Heste

1. Magre Heste, sorte Pötte, danske Präste. (Holst.)

D.h. magere Gäule, schwarze Töpfe (ein beliebtes in Jütland verfertigtes Küchengeschirr) und dänische Pfaffen. Dies erhält, wie das Sprichwort sagt, der Schleswig-Holsteiner aus dem Norden, von den Dänen, hungerleiderische Beamte, ungerechte Rescripte und andere derartige Geschenke. Es wird damit auf der einen Seite der Widerstand gegen die Verdänung, auf der andern die Hinneigung zu dem Süden, d.i. zu Deutschland, woher man Gewinn und Bildung empfängt, ausgedrückt. (Vgl. Grenzboten, Bd. 15, Hft. 2, S. 37.)


2. Wat vum Hest gebuoren äs, blîft Filen. (Siebenbürg.-sächs.) – Schuster, 179.

Quelle:
Karl Friedrich Wilhelm Wander (Hrsg.): Deutsches Sprichwörter-Lexikon, Band 2. Leipzig 1870, Sp. 626.
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