Duernen

[154] Duernen werden in der Buchdruckerei zwei Bogen genannt, deren Seiten so gestellt sind, daß die Bogen ineinander gefleckt werden müssen, um das richtige Fortlaufen des Textes zu erzielen.

Es ist diese Art der Seitenstellung, die im ersten und zweiten Jahrhundert des Buchdruckes allgemein verbreitet und wohl von den Gewohnheiten der Abschreiber auf die Drucker übergegangen war, heute nur noch in Ausnahmefällen, z.B. um ein einfaches Durchheften zu ermöglichen, üblich. Steckte man in der angegebenen Weise drei, vier, fünf oder sechs Bogen ineinander, so hießen sie Triternen, Quaternen, Quinternen, Sexternen.

A.W. Unger.

Quelle:
Lueger, Otto: Lexikon der gesamten Technik und ihrer Hilfswissenschaften, Bd. 3 Stuttgart, Leipzig 1906., S. 154.
Lizenz:
Faksimiles:
Kategorien:
Ähnliche Einträge in anderen Lexika