Mäuschen

1. Dat Müsche hat e Stätzche krêge (kriegt). (Aachen.)

Die Sache hat wichtige Folgen gehabt, ist gegen Vermuthen ausgefallen; man ist übel weggekommen. Stätzche von Statz (= Starz), der Schwanz eines Thieres, Schweif, auch Stiel, Starz.

Holl.: Dat muisje heeft een staartje.


2. Mäuschen, gib Acht auf dein Schwänzchen!

Durch Vernachlässigung einer Kleinigkeit können oft die nachtheiligsten Folgen entstehen.


3. Mûske dûn, Kôrnke bötter. – Frischbier2, 2587.


4. Wun det Mîsske sad äs, äs det Méel bäter. (Siebenbürg.-sächs.) – Schuster, 209.


[547] *5. Dass dich das Mäuschen (er-)beisse! (S. ⇒ Mäuslein 17.)


*6. De hett 'n Muske dervan pîpen hört. – Kern, 778.

Er ist mit der Sache nicht ganz unbekannt.


*7. Mein Mäuschen.

Zärtlichkeitsausdruck. (S. ⇒ Täubchen.)

Lat.: Gaudent praenomine molles auriculae. (Horaz.) (Binder II, 135.)


[Zusätze und Ergänzungen]

*8. Müseken besliken. – Dähnert, 315a.

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Quelle:
Karl Friedrich Wilhelm Wander (Hrsg.): Deutsches Sprichwörter-Lexikon, Band 5. Leipzig 1880, Sp. 1596.
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