1. Das freundliche Pfarrhaus

[178] Ein freundliches war es gewiß. Es ist schon so schön hellgelb angestrichen und steht hoch oben im Dorf, recht ausdrücklich, damit es weithin gesehen werde, um den zahlreichen Pilgern vom nahen Städtchen eine freundliche Aufnahme zu verheißen. Und wenn man über den begrasten Kirchhof schreitet, der, längst nimmer benützt, nur noch ein Tummelplatz ist für Kinder und Hühner, wie freundlich steht's da im reinlichen Hofraum, mit dem Nußbaum zur Rechten, der sich so dicht ans Haus anschließt, daß man seine Früchte vom Zimmer aus pflücken kann; mit dem Garten zur Linken, dessen Büsche und Bäume neugierig über die niedrigen Nebengebäude, die Stallungen für Hühner, herausgucken! Mit fröhlichem Gebell und zutraulichem Schweifwedeln sprang einem da Azor, der getreue Haushund, entgegen, ein wahrer Ausbund von Hund, ein garstiges Vieh zwar, aber höchst gastfreundlicher Natur, denn an jedem Besuch hüpfte er[178] hoch empor aus lauter Vergnügen. Als Kinder konnten wir's ihm freilich nicht verzeihen, daß er Stachelbeeren fraß wie ein Mensch, sonst aber war er unser guter Freund. Armer Azor! Er mußte sein Leben lassen bei einer Hundemusterung und hatte doch kein Unrecht auf seiner ehrlichen Hundeseele, als daß er acht Jahre alt war! Das wäre auch nicht geschehen, wenn wir dazumal schon Öffentlichkeit und Mündlichkeit gehabt hätten.

Aber wir können nicht im Hof stehen bleiben; treten wir in den Flur, der zum Ergötzen der Kinder mit einer Schaukel versehen ist. Da prangte als beständiger Willkomm noch ein großer, prächtig gemalter Vers, von Tannenreis umkränzt, mit dem der Pfarrer vor Jahren einst von seiner Gemeinde empfangen worden war:


»Noch ehe er kam,

War sein Herz voll Huld uns zugetan;

Die Vorsehung schenkte uns ihn,

Und wir vereinigen uns heut mit ihm.«


Nun aber die Treppe hinauf, wo uns oben schon der Hausfrau freundliche Stimme begrüßt, in die große, wohnliche Stube, die vielerlei Zwecke in sich vereint, die Salon, Studierzimmer, Speisesaal und Audienzgemach zugleich war. Da stand die stattliche Gestalt des Pfarrherrn ans Fenster gelehnt, eingehüllt in eine bläuliche Rauchwolke, die von ihm ausging und über das ganze Zimmer ein angenehmes Düster ausgoß. Er war ein standhafter Raucher (leidenschaftlich würde zu seinem sonstigen geruhigen Wesen nicht passen); Priester und Altar zugleich, dampfte er den lieben langen Tag, und nur ein einzigmal, in einer Stunde tiefsten Leides, sah ich sein Pfeifchen erloschen. Jetzt aber stellt er's einen Augenblick beiseite, um mit lauter, voller Stimme seine Gäste zu begrüßen.

