verto (archaist. vorto), vertī (vortī), versum (vorsum), ere (altind. vártatē, er dreht sich, got. waírÞan, ahd. werdan, werden), nach einer anderen, bes. nach der entgegengesetzten Richtung kehren, wenden, drehen, umkehren, ...
verso (vorso), āvī, ātum, āre (verto), I) frequ. = viel-, oft drehen, hin und her drehen, -wenden, -wälzen, herumdrehen, wenden, wälzen, A) eig. u. übtr.: 1) eig.: a) übh.: ...
vorto , s. verto.
ā-verto (āvorto), vertī (vortī), versum (vorsum), ere, ab-, hinweg-, fortwenden, -drehen, -lenken usw., abwendend entfernen, I) eig.: A) im allg.: te volo, uxor, colloqui: quor ted avortisti ...
2. versus (vorsus), ūs, m. (verto), das Umwenden; dah. meton.: I) als t.t. des Landbaues: 1) (v. Umwenden des Pfluges) die Furche, Colum. u. Plin. – 2) ...
vertex (vortex), icis, m. (verto, eig. was sich dreht od. gedreht wird; dah.) der Wirbel, I) der Wirbel des Wassers (Flusses usw.), Strudel, a) eig., Liv., Verg. u ...
ē-verto (ēvorto), vertī (vortī), versum (vorsum), ere, I) etw. aus seiner Lage-, Stellung wenden, -werfen, d.i. A) aus dem Gelenk drehen, verdrehen, cervices, Ter. heaut. 372: flexus eversi, ...
vermis , is, m. (verto), der Wurm, I) eig., Lucr. u. Plin.: ligni vermis, der Holzwurm, Serv. Verg. georg. 1, 256 als Erklärung von termes (tarmes): vermis Indiacus, qui est corniger ...
1. versus , a, um, Partic., I) von verro, w.s. – II) von verto, w.s.
āvorto , s. ā-verto.
ad-verto (ad-vorto), vertī, (vortī) versum (vorsum), ere, hinkehren, hinrichten, hinwenden, hindrehen (Ggstz. avertere), I) körperl. Objj.: a) übh.: se in plateam, Ter.: agmen urbi, Verg., ei parti, Curt. ...
dē-verto (altlat. dē-vorto), vertī (vortī), versum (vorsum), ere, I) tr. ab-, wegwenden, -kehren od. anderswohin kehren od. wenden, a) im Aktiv: acies (die Truppen), ...
re-verto (revorto), vertī (vortī), versum (vorsum), ere, u. revertor (revortor), versus (vorsus) sum, vertī (vortī), I) umkehren, zurückkehren, zurückkommen, a) eig.: ex itinere, Cic.: ex Asia, Iustin.: ...
in-verto , vertī, versum, ere, umwenden, umkehren, umdrehen, I) eig.: A) im allg.: in locum anulum, umwenden u. so wieder an seine Stelle rücken (so daß der Ringkasten oben war), Cic.: alveus navium inversus ...
versūra (vorsūra), ae, f. (verto), das Drehen, Wenden, I) eig. u. meton.: A) eig.: foliorum, Varro: ab huius loci versura, Varro LL. – B) meton.: 1) als t.t. ...
vertīgo , inis, f. (verto), das Drehen, Herumdrehen, Wenden, I) eig. u. übtr.: 1) eig.: assidua caeli, Ov.: venti, Sen.: rotae figulinae, Cael. Aur.: rotarum, Prud.: equestres turmas lascivas vertigines docuit ...
ob-verto (vorto), vertī (vortī), versum (vorsum), ere, entgegen - od. gegen etwas hinkehren, -drehen, -wenden, I) act.: arcus in alqm, Ov.: fenestras in aquilonem, Plin.: navem, Cic. fr ...
dī-verto (dī-vorto), vertī (vortī), ere, I) intr. auseinander gehen, nach einer entgegengesetzten Richtung sich abwenden, abgehen, scheiden, sich trennen, von dem die Schule verlassenden Schüler (um einen Beruf zu ergreifen), ut a ...
seorsus , a, um (st. sēvorsus, v. sē u. vorto od. verto), besonder, von anderen getrennt, abgesondert, vocabulum, Cato fr.: studia, Auson. – Dav. Adv. seorsus u. seorsum ...
re-vorto , revortor , s. re-verto.
Buchempfehlung
Die keusche Olympia wendet sich ab von dem allzu ungestümen jungen Spanier Cardenio, der wiederum tröstet sich mit der leichter zu habenden Celinde, nachdem er ihren Liebhaber aus dem Wege räumt. Doch erträgt er nicht, dass Olympia auf Lysanders Werben eingeht und beschließt, sich an ihm zu rächen. Verhängnisvoll und leidenschaftlich kommt alles ganz anders. Ungewöhnlich für die Zeit läßt Gryphius Figuren niederen Standes auftreten und bedient sich einer eher volkstümlichen Sprache. »Cardenio und Celinde« sind in diesem Sinne Vorläufer des »bürgerlichen Trauerspiels«.
68 Seiten, 4.80 Euro
Buchempfehlung
Romantik! Das ist auch – aber eben nicht nur – eine Epoche. Wenn wir heute etwas romantisch finden oder nennen, schwingt darin die Sehnsucht und die Leidenschaft der jungen Autoren, die seit dem Ausklang des 18. Jahrhundert ihre Gefühlswelt gegen die von der Aufklärung geforderte Vernunft verteidigt haben. So sind vor 200 Jahren wundervolle Erzählungen entstanden. Sie handeln von der Suche nach einer verlorengegangenen Welt des Wunderbaren, sind melancholisch oder mythisch oder märchenhaft, jedenfalls aber romantisch - damals wie heute. Michael Holzinger hat für den zweiten Band eine weitere Sammlung von zehn romantischen Meistererzählungen zusammengestellt.
428 Seiten, 16.80 Euro