20.
An Kleonidas.

[156] In der Voraussetzung daß ich dir dadurch einiges Vergnügen mache, fahre ich in meinem, wiewohl nur uneigentlich so genannten, Aeginischen Tagebuche fort: denn es wäre deiner Gefälligkeit zu viel zugemuthet, wenn ich dich mit den abgeschiedenen Schatten aller Tage, die ich hier verlebt habe, in Bekanntschaft setzen wollte, in der Meinung, daß sie für dich eben so viel Interesse haben müßten, als sie in ihrem Leben für mich hatten. Von meinen glücklichsten Tagen und Stunden pfleg' ich gar nicht zu sprechen; ich betrachte sie als eine Art von heiligen Dingen, auf welchen, wie auf den Körben der Kanephoren an den Eleusinien92, der Schleier des Geheimnisses liegen muß. Wird er weggezogen, so erblicken uneingeweihte Augen, wie in jenen mysteriösen Körben, nichts als – Honigkuchen, Granatkörner, Bohnen und Salz.

Skopas ist nun mit seiner Venus-Lesbia (vorerst nur aus gebranntem Thon, wie sich von selbst versteht) fertig, und hat sein Möglichstes gethan, den Stolz der undankbaren Lais durch eine gefährliche Nebenbuhlerin zu kränken, die bei dem großen Haufen der Angaffer schon allein durch ihre vollständige Naktheit keinen geringen Vortheil über sie erhält. Die junge Sklavin aus Lesbos, die ihm (nicht ungern, wie es schien) zum Modell dabei diente, ist wirklich in ihren individuellen Formen von einer so seltenen Schönheit, daß es[157] wohl, so lange uns ein allgemein anerkannter Kanon der Schönheit fehlt, unmöglich seyn dürfte, das Problem, welche von beiden Bildsäulen die schönere sey, rein aufzulösen. Meine Vorliebe für die erste beweist bloß für meinen eigenen Geschmack. Mehrere Anbeter der schönen Lais, die man in der Meinung ließ, sie wäre das Modell zu beiden, streiten für die zweite, und Lais scheint sich so wenig dadurch beleidigt zu finden, daß sie, unter der Bedingung, das Exemplar, das aus Marmor gemacht werden soll, für sich zu behalten, so großmüthig gewesen ist, dem in sein eignes Werk verliebten neuen Pygmalion ein Geschenk – mit dem Urbilde zu machen. Da du dir, sagte sie scherzend zu Skopas, schwerlich Hoffnung machen darfst, daß Amor das Wunder, das er einst zu Pygmalions Gunsten that, dir zu Liebe wiederholen werde, so nimm meine Lesbia dafür, und bilde dir ein, sie sey dein eigenes, für dich von ihm belebtes Kunstwerk selbst. – Die Wahrheit ist, daß der arme Skopas, wofern die allzureizende Sklavin nicht ein Mittel gefunden hätte, das gestörte Gleichgewicht seines äußern und innern Menschen (nach der Sokratischen Maxime, deren du dich aus einem mei ner Briefe erinnern wirst) bald möglichst wieder herzustellen, schwerlich jemals mit seiner Arbeit fertig geworden wäre; so mächtig wirkte das zauberisch anziehende Lächeln, womit die gefällige Nymphe, um die ihr aufgetragene Rolle der Göttin mit der gewissenhaftesten Treue zu spielen, ihn unter der Arbeit anzusehen für ihre Schuldigkeit hielt. Skopas arbeitete nun immer besser je ruhiger er arbeitete, und wer weiß, ob er nicht am Ende das Modell selbst für das unter seinen Händen unvermerkt[158] zum Ideal veredelte Nachbild ohne Aufgeld zurückgegeben hätte, wenn Lais zum Tausche geneigt gewesen wäre. Man behauptet allgemein, sagte sie in ihrem gewohnten scherzhaften Ton, ein Künstler, der etwas Vollkommenes hervorbringen wolle, müsse mit Liebe arbeiten: aber Skopas hat noch mehr gethan, er hat mit Begierde gearbeitet93; und vermuthlich ist dieß die Ursache, warum er in dieser Venus sein Urbild und sich selbst übertroffen hat.

Dem wackern Skopas muß ich es zum Ruhme nachsagen, daß er sich bei den kleinen Spöttereien der schönen Lais ziemlich artig benahm; vielleicht weil er sie als Wirkungen einer geheimen Eifersucht betrachtete, und sich also schmeicheln konnte, eine Art von Triumph über sie erhalten zu haben. Uebrigens hatte er Ursache mit seiner Reise nach Aegina sehr zufrieden zu seyn; denn er wurde – außer der reizenden Lesbierin, in welcher er nun ein treffliches Modell eigenthümlich und ausschließlich besitzt – noch mit baaren Dariken königlich belohnt.

