... und fünfzigstes Sonett. Laß, Amor, uns, zu sehn, was uns entzücket, Dinge, neu und erhaben, stille ... ... freundlicher Höhen So holder Art sie Fuß und Augen schicket; Das Gras, der Blumen tausendfarb'ger Schimmer, ... ... alten Eichbaum ausgestreuet, Flehn, daß der schöne Fuß sie rühr' und drücke. Und wie ...
Achtzigstes Sonett. Cäsar, als in Egyptenland des bösen Verräthers Hand das theure Haupt ihm brachte, Die ... ... Und Hannibal, zum Untergang erlesen, Als ihm so lästig sich das Schicksal machte, Inmitten all' der ...
... Siebentes Sonett. Am Fuß der Hügel, wo das Prachtgeschmeide Der Erdenglieder Donna einst ... ... verlangen, Und keine Furcht je mocht' uns da befangen, Daß irgend etwas uns den Weg verleide. Doch haben wir in diesem Jammerstande, Zu dem man uns geführt aus heiterm Leben, Und für den Tod noch einen ...
Zweyhundert und neuntes Sonett. Wer sehn will, was hier unter uns gewähren Natur und Himmel, komme sie zu sehen, Erwählt, nicht mir nur sonnig aufzugehen, Den Blinden auch, die keine Tugend ehren. Und komme bald; denn, die ...
... ein und dreyßigstes Sonett. Was thust, was denkst du, daß du nur nach Tagen Zurücke ... ... ) sie sind hier nirgend zu erfragen. Ach! nicht erneue, was uns Tod bereitet! Von irren Wahngebilden sey geschieden, Festes gesucht, was uns zum Glück geleitet; Zum Himmel auf, gefällt ...
... fünf und neunzigstes Sonett. Süß, köstlich, theures Pfand, das mir entwendet Natur, dem nun ... ... wohl huldreiche Seelen Manchmahl erfreut, was Andre Leides tragen, Daß Amor sich aus seinem Reich muß stehlen. Der du mich ...
Zweyhundert acht und fünfzigstes Sonett. Wie neid' ich, geiz'ges Land, dich, das umfließe Sie, deren Anblick mir nunmehr entrungen, Das mir die schönen Mienen abgedrungen, Wo Frieden ich nach jedem Kampf begrüßet! ...
Torquato Tasso Befreites Jerusalem (La Gerusalemme liberata)
XII. Das Unendliche. (1831.) Lieb war mir ... ... , und hier Die laute Stimme; und des Ew'gen denk' ich, Der todten Zeiten und der gegenwärt'gen ... ... ihres Lärms. Und so Im uferlosen All versinkt mein Geist, Und süß ist mir's, in ...
Giovanni Boccaccio Das Dekameron (Il Decamerone)
Das Paradies
Pietro Aretino Die Gespräche des göttlichen Pietro Aretino (Ragionamenti)
Des Dichters Vorwort an die Leser. Die ihr, wie sie durch ... ... mein Herz ich nährte, Als mich der Jugend erster Wahn bethörte, Als anders war, als jetzt, zum Theil mein Leben, – Wechselndem Styl ... ... Munde Das Mährlein lange war, und solch Bekenntniß Macht, daß beschämt ich drob in mir ...
... denkend, Erseufzten sie: O rafft' uns hin das Schwert, Nicht Schnee und Eis, und stürben wir für dich ... ... Spur Im graus'gen Meer von Schnee, ist aus den Höhlen Das Wild zum Fraß gekommen, ... ... nur von fern sich dürfte dir vergleichen? Ist's mit uns aus für immer? Wird der Schmach ...
... Also zerstört das Schicksal Ein Antlitz auch, das uns das lebensvollste Abbild des Himmels schien. O ew'ges ... ... unser Ohr Ein Mißton schlägt, verschwindet Das Paradies, das uns entzückt zuvor. Wie kannst du, ...
... 'ginn Sitze, Die, thronend auf der Spitze, Das Göttlichste und uns're höchste Tugend. Wie Gold geläutert in ... ... wohl auch Andere beschweren. Du kennst uns nun; laß deinen Spruch uns hören!« – Mein Feind ... ... war denn die Erbitt'rung voll der Gallen, Süßer als Alles, was die Andern bringen! ...
... allein am Fenster weilte, Erschien so viel des Neuen meinen Blicken, Daß mir von: bloßen Sehn Ermattung dräute. ... ... So ein' und andre Seite Des edlen Wilds mit scharfem Biß zernagen, Daß todt zur Erd' es ... ... Blüthen, Der wie ein Baum aus Eden mich entzückte; Aus seinem Schatten kamen süße Lieder, ...
... Wenn von den eignen Händen Uns solches kommt, wer soll uns Heil gewähren? Wohl zeigte ... ... überwunden Ist lediglich durch unsre Schuld uns worden! Ist dies das Land nicht, das zuerst ich schaute? Das Nestlein, so mich hegte, Um ...
... heil'gen Sohlen. Denn, was so schön erfunden, Den Himmel muß mit seinem Glanz es ehren ... ... holden Wangen, Die von des Himmels Wonnen Und seinem Reichthum Zeugniß uns gegeben! Das Paradies hält ihre Seel' umfangen. Der Schleyer ... ... , wann sie entgegen So schöner uns, so herrlicher wird blühen, Als ew'ge Schönheit irdscher vorzuziehen ...
... vermocht, mit Singen Zu sänftigen so Haß, als Zornes Neigen, Das stürmische Gemüth zur Ruh zu bringen, ... ... seinen Sehnen Vernehm' in leisen Tönen Das Wort, das mich, was Liebe sey, gelehret! Die Zung' ... ... , da sich der Tod so streng erwiesen, Das Netz, das ich so ungern ließ, zerrissen, ...
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Das bahnbrechende Stück für das naturalistische Drama soll den Zuschauer »in ein Stück Leben wie durch ein Fenster« blicken lassen. Arno Holz, der »die Familie Selicke« 1889 gemeinsam mit seinem Freund Johannes Schlaf geschrieben hat, beschreibt konsequent naturalistisch, durchgehend im Dialekt der Nordberliner Arbeiterviertel, der Holz aus eigener Erfahrung sehr vertraut ist, einen Weihnachtsabend der 1890er Jahre im kleinbürgerlich-proletarischen Milieu.
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1799 schreibt Novalis seinen Heinrich von Ofterdingen und schafft mit der blauen Blume, nach der der Jüngling sich sehnt, das Symbol einer der wirkungsmächtigsten Epochen unseres Kulturkreises. Ricarda Huch wird dazu viel später bemerken: »Die blaue Blume ist aber das, was jeder sucht, ohne es selbst zu wissen, nenne man es nun Gott, Ewigkeit oder Liebe.« Diese und fünf weitere große Erzählungen der Frühromantik hat Michael Holzinger für diese Leseausgabe ausgewählt.
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