: allein es wollte nicht gerathen; und hiesse bey ihm wohl redlich: Unkraut verdirbt nicht. Letztlich wurde der Obrist, unter dessen Regiment er stunde, seiner müd, und stunde in Sorgen, es möchte etwann GOtt wegen dieses Bößwichts das gantze Kriegs-Heer straffen. Rufte ihn derohalben zu sich; gabe ihm einen scharffen Verweis wegen seines gar liederlichen Lebens; zugleich aber wegen anderer Diensten, die er als ein wohl geübter Soldat gethan, ein Stuck Gelt in Sack, und schafte ihn fort, sagend: er solle sein Glück anderwärts suchen.


Wie nun Johannes wiederum der Kriegs-Diensten los war, kame ihn ein Begierd an, sein Vatterland noch einmahl zu sehen, und seine Befreundte zu besuchen. Reisete derohalben den graden Weeg nach Haus, und fande seinen Herrn Vatter und Frau Mutter noch bey Leben. Der nach so langer Abwesenheit unverhofte Anblick verursachte in dem vätterlichen und mütterlichen Hertzen allerhand Bewegungen: und konte der Vatter nicht wohl anderst; weilen ihme villeicht der Johannes zu Füssen gefallen, seine Schuld mit weinenden Augen bekennet: Vatter ich hab gesündiget in Himmel und vor dir. Luc. 15. cap. Und noch über das ein so kräftige Fürsprecherin die Frau Mutter auf seiner Seiten hatte; als daß er ihm sein mildreiches Hertz eröfnete, und mit Hindansetzung seines allzugrossen Verbrechens ihn auf ein neues zu Gnaden thäte annehmen. Wie dann auch geschehen.