Und nun legt man die überflüssigen Hüllen ab und setzt sich recht gemütlich um den runden Tisch, und ich möchte wohl wissen, wem's da nicht behaglich geworden wäre. Man fühlte sich so recht geborgen aus allem Gewühl und Getreibe des Lebens draußen, und die einfache Bewirtung: Kaffee, Butter,[179] Brot und Obst, ließ man sich jederzeit so trefflich schmecken, als ob man gerade nur zum Schmausen gekommen wäre. Es war kein Wunder, daß man sich so wohl fühlte, denn willkommen waren alle Gäste, junge und alte, zu jeder Zeit, zu jeder Stunde, und es gibt kein angenehmer erwärmendes Gefühl als das, ein gern gesehener Gast zu sein. Niemals durfte man mit der heimlichen Angst die Glocke am Haus ziehen, daß nun droben ein Türauf- und -zuschlagen, eine gedämpfte oder laute Küchenkonferenz angehe, bis die Pforte sich öffne. Ja sogar der Samstag, dieser Tag häuslicher Plage und Unbequemlichkeit, dieser herbe Durchgang zu der Ruhe des Sonntags, hatte im freundlichen Pfarrhaus seinen Stachel verloren, weshalb auch eben an diesem Tag die stärkste Wallfahrt dahin war. Und nicht nur bei hellem Tageslicht suchte man das freundliche Pfarrhaus heim, nein, auch die schönsten Mondscheinpartien wurden in klaren Winternächten dahin gemacht, und ein warmer Tee nebst delikaten Apfelküchlein belohnte die späte Mühe.

Zu den übergeschäftigen Hausfrauen gehörte die Pfarrfrau nicht, obgleich sie die Finanzangelegenheiten des Hauses in aller Stille mit ruhiger Umsicht verwaltete; auch hätte ihre zarte Gesundheit wohl kaum ein sehr bewegliches Treiben gestattet. Drum hatte man auch im Pfarrhaus nie den peinlichen Eindruck, als ob jetzt die Leute Leib und Leben dran setzten, einen Kaffee zustande zu bringen. Da gab's kein stundenlanges Verschwinden der Hausfrau, unterbrochen durch kurzes atemloses Auftreten mit irgend einem Erfordernis. Nein, das gab sich alles wie von selbst; noch ehe die häusliche Wirksamkeit in die Hand der Töchterlein überging, saß die Frau Pfarrerin geruhig da, mit ihrem roten Strickkorb, ein langsam vorrückendes Strickzeug in der Hand, und lieh ihr Ohr den Gästen, während sie mit strahlenden Blicken fast unverwandt ihren Mann betrachtete, der in ihren Augen der Inbegriff aller männlichen Schöne und Herrlichkeit war, so wie er wiederum sich gar nichts Anmutigeres und Vollkommeneres vorstellen konnte als eben seine Frau. Ob das andern Leuten auch so erschien, das tut nichts zur Sache. Genug, sie waren selig in diesem Glauben,[180] und von dieser steten unverwelklichen Glückseligkeit des Ehepaares, die es mit innigem Genügen erfüllte, ging auch die Lebensluft von Freude und Frieden aus, in der es einem so wohl wurde im Pfarrhause.

Eine Studierstube brauchte der Pfarrer nicht. Zwei Tage lang hatte er einmal eine gehabt, da hielt er's aber nicht aus. »Warum soll ich wo anders sein, wenn ich bei dir sein kann?« Seitdem etablierte er sich mit seinen Pfeifen und Büchern (in welch beiden Stücken er keinen großen Luxus trieb) im einzigen Wohnzimmer bei seiner Frau, und weder sein Geist noch sein Amt hat darunter Not gelitten. Ein neues philosophisches System hat er nun zwar nicht ausgeheckt, auch nicht Chaldäisch und Sanskrit getrieben; aber ein grundgescheiter Mann war er doch, der über alle Erscheinungen im Gebiete des Lebens und Wissens ein gutes gesundes Urteil hatte.

Seine Passion war neben dem Rauchen noch das Schachspiel; es war gerade recht für sein gutes Phlegma, so eine halbe Stunde lang zwischen den Rauchwolken durch das Schachbrett zu betrachten, ehe er sich zu einem Zug entschloß. Hie und da begegnete es ihm, auch etwas zerstreut zu sein; wie er denn einmal in eine große Gesellschaft eintrat, statt des Stocks den Besen in der Hand, an dem er vor der Tür die Schuhe gereinigt hatte; – ich sehe noch das erstaunte Gesicht, mit dem er sich umsah, als sein höflicher Gruß mit einem schallenden Gelächter erwidert wurde.

