Biographie

Moses Mendelssohn
Moses Mendelssohn

1728

17. August: Moses Mendelssohn wird als Moses Dessau in der Stadt Dessau geboren. Er ist Sohn eines jüdischen Lehrers und Großvater von Felix Mendelssohn Bartholdy.

Er erhält eine Ausbildung als Rabbiner bei dem Dessauer Rabbiner David Fränkel.

1742

Mendelssohn kommt nach Berlin und widmet sich einem autodidaktischen Sprachen- und Philosophiestudium.

1750

Mendelssohn wird Hauslehrer und anschließend Buchhalter bei dem Seidenwarenfabrikanten Bernhard. Nach dessen Tod wird er Teilhaber und schließlich Leiter des Handlungshauses.

1754

Es beginnt eine Freundschaft mit Gotthold Ephraim Lessing, der ihm im »Nathan« ein Denkmal setzt.

Durch Lessings Vermittlung wird Mendelssohn Mitarbeiter an der von Nicolai herausgegebenen »Bibliothek der schönen Wissenschaften«.

1755

»Philosophische Gespräche«.

»Briefe über die Empfindungen«.

1757

»Betrachtungen über die Quellen und die Verbindungen der schönen Künste und Wissenschaften«.

1764

Die »Abhandlung über die Evidenz in den metaphysischen Wissenschaften« wird von der Berliner Akademie preisgekrönt.

1767

In »Phädon, oder über die Unsterblichkeit der Seele« kommentiert Mendelssohn ausführlich den Dialog Platons und leitet in der dem gesunden Menschenverstand verpflichteten Manier Wolffs die Unsterblichkeit ab.

1769

Anläßlich der Bekehrungsversuche Lavaters setzt sich Mendelssohn für das Judentum ein und verteidigt es.

1770

Wichtiges Schreiben an Lavater in diesem Zusammenhang.

1771

Mendelssohn wird in die Berliner Akademie gewählt, aber wegen seiner jüdischen Abstammung von Friedrich II. nicht bestätigt.

1780

Es beginnt die Arbeit an »Die fünf Bücher Mose«.

1783

»Jerusalem, oder über die religiöse Macht und Judenthum«.

1785

»Morgenstunden, oder Vorlesungen über das Dasein Gottes«.

1786

4. Januar: Mendelssohn stirbt in Berlin.

Posthum erscheint »Moses Mendelssohn an die Freunde Lessings«. In dieser Schrift aus dem Umfeld des sogenannten Pantheismusstreits verteidigt Mendelssohn den Aufklärer Lessing gegen den seitens Jacobi erhobenen Vorwurf des »Spinozismus«, d.h. eines verkappten Atheismus.


Lektürehinweise

J. H. Schoeps, Moses Mendelssohn, Königstein 1979.

M. Albrecht, Moses Mendelssohn. 1729-86. Das Lebenswerk eines jüdischen Denkers der deutschen Aufklärung, Weinheim 1986.