Nach Erweisung allerhand Liebs-Zeichen, führte man ihn auf sein Begehren, auch in das Studier-Stüblein: welches,wie oben gemeldt, seithero in die 15. Jahr lang niemahlen eröfnet worden. Da sahe es in der Wahrheit wohl übel bestellt aus. Nichts stunde in der Ordnung; sondern alles hin und wieder zerstreut. Alle Fenster und Winckel hiengen voller Spinnen-Geweb. Auf den Bücheren fande man wohl 2 Finger dick Staub. Mit einem Wort. Es sahe eben alles aus, wie es in einer unaufgeraumten Stuben aussehen soll. Bey dem ersten Eintritt in das Zimmer gabe GOtt dem Johannes alsobald [118] einen guten Gedancken ins Hertz: also recht, mein Luder, sagte er bey sich selbst: da hast du einen schönen Abriß deines Gewissens. Also ists auch mit dir bestellt. Aber noch mehr wurde er getroffen, als er zu seinem Altärlein kame, das er vor diesem noch als ein Knab in denen unteren Schulen mit grosser Freud oft aufgerichtet, und veränderet hatte. Als er nun sehen wollte, wie es allda stunde und sonderbahr nach einem schönen Täfelein, welches die Bildnus des schmertzhaften Erlöser in der dörnenen Cron, Purpur-Mantel, und einem Mos-Rohr in der Hand vorstellte, was emsigers umsahe, zoge man letztlich selbiges unter anderen mit Staub bedeckten Bildern hervor. Johannes vor zarter Neigung wollte alsobald darmit dem Mund zufahren, und es andächtiglich küssen. Aber höre Wunder! Das Bild, nicht anderst, als wann es sich weigerte, noch einmahl einen Judas-Kuß zu empfangen, verschwunde Angesichts aus den Augen, mit Verliehrung der Gestalt und Farben; und bliebe dem Johannes nichts in der Hand, als die Ramsamt der blossen Leinwath. Dieses Miracul erschreckte ihn dermassen, daß er lang vor Forcht und Zitteren kein Wort reden konnte. Desgleichen auch der Herr Vatter, und alle Anwesende gantz erstaunet, sahen einander an, und wußten nicht, was dieses bedeuten sollte. Johannes aber erkennte gar bald, daß solches ein klares Anzeigen des göttlichen Zorns, und seines herbey nahenden Tods wäre. Gienge darauf in sich selbst, fienge an, bitterlich zu seuftzen und zu weinen. Wehe mir Armseeligen! sagte er mit zusammen geschlagenen Händen: wann Christus, mein Heyland das Angesicht von mir abwendet, wo werd ich dann Gnad und Verzeyhung erlangen? hatte auch wenig gefehlt, daß er sich nicht selbst vor Kleinmüthigkeit entleibt hätte. Doch gabe ihm der mildreiche GOtt bey solcher Verwirrung tausenderley Gedancken noch so viel Liecht: er solle einen Geistlichen um Rath fragen. Lieffe also gantz bestürtzt zu einem gelehrten geistreichen Mann aus dem Orden des Heil. Dominici, und erzählte ihm den Verlauf der Sachen. Dieser tröstete und ermahnte ihn gantz liebreich, vor allen Dingen sein Gewissen durch ein kindliche General-Beicht zu reinigen, hernach GOtt durch das heilige Gebett, etliche gewisse Bußwerck, und Leibs-Casteyung zu versöhnen: der sich auch gern versöhnen lassen wurde: als welcher nicht wolle den Tod des Sünders, sondern daß er sich bekehre, und lebe. Alsdann nach geschehener Versöhnung wurde die Bildnus des schmertzhaften Erlösers sich schonwiederum sehenlassē. Johannes folgte dem guten Rath: sperrte sich 3. Tag ein: nahme nichts zu sich, als Wasser und Brod: casteyete seinen Leib mit einem härenen Cilicium: geißlete sich täglich bis auf das Blut: schriebe entzwischen seine General-Beicht zusammen; welche er hernach gemeldtem Pater mit höchster Bitterkeit seiner Seelen, und solcher [119] Reu-Bezeugung gethan, daß es schiene, er wurde vor Schmertzen vergehen. Weilen sich aber die Bildnus des schmertzhaften Erlösers noch nicht sehen liesse, geriethe er noch mehr in Angst, sein Buß möchte umsonst seyn. Er sahe die leere Leinwath der Tafel zum öftern mit weinenden Augen an, schluge die Händ ineinander, und führete folgende, oder dergleichen Klag. So bin ich dann allein der unglückseeligste Mensch von der Welt, von deme GOtt seine Gnaden-Augen abwendet? jener unglückshafte Wanders-Mann, der von Jerusalem aus nach Jericho gangen, und unter die Mörder gefallen, hat einen barmhertzigen Samaritan gefunden, der sich um ihn angenommen, und seine Wunden geheylet hat. Uber den armen Lazarum vor des reichen Manns Hausthür haben sich aufs wenigst die Hund erbarmet, und ihm die Geschwär abgelecket. Der bey dem Schwemm-Teich zu Jerusalem liegende, und 38. Jahr Bethligerige Krancke hat endlich einen Menschen gefunden, der mit ihme Mitleyden getragen: nemlich dich, mein JEsu! der du ihn gesund gemacht hast. Und ich liege nunmehr 15. Jahr lang nichr allein kranck an dem Leib, sonder auch an der Seel, voller grossen Wunden, und heßlichen Geschwär; und finde keinen Menschen, der sich meiner erbarme. Ach des Elends! es hat zwar schon längst der Jüdische Landpfleger Pontius Pilatus dich auf einer Altanen allem Volck vorgestellt, und offentlich ausruffen lassen: sehet! das ist der Mensch, der helffen kan. Wo ist aber dieser Mensch jetzt hin? leider GOtt erbarms! ich siehe ihn nicht mehr. Warum mein JEsu! verbirgest du dein Angesicht? und haltest mich noch für deinen Feind? hab ich doch schon gebeichtet: hab ich doch Buß gethan; und bin willig und bereit, alles dasjenige zu vollbringen, was man mir auferlegen wird. Du fällest wohl ein strenges Urtheil wider mich: und scheint, du wollest mich in den Sünden meiner Jugend lassen zu Grund gehen. Nicht also mein gütigster JEsu! nicht also. Verwirf mich nicht von deinem Angesicht. Mache mir vielmehr die Freud, daß ich wiederum möge anschauen dein Angesicht, und steiffe mich in dem ersten Geist der Unschuld und Tugend: damit ich dich dich mit einem neuen Eyfer wiederum lieben und loben könne in Ewigkeit. O himmlischer Vatter! nur dieses bitte ich mit dem rebellischen Absolon: lasse mich des Königs, deines Sohns JEsu, Angesicht wieder sehen; sonst ist es nicht möglich, daß ich länger leben könne.