Die Seelsorge, die Audienzen, die der Pfarrer seinen Bauern gab in ihren verschiedenen Lebensangelegenheiten, sie konnten nur gewinnen durch die stille Anwesenheit der Frau Pfarrerin, die, in alle Verhältnisse eingeweiht, da und dort ein Wort zur rechten Zeit einschaltete, am eifrigsten, wo es galt, einen Ehemann zu seiner Pflicht, eine Frau zur Geduld und Sanftmut zu ermahnen. Des Pfarrers Predigten, die er niemals studierte, was seine Frau als besonderen Ruhm anführte, hatten eine einfache Kraft und Wahrheit, die ihre Wirkung nicht verfehlten und manchmal gerade am rechten Fleck einschlugen, mehr als die beststudierte Rede.[181]

Die Gemeinde lag beiden sehr am Herzen; sie betrachteten sie fast mit der parteiischen Vorliebe, mit der Eltern das eigene Kind samt seinen Tugenden und Fehlern ansehen, und konnten's nicht leiden, wenn gerade ihr Dorf so oft zum Gegenstand des Gespöttes der Nachbarorte wurde.

Es ist unverkennbar, daß, wie ganze Nationen und Provinzen, so auch einzelne Dörfer, und seien sie noch so nah beisammen, ihren eigentümlich ausgeprägten Charakter tragen, was vielen Anlaß zu zahlreichen Neckereien und oft blutigen Händeln zwischen Nachbarorten gibt. So war nun das Dorf, wo das freundliche Pfarrhaus stand, Weindorf wollen wir's nennen, weit berühmt wegen besonderer Betriebsamkeit und Sparsamkeit der Bewohner. Man hätte glauben sollen, sie verstehen zwei Tage aus einem zu machen. Wenn ungünstig Wetter in der Ernte oder zur Heuzeit einfiel und im ganzen Bezirk der Ertrag verdorben war, – die Weindörfer hatten den ihrigen immer noch bei Sonnenschein eingebracht; wenn eine Überschwemmung den Wiesen am Neckar drohte und die kaum eine Viertelstunde entfernten Stadtbewohner sich zur Ruhe legten und seufzten: »Schad um den schöna Mist, wo's Wasser furtnemmt!« waren die Weindörfer Wiesen mit Laternen besät, bei deren Schein die Bewohner ihren Dünger bis aufs letzte Hälmchen wieder heimholten. Man sagte ihnen freilich auch nach, daß kein Weindörfer nach Haus komme, außer er bringe etwas »Gemaustes« mit, und daß man in den Weindörfer Weinbütten Fische fangen könne, weil sie nämlich den neuen Wein mit Neckarwasser vermehren; das aber ließ die Pfarrerin nie gelten. Sie hob dagegen mit Glanz hervor, wie fleißig ihre Weindörfer Männer seien und wie friedlich die Ehen; auch rühmte sie mit Recht, daß das ganze große Dorf nur einen einzigen Bettelmann besitze, der »umgeätzt« wurde; und das war erst noch ein grober Bettelmann, der den Weibern, die ihn speisten, den Küchenzettel kritisierte und sich nichts gefallen ließ. Als einst zwei fremde Bettelkinder am Pfarrhaus schellten und wir ihnen das Almosen brachten und im Spaß zuriefen: »In Weindorf ist's Betteln nicht Mode,« da jammerte[182] die gute Pfarrerin: »Das hättet ihr nicht sagen sollen, die nehmen's jetzt gewiß übel und kommen nimmer.« Schade, daß sie nicht erlebt hat, wie leicht versöhnlich die Bettelleute unsrer Tage in diesem Punkte sind!

