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Schaben
Die S. (Blattodea) sind eine Ordnung der Insekten mit unvollständiger Verwandlung (hemimetaboler Entwicklung).
Schach
S. (von persisch: Schah, für “König” – daher die stehende Metapher: “das königliche Spiel”) ist ein strateg. Brettspiel, bei dem zwei Spieler abwechselnd Spielfiguren auf einem Spielbrett bewegen. Ziel des Spiels ist es, die als König bezeichnete Spielfigur des gegner. Spielers so anzugreifen, dass diesem keine Abwehr durch das Schlagen (Entfernen) der angreifenden Figur, durch das Schützen des Königs mit Hilfe einer eigenen Figur oder durch das Ausweichen des Königs auf ein nicht angegriffenes Feld mehr möglich ist. Eine solche Stellung wird Schachmatt genannt (vom Arabischen aš-šāh māta = der Schah ist gestorben) u. bedeutet das Ende des Spiels mit dem Sieg des mattsetzenden Spielers.
Schachnovelle
Die S. wurde zwischen 1938 u. 1941 von Stefan Zweig im brasilian. Exil geschrieben. Es ist sein letztes u. zugleich bekanntestes Werk. Die Erstausgabe erschien am 7. Dezember 1942 in Buenos Aires in einer limitierten Auflage von 300 Exemplaren. Im Stockholmer Exilverlag von Gottfried Bermann Fischer wurde das Werk im Dezember 1943 dem europ. Publikum zugänglich gemacht.
Schächten
Das S. oder Schechita (hebräisch schlachten) ist das rituelle Schlachten von Tieren, insbesondere im Judentum u. im Islam. Bezweckt wird das möglichst rückstandslose Ausbluten des Tieres, da der Genuss von Blut sowohl im Judentum als auch im Islam verboten ist. Die Tötung erfolgt im Judentum unbetäubt; im Islam ist eine elektr. Betäubung nach bestimmten Rechtsschulen zulässig. Mittels eines speziellen Messers mit einem einzigen großen Schnitt quer durch die Halsunterseite, in dessen Folge die großen Blutgefäße sowie Luft- u. Speiseröhre durchtrennt werden, wird das Tier getötet.
Schachweltmeister
Der Titel S. ist die höchste Auszeichnung im Schachspiel, die – in der Regel – nach vorausgehenden Qualifikationsturnieren u. schließlich durch einen Zweikampf um die Schachweltmeisterschaft vergeben wird. Als erster offizieller S. gilt der Österreicher Wilhelm Steinitz nach seinem Wettkampfsieg gegen Johannes Hermann Zukertort im Jahr 1886. Bei den Damen wurde die Tschechoslowakin Vera Menchik 1927 erste Schachweltmeisterin der Geschichte. Amtierender Weltmeister bei den Herren ist der Inder Viswanathan Anand, bei den Damen die Chinesin Xu Yuhua.
Schädel
Als S. (lateinisch cranium von griechisch κρανίον krānion) werden die Knochen des Kopfes bezeichnet. Der nachfolgende Bereich des Skeletts wird entspr. als “Postcranium” (Postcranialskelett) bezeichnet. Intrakraniell bedeutet “im S. gelegen”.
Schädel-Hirn-Trauma
Als S. (auch SHT) bezeichnet man jede Verletzung des Schädels mit Hirnbeteiligung, aber keine reinen Schädelfrakturen oder Kopfplatzwunden. Wegen der Gefahr von Hirnblutungen muss jeder Patient mit S. (auch "nur" Gehirnerschütterung) in ein Krankenhaus zur Beobachtung.
Schadensersatz
Unter S. (auch Schadenersatz, ohne Fugen-S) versteht man den Ausgleich eines Schadens, den jemand gegen oder ohne seinen Willen durch eine andere Person oder Sache erlitten hat. Ein Schaden setzt nicht voraus, dass der Schädiger etwas erlangt.
