XIV. An den Mond. (1831.) O lieblichklarer ... ... Bild Damals vor meinem Blick; denn leidvoll war Mein Leben, wie noch heut und alle Zeit, O mein geliebter Mond. Und doch erfreut mich Erinnrung; denn ich zähle gern, wie alt ...
VII. An den Frühling oder Ueber die Mythen der Alten. ... ... Luft Gestöhne Der unglücksel'gen Nymphe irrer Geist, Den Liebesgram und hartes Schicksal bannten Aus zartem Leibe. Durch die hohlen Klüfte ... ... Fremd und nichts wissend von den eignen Kindern, Sie auferzieht zur Trübsal: Leih du ein Ohr ...
XIX. An den Grafen Carlo Pepoli. (1826.) Den schweren, unruhvollen Schlummer, den Wir Leben nennen, wie erträgst du ... ... Müssiggang. Der fleiß'ge Haufe, Den hinterm Pflug, im Garten, bei den Heerden Das stille Frühroth wie ...
XXVIII. Den alten Herrn, mir lieb so als ... ... das freye Walten Der Grausame mir ganz, den ich verklage, Durch den ich Leid gleich süßer Lust ertrage. ... ... zu fliegen gab ich ihm die Schwingen In den erschaffnen Dingen, Die den, der sie erkennt, zum Schöpfer heben. ...
... vertrau' ich ganz, der ich ihr Wehe Den Tagen jammernd künde und den Nächten. Wenn Römer je gedächten, Nach ... ... Nun Höhlen sind, wo Räuber finster schreiten, Die jedem Besseren den Eingang wehren, Und zwischen nackten Bildern und Altären Des finstern Aufruhrs ...
Vierzehntes Sonett. Mir träufeln bittre Thränen von den Wangen, Angstvoll beginnt der Seufzer Sturm zu wehen, Geschieht es, daß nach euch die Augen sehen, Durch die allein der Welt ich bin entgangen. Wahr ist's, es muß mein ...
Acht und achtzigstes Sonett. So will ich denn, Sennuccio, dir entfalten Die Kunde meines Lebens, meiner Wehen: – Noch glüh' ich und vergeh', wie sonst geschehen, Mich lenket Laura; doch es bleibt beym Alten. Demüthig bald, bald ...
... Sonett. Ich geh' und weine den vergangnen Tagen, Die ich verbracht, hangend an ird'schen Dingen, ... ... , und, war mein Stehen Eitel, ich schönen Hingang doch empfahe. Den wenig Tagen, so mir noch ersehen, Sey deine Hand und meinem ...
Dreyhundert und viertes Sonett. Den Bothen meyn' ich stündlich zu erkunden, Den mir die Herrinn, mich zu rufen, sendet; So bin ich inn- und außen umgewendet, Und in nicht vielen Jahren so geschwunden, Daß ich mich ...
Zweyhundert und vierzigstes Sonett. Glücklicher Geist, den oft ich sehe kehren, In Schmerzensnacht mich tröstend zu umfangen Mit Augenglanz, nicht durch den Tod verhangen, Geschmückt vielmehr mit überird'schen Ehren, Wie freu' ich ...
Sieben und achtzigstes Sonett. Sie war mir, die mein Herz trägt in den Blicken, Da, wo ich liebesinnend saß, erschienen; Vom Sitz da sprang mit scheuen, bleichen Mienen Ich auf, ihr meine Ehrfurcht auszudrücken. Mein Leid durchschauend, ließ ...
... Ist's Lieb' um Gott! was ist denn diese eben? Ist's gut, wie mag es Tod und Schmerzen ... ... bös, warum so süß dann jede Plage? Glüh' ich freywillig, wo denn her die Klage? Ist's wider Willen, was denn frommt mein Beben? O freudenreiches Weh, o ...
... und Schatten drücket Die Höh'n; du nimmst den Tag mit dir; entrücket Trägst du hinweg, wonach zumeist ... ... Und großer Lorbeer schoss't aus kleinen Sprossen, Wächset und nimmt den Augen, weil ich spreche, Den süßen Hinblick auf die sel'ge ...
Einhundert neun und fünfzigstes Sonett. Den Geist ich mit so edler Speise nähre, Daß Nektar und Ambrosia ... ... , wohin, von Amors Regen, Von zweyen Süßigkeiten so ich zehre. Denn jene Stimme, so die Gunst errungen Des Himmels selbst, so ...
Zweyhundert vier und sechszigstes Sonett. Die Sonne, die den Weg zum Himmelreiche Mir wies, zu gehn mit ruhmeswerthem Schritte, Kehrend zur höchsten Sonn', in Steines Mitte Verschloß mein Licht und ihres Kerkers Leiche. Drum einem Thier des Waldes ich nun ...
Zweyhundert sechs und fünfzigstes Sonett. Seh' nach den Jahren ich, zurückgewendet, Die in die Flucht mich schlugen im Enteilen, Die Flammen todt, so Gluth und Frost ertheilen, Die qualenvolle Ruhezeit geendet, Der Liebestäuschung Glauben mir entwendet, Und ...
... neun und zwanzigstes Sonett. Der Tod zerriß den Knoten, der seit Jahren, Seit ein ... ... neuem Zunder andre Gluth entzunden, Und nur mit Müh' entrann ich den Gefahren. Und war nicht ersten Kummers langes Wissen, War ich ... ... der Tod entrissen, Zersprengt das Netz, erlöscht, zertheilt die Flamme, Den weder Kraft noch Klugheit überwindet.
Zweyhundert acht und neunzigstes Sonett. Denk' ich an ihn, den jetzt der Himmel ehret, Den holden Blick, an goldnen Hauptes Beugen, An Antlitz, an der Engelstimme Neigen, Die Luft mir gab, nun Gram im Herzen nähret; Dann ...
... und neunzigstes Sonett. So weit den Blick der Himmel klärt' hienieden, So weit mir hoben Lieb' ... ... Gebeth mir spendet, Nur Tröpflein war's aus unermess'nen Meeren. Denn Geist und Wort an einer Gränze endet; Wenn starr die ...
... Ich mache dir Angst davor, damit du hinwieder den Männern mit den klugen Streichen, die ich dich gelehrt habe, Angst ... ... Pippa: Was haben sie denn davon, wenn jemand vor ihnen den Hut zieht? Nanna: ... ... hatte, das Volk anzusehen, das mit aufgerissenen Augen den Todessprung erwartete, den die unglückliche Königin, die ein besseres ...
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