Diese großherzige Freigebigkeit, und, um dem Kinde seinen rechten Namen zu geben, eine ungezügelte Neigung zum Verschwenden überhaupt, ist ein so starker Zug im Charakter meiner schönen Freundin, daß ich sehr besorge, er werde in der Folge, und nur zu bald, eine Aenderung in dem Plane, dessen ich bereits erwähnt habe, nöthig machen. Ich hielt es für eine Pflicht der Freundschaft, ihr, da wir einsmals allein waren, mit einigem Ernst davon zu sprechen. Ich sehe nur zu wohl, war ihre Antwort, daß deine Warnung[159] nichts weniger als überflüssig ist; aber ich kann weder meine Art zu leben noch meine Sinnesart ändern.

Ich. Noch nie fühlte ich so lebhaft als in diesem Augenblick, beste Laiska, daß meine Liebe zu dir Freundschaft ist. Ich würde mich selbst hassen, wenn ich der selbstsüchtigen Anmaßung fähig wäre, die Glückseligkeit die du zu geben fähig bist, zu meinem ausschließlichen Eigenthum machen zu wollen. Aber daß das, was nur die edelsten oder ganz besonders von den Göttern und dir begünstigten Sterblichen zu genießen würdig sind, jemals wenn auch einen noch so hohen Marktpreis haben sollte, dieß nur zu denken, ist mir, in bloßer Rücksicht auf dich selbst, unerträglich.

Sie. So weit, lieber Aristipp, soll und wird es niemals kommen.

Ich. Gewiß nicht, so lange ich selbst noch eine Drachme94 im Vermögen habe.