So fern der Pfarrer von allem Sektenwesen war, so hielt er doch die »Stillen im Lande«, die Pietisten seines Orts, die er als seine besten Bürger rühmte, hoch in Ehren und vermied neben all der schlichten Geradheit seines Wesens alles, was ihnen Anstoß geben konnte. Es wurde einst der Geburtstag des jüngsten Töchterleins gefeiert; ihre Freundinnen aus der Stadt hatten ein sehr rührendes moralisches Stück aus Weißes »Kinderfreund« einstudiert, um sie zu überraschen. Die Pfarrerin hörte von dem Plan und bat uns freundlich, die Aufführung in der Stadt zu veranstalten: »Wißt ihr, Kinder, um des schwachen Bruders willen!« So zogen denn die Pfarrtöchterlein zur Stadt; die Aufführung gelang vortrefflich: der edelmütige Töffel und das bescheidene Dortchen kamen zu Ehren, die stolzen Edelmannskinder wären um ein Haar ertrunken, und die hochmütige Frau von Grünthal besserte sich; hernach zogen Schauspieler und Publikum hinüber über Neckar und Wiesen ins freundliche Pfarrhaus und verzehrten dort gemeinsam einen Kessel voll Reisbrei mit Zucker und Zimt; das Fest war gefeiert, und der »schwache Bruder« blieb geschont.

Das Dorf hatte sich durch strenge Altgläubigkeit von jeher ausgezeichnet. Als früher längere Zeit bei Taufen die übliche Frage: »Widersaget ihr dem Teufel?« usw. verbannt war, wandten sich die Weindörfer bei jeder Taufe ans Konsistorium mit der Bitte, sie nach der alten Formel vollziehen lassen zu dürfen. Der ewigen Bittschriften müde, ermächtigte das Konsistorium den betreffenden Dekan, diese Erlaubnis zu geben, was dieser dem Pfarramt mit den lakonischen Worten mitteilte: »Einem verehrlichen Pfarramt wird kund gemacht, daß die Weindörfer den Teufel von nun an beim hiesigen Dekanatamt zu sechsunddreißig Kreuzer Sportel haben können.«

Alles Weltgeräusch und Getümmel, alle Zänkereien und[183] Streitigkeiten, aller kindische Neid, die tausenderlei Eifersuchten, die sonst zumeist in kleinen Kreisen das Leben bewegen und verderben, waren für unser Pfarrhaus nicht vorhanden. An dieser seligen Genügsamkeit, an diesem herzlichen Wohlmeinen glitten alle die Stacheln des Lebens unvermerkt ab, und keine Sorge für die Zukunft fand Raum. Wenn auch der Pfarrer mit den Freunden die Zeitereignisse besprach, zu tief konnte man nicht in Kombinationen oder Befürchtungen eingehen, denn in getroster Zuversicht schaute das freundliche Gesicht der Pfarrfrau drein: »Gebt nur acht! Ich meine, es wird schon alles wieder recht und gut werden.«

Die Liebe des Paares erhielt sich in immergrüner bräutlicher Frische, ohne allen sentimentalen Anflug hatte sie eher etwas Kindliches. Nach dreißigjähriger Ehe betrachtete die Pfarrerin ihren Liebsten noch mit demselben strahlenden Entzücken wie an jenem Weihnachtsabend, wo er als Vikar ihr sein wertes Selbst zur Bescherung angeboten, was sie ohne lange Bedenkzeit angenommen hatte. Wie die zärtlichste Braut begleitete sie ihn mit ihren Blicken, wenn er ohne sie das Haus verließ, solange sie ihn vom Fenster aus sehen konnte, oder harrte seiner Rückkehr; begleitete sie ihn auf einem Gang, von dem sie früher als er umkehrte, so suchte sie sorgsam seine Fußstapfen auf, um in diesen zurückzugehen. Sie war unerschöpflich in neuen Benennungen für ihn: »Du Glücklichmacherle«, »du Gottlobunddankmannle« usw. Auch hielt sie's für gar keine Verletzung ihrer Frauenwürde, wenn sie ihrem Mann, so oft ihr's einfiel, die Hand hinstreckte: »Ich dank' dir eben recht schön, daß du mich genommen hast.« Auch hat sie der Pfarrer darum gar nicht geringer geschätzt, sondern hoch und wert gehalten als sein Kleinod, und ihre Zärtlichkeit mit reichem Maße zurückgegeben, wenn er gleich menschlichem Ansehen nach etwas bärenhaft dreinschaute.

