Mausen

1. Es will alles mausen, was von Katzen kommt. – Winckler, I, 18.


2. Mause und miaue nicht.

Bei Tunnicius (1224): Muse unde mauwe nicht. (Prende lupum tacite, mures venare latenter.)

Holl.: Muust wael ende en mauwet niet. (Prov. comm., 157.)

Lat.: Prende ferventer mures abs voce latenter.


3. Vom Mausen wird keine Katze fett.


4. Wenn man maussen will, muss man nicht mautzen. – Lehmann, 712, 30.


5. Wer mausen will, dem kann man mit Gesetzen nicht alle Löcher verstopffen. – Petri, II, 734.


6. Wer selber mausen kann, dem steht auch keine Katze an.


7. Wer selbst mausen kan, der darf keiner Katz. – Lehmann, 120, 10; Simrock, 6979.


*8. Der maust wie ein (Nacht-)Rabe. – Klix, 46.


*9. Mausen ohne mauen.


[Zusätze und Ergänzungen]

*10. Wir haben falsch gemauset.

Wir haben uns geirrt, sind auf einer unrichtigen Fährte gewesen. (Klein, Froschweiler Chronik des Jahres 1870, Nördlingen 1877.)


Quelle:
Karl Friedrich Wilhelm Wander (Hrsg.): Deutsches Sprichwörter-Lexikon, Band 3. Leipzig 1873.
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