Gleiches

1. Das Gleiche sucht sich, das Rechte findet sich. – Körte, 2168; Simrock, 3684; Braun, I, 837.


2. Ein Gleiches und Ungleiches machen ein Gerades. – Eiselein, 241; Simrock, 3695; Braun, II, 509.


3. Es gibt mehr Gleiches als Liebes.

Holl.: Men vindt meer gelijks dan geliefds. (Harrebomée, I, 225.)


[1719] 4. Gleiches bey gleichem. – Henisch, 1646, 23.


5. Gleiches gebüret (gebiert) gleiches. – Henisch, 1646, 28; Petri, II, 340; Simrock, 369.

Lat.: Par pari referre. (Terenz.) (Faselius, 192; Wiegand, 707.) – Par pari respondere. (Plautus.) (Binder II, 2472.)


6. Gleiches hat keinen hass oder neyd. – Henisch, 1646, 25; Petri, II, 340.


7. Gleiches ist gern bey gleich. – Henisch, 1646, 31.

In Venetien sagt man: Jedes Gleiche zieht sein Gleiches an. In Polen: Der Gleiche kommt zum Gleichen.

Frz.: Chacun cherche son semblable. (Gaal, 733; Leroux, II, 197.)

It.: Ogni simile appetisce il suo simile. (Gaal, 733.)

Lat.: Semper adest similis simili, licet undique vilis. (Gaal, 734.)

Ung.: A hasonló hasonlóhoz örömest adja magát. (Gaal, 733.)


8. Gleiches suchet sich, gleich oder recht find sich. – Petri, II, 340; Henisch, 1099.


9. Gleichs begegnet gleichem. – Franck, II, 165a; Henisch, 1646, 20; Gruter, I, 44; Petri, II, 340; Eiselein, 241.

Lat.: Ad similem deus adducit similemque paremque. – Similia similibus. (Eiselein, 241.)


10. Gleichs für gleichs. – Gruter, I, 44; Petri, II, 340; Blum, 535; Siebenkees, 228; Eiselein, 240; Reinsberg III, 53.

It.: Qual asino da in parete, tal riceve. (Gaal, 737.)


11. Wenn zwei das Gleiche sagen, so ist es nicht das Gleiche. – Steiger, 323.


12. Wer gleiches widernimbt, der ist ein Barmhertziger Schalck. – Lehmann, 521, 20.


*13. Gleiches mit Gleichem vergelten. – Braun, I, 839.

Lat.: Par pari datum hostimentum, opera pro pecunia. (Plautus.) (Faselius, 192.)


[Zusätze und Ergänzungen]

14. Gleiches wiederum ist die beste Bezahlung.


15. Wo Alle Gleiches tragen, kann der Einzelne nicht klagen.

Lat.: Ferre quam sortem patiuntur omnes nemo recusat. (Philippi, I, 154.)

Quelle:
Karl Friedrich Wilhelm Wander (Hrsg.): Deutsches Sprichwörter-Lexikon, Band 5. Leipzig 1880, Sp. 1354.
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