πεσσός

[604] πεσσός, , att. -ττός, 1) der länglich runde Stein im Brettspiel; gew. im plur., πεσσοῖσι ϑυμὸν ἔτερπον, Od. 1, 107; Pind. frg. 95, 4; Her. 1, 94; Eur. Med. 68; πεσσῶν ἡδομένους μορφαῖσι πολυπλόκοις, I. A. 196; πεττῶν ϑέσις, Plat. Rep. I, 333 b; vgl. Ath. I, 16 f. Auch das Brett zum Spiele hieß so, sonst πεττόν und ἀβάκιον; οἱ πεσσοί auch = der Ort, wo im Brett gespielt wird, und das Spiel selbst, gew. πεσσεία; vgl. Eur. Med. 67. – Sprichwörtlich πεττῶν δίκην δεῠρο κἀκεῖ τὰς κοινὰς ἐννοίας μετατιϑείς, Plut. adv. Stoic. 20. – 2) ein länglich runder Körper aus Wolle, Seide, Leinwand, Gummi u. dgl. verfertigt, mit Heilmitteln gemischt od. bestrichen u. in den After od. andere hohle Theile des Leibes gesteckt, Medic. – Auch längliche Bleikugeln, ἐκ μολύβδου, App. Mithrid. 31. – 3) in der Baukunst ein viereckiger Untersatz unter den Stützen der Schwibbogen, Strab. u. Sp.

Quelle:
Wilhelm Pape: Handwörterbuch der griechischen Sprache. Braunschweig 31914, Band 2, S. 604.
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