Sie (lachend). Damit würdest du das Unglück, das du befürchtest, nicht lange verhüten. Ich denke einen für dich und mich bequemern Ausweg gefunden zu haben; und damit ich dich über dieses Kapitel auf einmal und für immer ins Klare setze, so höre, wie ich über mein Verhältniß zu deinem Geschlecht denke, und was für eine Maßregel ich, zu meiner Sicherheit vor den Anmaßungen desselben, bei mir selbst festgesetzt habe. Ich sagte dir bereits mit der Offenheit, die du immer bei mir finden sollst, daß ich auf einen zwangfreien Umgang mit welchen Männern es mir beliebt nicht Verzicht thun könnte, ohne ein wesentliches Stück meiner Glückseligkeit aufzuopfern; ich sagte dir auch die wahre Ursache, warum[160] ein solcher Umgang Bedürfniß für mich ist. Denn daß die gewöhnliche Triebfeder der wechselseitigen Anmuthung beider Geschlechter gegen einander sehr wenig Antheil an diesem Zug meines Charakters habe, darf ich dir um so mehr gestehen, da ich mir nichts darauf zu gut thue, und wofern es der Natur beliebt hätte, mir das, was seine Besitzerinnen Zärtlichkeit und Bedürfniß zu lieben nennen, in einem reichern Maße mitzutheilen, mich dessen keineswegs schämen würde. Es wird dich also wenig befremden, wenn ich dir sage, daß, meiner Meinung nach, eine Frau, die ihre Unabhängigkeit behaupten will, euer Geschlecht überhaupt als eine feindliche Macht betrachten muß, mit welcher sie, ohne ihre eigene Wohlfahrt aufzuopfern, nie einen aufrichtigen Frieden eingehen kann. Dieß ist, däucht mich, eine nothwendige Folge der unläugbaren Thatsache, daß der weibliche Theil der Menschheit sich beinahe auf dem ganzen Erdboden in einem Zustande von Abwürdigung und Unterdrückung befindet, der sich auf nichts in der Welt als Ueberlegenheit der Männer an körperlicher Stärke gründen kann; da die Vorzüge des Geistes, in deren ausschließlichen Besitz sie sich zu setzen suchen, nicht ein natürliches Vorrecht ihres Geschlechts, sondern eine der Usurpationen ist, deren sie sich kraft ihrer stärkeren Knochen über uns angemaßt haben. Bei allen Völkern ist der Zustand der Weiber desto unglücklicher, je roher die Männer sind: aber auch unter den policirten Nationen, und bei der gebildetsten unter allen, werden wir von den Männern überhaupt genommen entweder als Sklavinnen ihrer Bedürfnisse oder als Werkzeuge ihres Vergnügens behandelt, und die schönste unter uns müßte sehr[161] blödsinnig seyn, wenn sie sich auf den Glanz oder die Zahl ihrer vorgeblichen Anbeter und Sklaven das Geringste einbildete, und sich selbst verbergen könnte, was die Herren bei dem betrüglichen Spiele, das sie mit unsrer Eitelkeit und Schwachherzigkeit treiben, gewinnen wollen. Anakreon meint, die Natur, die jedes ihrer Geschöpfe mit irgend einer Waffe zu seiner Vertheidigung versehe, habe dem Weibe zur Schutzwehr gegen die Stärke des Mannes die Schönheit verliehen; aber ohne den Verstand, einen klugen und weisen Gebrauch von ihr zu machen, ist die Schönheit selbst eine sehr zweideutige Gabe, und ihrer Besitzerin meistens mehr nachtheilig als nützlich. Ich für meinen Theil danke der guten Mutter Natur, daß sie mich gerade mit so viel Verstand bewaffnet hat, als ich nöthig habe, um den Mann, im Allgemeinen, als den natürlichen Feind meines Geschlechts anzusehen, gegen welchen wir nie zu viel Vorsichtsmaßregeln nehmen können. Der gesellschaftliche Zustand hat zwar einen anscheinenden Frieden zwischen beiden Geschlechtern gestiftet; aber im Grund ist dieser Friede auf Seiten der Männer bloß eine andere Art den Krieg fortzusetzen; und da ihnen von der Stärke ihrer Knochen und Muskeln gewaltsamen Gebrauch gegen uns zu machen untersagt ist, so lassen sie sich's desto angelegener seyn, die treuherzigen Vögelchen durch Schmeichelei und Liebkosungen in ihre Schlingen zu locken. Und uns sollte nicht eben dasselbe gegen sie erlaubt seyn? Wir sollten die Betrüger nicht wieder betrügen, und falls wir klug genug sind uns vor ihren Schlingen zu hüten, das Einzige, wodurch wir an ihre schwache Seite kommen können, unsre Reizungen, nicht auf jede uns[162] beliebige und vortheilhafte Art gegen sie gebrauchen dürfen? Bei der großen Nemesis! ich mache mir so wenig Bedenken darüber, daß ich mich selbst verachten würde, wenn ich mir jemals ein anderes Verhältniß gegen das Männergeschlecht geben wollte, als das, wozu uns sein Verfahren gegen uns einladet, und, wenn wir anders unsre alberne Gutherzigkeit nicht zu spät bereuen wollen, nöthiget. Da sie uns keine andere Wahl gelassen haben, als entweder ihre Sklaven zu seyn oder sie zu den unsrigen zu machen, was hätt' ein Weib, das seine Freiheit liebt, hier lange zu bedenken? – Du siehst die Grundlage meines Plans, lieber Aristipp; ich habe dir ohne Zurückhaltung gezeigt, wie ich über die Männer denke, weil du für mich kein Mann, oder, wenn du lieber willst, mehr als ein Mann, weil du mein Freund, ein mir verwandtes congenialisches Wesen bist. Was ich noch hinzuzusetzen habe, erräthst du vermuthlich von selbst. Ich opfre meiner Liebe zur Unabhänglichkeit und dem Verlangen nach meiner eigenen Weise glücklich zu seyn, einen Namen auf, und unterziehe mich dadurch den Folgen des nicht ganz ungerechten Vorurtheils, das alle Arten von Personen drückt, die sich dem Vergnügen des Publicums widmen und dafür belohnt werden; aber meine Meinung ist nicht, diesen Namen anders als auf eine eignen Bedingungen zu tragen. Diesen sich zu unterwerfen, kann ich niemand zwingen; wer sie sich also gefallen läßt, sollt' es ihm auch am Ende dünken, daß er einen schlechten Handel gemacht, und das Vergnügen mich zu sehen, zu hören und etliche fröhliche Stunden unter Scherz, Musik und Tanz, mit Komus und Bacchus, oder mit Amorn und[163] den Grazien in meinem Hause zugebracht zu haben, allzu theuer bezahlt habe, der würde von mir und allen Verständigen ausgelacht werden, wenn er sich über Unrecht beklagen wollte. Ich setze einen ziemlich hohen, wiewohl unbestimmten Preis auf das Vorrecht, freien Zutritt in meinem Hause zu haben, mache aber kein Geheimniß daraus, daß ich mich durch die Geschenke, die ich von meinen Liebhabern, wie die morgenländischen Fürsten von ihren um Gehör bittenden Unterthanen, annehme, zu keinen besondern, geschweige ihnen selbst beliebigen Gefälligkeiten verbunden halte. Es steht einem jeden frei, seine Eitelkeit, oder seinen Wetteifer mit reichen und freigebigen Nebenbuhlern, so weit zu treiben als er will; und wer an der Zulänglichkeit seines persönlichen Werths zu zweifeln Ursache hat, mag immerhin versuchen, ob er diesen Mangel durch den Werth der Opfergaben ersetzen könne, die er seiner Abgöttin zu Füßen legt. Sie befindet sich, wiewohl sie ihre Gottheit bloß der Thorheit ihrer Anbeter zu danken hat, in diesem Stück in dem nämlichen Falle wie alle andern Götter, welche sehr wohl wissen, warum die Menschen ihnen Opfer bringen, aber sich durch die Annahme derselben keineswegs verpflichten, alle Wünsche der Opfernden zu erfüllen, oder auch nur das, warum gebeten wird, zu gewähren. – Was sagst du zu diesem Plan, Aristipp? Denkst du nicht, daß er mir im Nothfall hinlängliche Mittel verschaffen könne, meine dermalige Lebensweise fortzusetzen, ohne jemals, wie du vorhin besorgtest, genöthigt zu seyn, mich unter mich selbst herabzuwürdigen?