In solcher Hertzens-Quaal und Angst lieffe er wiederum hin zu seinem Beicht-Vatter, und klagte ihm sein Noth. Dieser hingegen ermahnte ihn zur Gedult und Beharrlichkeit, vorgebend: es wäre eben nicht so viel [120] an Widerkehrung des Bilds gelegen: vielleicht stecke noch ein Butzen in dem Gewissen, welcher noch nicht heraus wäre, und GOtt ein Mißfallen verursachte. Nach langem examiniren und Ausforschung des Beicht-Vatters kame man endlich auf einen groben Brocken, eine schwere, und bishero noch niemahl in dem Beichtstuhl entdeckte Sünd: dessen dann beyde von Hertzen froh waren, und der Johannes nach empfangener heiligen Absolution gleich darauf eine Leichterung seines Gewissens empfande, nicht anderst, als wann ihm ein Centnerschwerer Stein von der Brust weg wäre. Gleich darauf in dem er vor dem Altar unser lieben Frauen seine auferlegte Buß bettete, und dieser schmertzhaften Mutter, als nach GOtt der grösten Zuflucht der Sünder, das Heil seiner armen Seel inbrünstigst anbefahle, ist er vor Mattigkeit entschlaffen. In dem Schlaf gedunckte ihn, er sähe sein Zimmer gantz schön, sauber, glantzend, und von neuem aufgebutzt, und zugleich auch das so fast verlangte Bild des schmertzhaften Erlösers an seinem vorigen Ort. Worüber er erwacht, voller Freuden und Hofnung schnell nach Haus sich begeben, und seinen Traum wahr zu seyn befunden. Da gabe es dann viel andächtige Küssen ab: da erheiterte sich die Stirn; da glantzten die Augen; da lachten die Wangen; da frolocketen Mund und Händ; da regten sich die Aderen; da wallete das Blut; da sprange vor Freuden das Hertz im Leib auf. Das übrige mag man besser gedencken, als aussprechen. Bald hernach hat er mit Bewilligung seiner Eltern die Welt beurlaubt; ist in den heiligen Prediger-Orden eingetretten; darinnen in strenger Buß noch 3. Jahr gelebt; und, nachdem er von einem langwierigen Fieber gantz ausgemergelt worden, mit allen heiligen Sacramenten wohl versehen, in Beyseyn seines Herrn Vatters, und geistlichen Ordens-Brüdern, mit mehr gesagtem Täfelein in der Hand, welches er nimmermehr von sich lassen wolte, unter viel reuigen Zäheren, und Hertz-brechenden Liebs-Seuftzern zu seinem Erlöser, gottselig entschlaffen. P. Joannes Junior S.J. in Quadragesimali Tom. 2. c. 3. §. 4.


Wie leicht wendet GOtt sein Angesicht wiederum zu dem Sünder, wann dieser nur von gantzem Hertzen sich zu ihm bekehrt; ihn um Verzeihung bittet, und Besserung verspricht! es sagt ja GOtt selbsten zu einem jeden Sünder Jerem. 3. c. Kehre wiederum zu mir, so will ich dich aufnehmen. O was für liebreiche Wort! wie sollen sie dem Sünder ein Hertz machen, sich ohne Verzug zu seinem GOtt und HErrn wiederum zu kehren! und wann das nicht geschihet, wie verstockt muß des Sünders Hertz seyn?

Quelle:
Wenz, Dominicus: Lehrreiches Exempelbuch [...] ein nutzlicher Zeitvertreib als ein Haus- und Les- Buch. Augsburg 1757, S. 116-121.
Lizenz:
Kategorien:

Buchempfehlung

Wieland, Christoph Martin

Geschichte der Abderiten

Geschichte der Abderiten

Der satirische Roman von Christoph Martin Wieland erscheint 1774 in Fortsetzung in der Zeitschrift »Der Teutsche Merkur«. Wielands Spott zielt auf die kleinbürgerliche Einfalt seiner Zeit. Den Text habe er in einer Stunde des Unmuts geschrieben »wie ich von meinem Mansardenfenster herab die ganze Welt voll Koth und Unrath erblickte und mich an ihr zu rächen entschloß.«

270 Seiten, 9.60 Euro

Im Buch blättern
Ansehen bei Amazon

Buchempfehlung

Geschichten aus dem Biedermeier II. Sieben Erzählungen

Geschichten aus dem Biedermeier II. Sieben Erzählungen

Biedermeier - das klingt in heutigen Ohren nach langweiligem Spießertum, nach geschmacklosen rosa Teetässchen in Wohnzimmern, die aussehen wie Puppenstuben und in denen es irgendwie nach »Omma« riecht. Zu Recht. Aber nicht nur. Biedermeier ist auch die Zeit einer zarten Literatur der Flucht ins Idyll, des Rückzuges ins private Glück und der Tugenden. Die Menschen im Europa nach Napoleon hatten die Nase voll von großen neuen Ideen, das aufstrebende Bürgertum forderte und entwickelte eine eigene Kunst und Kultur für sich, die unabhängig von feudaler Großmannssucht bestehen sollte. Michael Holzinger hat für den zweiten Band sieben weitere Meistererzählungen ausgewählt.

432 Seiten, 19.80 Euro

Ansehen bei Amazon