Gärspund

[233] Gärspund, Vorrichtung zur Verhinderung des Luftzutrittes zu gärenden Flüssigkeiten.[233]

In der Weinkellerwirtschaft ist der sogenannte hydraulische Gärspund sehr gebräuchlich. Er besteht aus einer lotrecht in den Faßspund eingesetzten Röhre, die von einem mit Wasser gefüllten ringförmigen Gefäße umgeben ist. Ueber das Rohr ist ein Gefäß gestülpt, dessen Rand in das Wasser hineinragt. Die aus dem Fasse entweichende Kohlensäure gelangt zunächst in dieses Gefäß, von da in das Sperrwasser, durch das sie in die Luft entweicht. Der automatische Gärspund von Bersch dient vorwiegend zum Spunden von Bier und besteht aus einem unter beliebigen. Druck zu Heilenden Ventil, mit dem Flüssigkeiten unter bestimmtem Druck mit Kohlensäure gesättigt werden können.

H. Herzfeld.

Quelle:
Lueger, Otto: Lexikon der gesamten Technik und ihrer Hilfswissenschaften, Bd. 4 Stuttgart, Leipzig 1906., S. 233-234.
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