Sublimation

[395] Sublimation, der direkte Uebergang aus dem festen in den gasförmigen Zustand.

Dieser Uebergang findet zwar stets, aber meist nur sehr langsam statt, da der Dampfdruck fester Körper selbst beim Schmelzpunkt meist sehr klein ist. Ist der Dampfdruck jedoch so groß, daß er noch unterhalb der Schmelztemperatur des festen Stoffes den Betrag von 1 Atmosphäre erreicht, so kann ein solcher Stoff bei gewöhnlichem Druck durch Erhitzen nicht geschmolzen werden, da er sich vorher rapid verflüchtigt (wobei die latente »Sublimationswärme« gebunden wird). – Als sublimierbar bezeichnet man jedoch nicht nur diese Körper, sondern überhaupt diejenigen bei gewöhnlicher Temperatur festen, deren Schmelzen bei erreichbaren Temperaturen ihren Siedepunkt haben. – Ein ohne Schmelzen sublimierender Körper ist feste Kohlensäure (Sublimationspunkt –80°, wo Dampfdruck = 1 Atmosphäre, Schmelzpunkt = –65°); Jod, Schwefel, Naphthalin, Kampfer, Quecksilberchlorid (= Sublimat), die als sublimierbar bekannt, schmelzen unterhalb ihres Siedepunkts.

Abegg.

Quelle:
Lueger, Otto: Lexikon der gesamten Technik und ihrer Hilfswissenschaften, Bd. 8 Stuttgart, Leipzig 1910., S. 395.
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Theorie der Sublimation

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