Ich. Ich sage, wenn er dir nicht gelänge, so würde ich[164] keiner andern rathen, den Versuch zu machen. Aber es hat keine Noth; ich bin vielmehr überzeugt, du wirst auf diesem Wege, selbst durch den Ruf daß es eine höchst mißliche Sache sey, deinetwegen nach Korinth zu reisen95, in Gefahr kommen, nach und nach Deukalions und Hellens ganze edle Nachkommenschaft, Dorier, Ionier und Aeolier, vor deiner Thür liegen zu sehen.

Sie (lachend). Das soll ihnen herzlich gern erlaubt seyn, vorausgesetzt, daß es immer von mir abhange, wem ich sie öffnen lassen will.

Ich. Einer Theodota möchte ich deinen Plan nicht rathen. Um ihn mit Erfolg auszuführen, muß man im Besitz deiner Schönheit, deiner Talente, deines Verstandes und deiner – Kälte seyn.

Sie. Wie, mein schöner Herr? Solltest du dich über meine Kälte zu beklagen haben?

Ich. Nicht zu beklagen, liebe Laiska! denn sie ist es eben, was deinen kleinsten Gunstbezeugungen einen so hohen Werth gibt, daß die Grazien dem Manne nie gelächelt haben müßten, der nicht den leisesten Händedruck von dir den freigebigsten Liebkosungen einer jeden andern vorzöge. Auch ist dieß eine der nothwendigsten Bedingungen der Ausführbarkeit deines Plans. Denn kein Liebhaber dient lange ohne allen Sold, und eine Schöne, die nicht gesonnen ist, viel zu geben muß die Gabe besitzen, das Wenige mit einer Art zu geben daß es viel scheint. Du, schöne Lais, besitzest diese Gabe in einem so hohen Grade, daß ich keinen Augenblick zweifle, du würdest dir mit dieser Kunst, deine Liebhaber durch den Zauber einer[165] sich immer annähernden und entfernenden Hoffnung bei gutem Muthe und in deiner Gewalt zu erhalten, so gut als die berühmte Thargelia ein Diadem verschaffen können, wofern dich je die Lust anwandelte, deine Freiheit gegen ein Diadem zu vertauschen.

Sie. So hoch fliegen meine Wünsche nicht.

Ich. In der That würdest du einen schlimmen Tausch treffen.

Sie. Das denke ich auch.

Diese Lais – höre ich dich sagen, Kleonidas – ist in der That eine Hetäre, wie vermuthlich noch keine war und vielleicht in tausend Jahren keine wieder erscheinen wird; aber mit aller ihrer Philosophie doch – nur eine Hetäre, und eine um so viel gefährlichere, je mehr sie vor andern voraus hat. Nimm dich in Acht, Aristipp! – Ich bin so ziemlich deiner Meinung, Freund Kleonidas; sie ist ein gefährliches Geschöpf. Sie wird manchen Kopf verrücken, der vorher recht stand, manchen Narren noch närrischer machen, und manchen vollen Beutel leeren. Was sie aus mir und dir machen wird (denn auch du wirst, wie ich hoffe, nach Korinth kommen), wird die Zeit lehren.

Der Tag meiner Trennung von dieser Circe, in der ich gleichwohl mehr einen Freund als ein Weib liebe, rückt immer näher. Sie geht nach Korinth zurück, und ich mache mich zu einer Reise in die Inseln fertig, von wannen ich in einigen Monaten etwas leichter an Dariken, und reicher an Kenntnissen der Natur und der Kunst, nach der schönen Athenä zurückkehren werde. Bewunderst du mich nicht, daß ich mich[166] mit so leichtem Herzen von der reizendsten aller Zaubrerinnen trennen kann?

Quelle:
Christoph Martin Wieland: Sämmtliche Werke. Band 22, Leipzig 1839, S. 156-167.
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