Mit Studien und Lektüre hat die gute Pfarrerin sich nicht viel geplagt, aber sie hatte mit hellem und harmlosem Blick ins Leben gesehen; ihr Buch waren das Herz und die Gedanken ihres Mannes, und darin hatte sie nicht vergebens gelesen; es[184] hat niemand klassische oder ästhetische Bildung bei ihr vermißt. Ihr häusliches Glück und die Vortrefflichkeit ihres Mannes bildeten ein unerschöpfliches Gesprächsthema für sie, mit dem sie wunderbarerweise andre nie ermüdete, weil man sich selbst in das Element dieses Glücks wie in eine warme Lebensluft versetzt fühlte. Auch hätte sie die Seligkeit, in deren Besitz sie sich so reich fühlte, gern aller Welt gegönnt; nie hat der heilige Ehestand eine feurigere Lobrednerin gehabt als sie; ein junges Ehepaar, ein zärtliches Brautpaar zu sehen, war ihr eine recht innerliche Herzenserquickung.

Es wachten auch in diesem glücklichen Hause alte, lang' eingerostete Herzen wieder auf, und manchem im Alltagsschlendrian verknöcherten Ehepaar fiel es im Bereich dieser überströmenden Liebe auf einmal ein, sich auch in der Zwischenzeit wieder die Hand oder einen Kuß zu geben, was sonst nur jährlich dreimal, an Weihnachten und an den beiderseitigen Geburtstagen vorkam. Das junge leichtfertige Volk freilich, das lachte oft recht von Herzen ob dieser alten Bräutlichkeit; tat aber ganz, als ob's daheim wäre, schlug vom Zimmer aus Nüsse vom Baum, plünderte den Garten, solange es etwas zu plündern gab, erzählte sich Geschichten in der Rosenlaube und zog jederzeit vergnügt und befriedigt heim, von der Pfarrfamilie und dem zuvorkommenden Azor begleitet bis an das Ufer des Flusses, der Stadt und Dorf trennt.

Noch ein stilles, freundliches Element weilte in der traulichen Hinterstube, die ehrwürdige Mutter des Pfarrers, recht ein Bild eines frommen, friedlichen Alters; ihr zur Seite ihre vielgeschäftige Tochter, die sorgsame Tante Klara, der schaffende Genius des Hauses, die Geheimrätin bei allen Staats- und Hausaffären, die Bildnerin der heranwachsenden Töchter. Denn auch ein Paar junge lebendige Blüten waren dieser glücklichen Verbindung entsprossen, zwei rosige Töchter, des freundlichen Hauses lieblicher Schmuck. Die eine wuchs heran als rastlos tätige Martha, zu beständigem Erstaunen der ruhigen Mama, um dereinst als tüchtige Pfarrfrau eine zweite, noch reichlicher illustrierte Auflage des elterlichen Glücks zu veranstalten.[185] Die zweite, ein zartes, anmutiges Blümchen, war nicht für die Erde bestimmt; im schönsten Alter jungfräulicher Blüte schlossen sich ihre sanften blauen Augen für die Erde. Das freundliche Kind hatte wohl nie geahnt, daß sie den ersten schweren Kummer über das freudenhelle Elternhaus bringen sollte. – Aber auch deine männliche Gestalt, du guter Pfarrherr, lehnt nicht mehr am Fenster, von bläulichen Wolken umwallt.

In ein freundliches Pfarrhaus wollte ich euch führen; so laßt uns leise die Türe schließen, ehe es dunkel wird darin!

Quelle:
Ottilie Wildermuth: Ausgewählte Werke. Band 1, Stuttgart, Berlin und Leipzig 1924, S. 178-186.
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