Tröpflein

1. Ein tröpfflein hilfft dem andern. – Petri, II, 230.


2. Ein Tröpflein rührt ein Aederlein.

Lat.: Ex vite vita. (Chaos, 1100.)


3. Es müste einer viel tröpfflein haben, wer einen bösen Sack rein waschen wolt. – Petri, II, 290.


4. Jetzt noch ein Tröpflein in Honorum Trinitatis, sagte der Mönch beim letzten Humpen. – Klosterspiegel, 78, 17.


5. Klein Tröpfflein füllen endlich einen grossen Topff. – Herberger, Hertzpostille, II, 271.


6. So viel Tröpfli im Räge, so viel Fätzli im Schnee, so viel Sand am Meer glüge, so viel Glück und so viel Säge will euch Gott der Höchste gê. (Aargau.) – Sutermeister, 12.


7. Viel Tröpflein machen Wasser. – Gaal, 1619; Sailer, 76.

Dän.: Mange draaber gjør en bæk. (Prov. dan., 410.)

Engl.: Many drops make a shower. (Gaal, 1619.)

Frz.: Un peu d'aide fait grand bien.


8. Viel Tröpfli git au es Schöpfli. – Sutermeister, 128.

Quelle:
Karl Friedrich Wilhelm Wander (Hrsg.): Deutsches Sprichwörter-Lexikon, Band 1. Leipzig 1867, Sp. 1337.
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