Biographie

Marcus Tullius Cicero
Marcus Tullius Cicero

106

3. Januar: Marcus Tullius Cicero wird in Arpinium geboren.


102

Der Bruder Quintus wird geboren. Die Familie siedelt nach Rom über.


90

Cicero beginnt eine Ausbildung als Anwalt und erhält Unterricht bei griechischen Philosophen.


81

Der junge Cicero hält seine ersten Gerichtsreden.


79

Es beginnt eine mehrjährige Reise nach Athen und Rhodos, wo Cicero entscheidende philosphische und rhetorische Anregungen empfängt. Durch Phaedrus wird er mit der epikureischen Philosophie, durch Philon von Larissa mit den Lehren der neueren Akademie und durch Diodotos mit dem Stoizismus bekannt.


75

Cicero beginnt die Ämterlaufbahn und wird Quästor in Lilybaeum auf Sizilien.


70

In Rom führt Cicero den Prozeß gegen Verres, der ihn bekannt macht.


69

Cicero wird Mitglied des Senats.


63

Cicero wird Konsul. Die Verschwörung des Catilina wird durch Eingreifen Ciceros aufgedeckt und niedergeschlagen.


58

Der politische Einfluß Ciceros ist im Schwinden begriffen. Caesar und Pompeius herrschen heimlich, nachdem sie sich mit Crassus zum ersten Triumvirat verbunden haben. Zuletzt treibt ein offener Angriff des Volkstribunen Clodius ihn ins Exil. Cicero flüchtet aus Rom nach Dyrrhachium und Thessalonike.


57

Cicero darf nach Rom zurückkehren, bleibt aber ohne politischen Einfluß.


56

Zwischen Cicero und Caesar gibt es eine freundschaftliche Annäherung.

Cicero beginnt sein staatsphilosophisches Werk »De re publica« (Über die beste Staatsform) in sechs Büchern, von denen große Teile erhalten sind.

Auch andere philosophische Werke entstehen in der Zeit des Rückzugs aus der aktuellen Politik. »Über das höchste Gut und das größte Übel« und »Gespräche in Tuskulum« erörtern ethische Themen, »Das Wesen der Götter« und andere religionsphilosophische Schriften schließen sich an. Persönlich gefärbt sind »Laelius oder Über die Freundschaft« und »Cato oder Über das Alter«. Erst Cicero hat die lateinische Sprache auf das Niveau philosophischer Reflexion gehoben.


51

»De re publica« ist vollendet.

Cicero wird Prokonsul in der Provinz Kilikien.


49

Nach seiner Rückkehr bricht der Bürgerkrieg aus. Cicero steht auf der Seite des Pompeius.


48

Pompeius wird bei Pharsalos geschlagen. Cicero wartet bis Herbst 47 in Brindisi auf die Amnestierung durch Caesar.


44

Caesar wird ermordet. Vergeblich wirbt Cicero für eine Wiederherstellung der Senatsherrschaft. Gegen den neuen Usurpator Marc Anton hält Cicero die berühmten »Philippischen Reden«.

Cicero ist einer der bekanntesten Redner aller Zeiten, 58 Reden sind beinahe vollständig erhalten. Dazu verfaßte er Schriften über das Reden wie »Brutus« oder »Orator«.


43

7. Dezember: Cicero wird von Untergebenen des Marc Anton auf der Flucht ermordet.


Lektürehinweise

K. Büchner, Cicero. Bestand und Wandel seiner geistigen Welt, Heidelberg 1964.

W. Görler, Untersuchungen zu Ciceros Philosophie, Heidelberg 1974.

Buchempfehlung

Hoffmann, E. T. A.

Die Serapionsbrüder

Die Serapionsbrüder

Als Hoffmanns Verleger Reimer ihn 1818 zu einem dritten Erzählzyklus - nach den Fantasie- und den Nachtstücken - animiert, entscheidet sich der Autor, die Sammlung in eine Rahmenhandlung zu kleiden, die seiner Lebenswelt entlehnt ist. In den Jahren von 1814 bis 1818 traf sich E.T.A. Hoffmann regelmäßig mit literarischen Freunden, zu denen u.a. Fouqué und Chamisso gehörten, zu sogenannten Seraphinen-Abenden. Daraus entwickelt er die Serapionsbrüder, die sich gegenseitig als vermeintliche Autoren ihre Erzählungen vortragen und dabei dem serapiontischen Prinzip folgen, jede Form von Nachahmungspoetik und jeden sogenannten Realismus zu unterlassen, sondern allein das im Inneren des Künstlers geschaute Bild durch die Kunst der Poesie der Außenwelt zu zeigen. Der Zyklus enthält unter anderen diese Erzählungen: Rat Krespel, Die Fermate, Der Dichter und der Komponist, Ein Fragment aus dem Leben dreier Freunde, Der Artushof, Die Bergwerke zu Falun, Nußknacker und Mausekönig, Der Kampf der Sänger, Die Automate, Doge und Dogaresse, Meister Martin der Küfner und seine Gesellen, Das fremde Kind, Der unheimliche Gast, Das Fräulein von Scuderi, Spieler-Glück, Der Baron von B., Signor Formica

746 Seiten, 24.80 Euro

Im Buch blättern
Ansehen bei Amazon

Buchempfehlung

Große Erzählungen der Hochromantik

Große Erzählungen der Hochromantik

Zwischen 1804 und 1815 ist Heidelberg das intellektuelle Zentrum einer Bewegung, die sich von dort aus in der Welt verbreitet. Individuelles Erleben von Idylle und Harmonie, die Innerlichkeit der Seele sind die zentralen Themen der Hochromantik als Gegenbewegung zur von der Antike inspirierten Klassik und der vernunftgetriebenen Aufklärung. Acht der ganz großen Erzählungen der Hochromantik hat Michael Holzinger für diese Leseausgabe zusammengestellt.

390 Seiten, 19.80 Euro

Ansehen bei Amazon