Schadstoffschlüssel
Der S. ist der im Fahrzeugschein eingetragene Schlüssel für die Abgasnorm eines Kraftfahrzeugs. In alten Fahrzeugscheinen vor dem 1. Oktober 2005 sind es die letzten beiden Ziffern der Schlüsselnummer zu 1 in der ersten Zeile. In den neuen Papieren steht die Zahl unter Punkt 14.1.
Schafe
Die S. (Ovis) sind eine Gattung der Ziegenartigen. Neben dem Hausschaf gehören dazu wilde S. wie der Europäische Mufflon u. das Dickhornschaf. S. sind mit den Ziegen eng verwandt u. werden manchmal mit diesen in einer gemeinsamen Gattung vereint.
Schaffhausen
S. (abgeleitet von althochdeutsch scaffa = das Schiff; frz. Schaffhouse, ital. Sciaffusa, altdt. Scaphusun, scherzhaft griech. Probatopolis) ist eine polit. Gemeinde u. die Hptst. des Kantons S. in der Schweiz. S. ist mit einer Bevölkerung von rd. 34.000 Ew. die größte Gemeinde des Kantons.
Schaffrath, Michaela
Michaela Schaffrath (* 6. Dezember 1970 in Eschweiler im Rheinland als Michaela Jänke) ist eine dt. Schauspielerin. Bekannt wurde sie als Pornodarstellerin unter dem Pseudonym Gina Wild.
Schafkopf
Der S. ist in seiner heutigen Gestalt als Bayerisch(er) S. eines der beliebtesten u. verbreitetsten Kartenspiele Bayerns u. der Pfalz. Er gilt als Kulturgut u. Teil der (bayerischen) Lebensart. S. wird in Bayern mit dem Bayerischen Blatt, einer Variante des Deutschen Blatts gespielt. In Franken auch mit dem verwandten fränk. Blatt. Außerhalb Bayerns sind auch dt. oder angloamerikan. Varianten des Französischen Blatts in Gebrauch.
Schafott
Das S. (Blutgerüst; franz.: Échafaud, engl.: Scaffold) ist eine erhöhte Richtstätte für Hinrichtungen.
Schakal
S. ist eine Bezeichnung für einen Wildhund, der von wolfsähnlicher Gestalt, aber deutlich kleiner ist. Normalerweise fasst man unter diesem Namen drei afroasiat. Arten der Gattung Canis zusammen: Goldschakal (Canis aureus, am weitesten verbreitet), Schabrackenschakal (Canis mesomelas) u. den Streifenschakal (Canis adustus).
Schall
S. (von althochdeutsch scal) bezeichnet allg. das Geräusch, den Klang, den Ton, den Knall (Schallarten), wie er von Menschen u. auch von Tieren auditiv wahrgenommen werden kann. S. stellt die Ausbreitung von kleinsten Druck- u. Dichteschwankungen in einem elast. Medium (Gase, Flüssigkeiten, Festkörper) dar. Man unterscheidet den Nutzschall, wie Musik oder die Stimme beim Gespräch, u. den Störschall, wie Baustellen- oder Verkehrslärm.
Schalldämpfer
Ein S. ist eine Vorrichtung zur Verminderung von Schallemissionen. Der geläufigste S. ist der in einem Kraftfahrzeug, der das Auspuffgeräusch verringert. Weniger bekannt ist der Einsatz in Rohrleitungen u. Medienführungen der Gebäudetechnik. Hier werden z. B. in Lüftungsleitungen sog. Telefonieschalldämpfer eingesetzt. Es gibt verschiedene Bauarten von Schalldämpfern, die aufgrund verschiedener Wirkungsmechanismen die erzeugte Schallleistung verringern. In der Regel werden Absorptionsdämpfer oder Interferenzdämpfer eingesetzt.
Schalldämpfer (Waffe)
Ein S. ist im Bereich der Waffentechnik eine Vorrichtung zur Verminderung von Schallemissionen bei Schusswaffen. S. werden vor allem bei Spezialeinheiten von Militär oder Polizei sowie zur Jagd in bewohntem Gebiet (Parkjäger, Stadtjäger) eingesetzt.
Schalldruck
Der S., Formelzeichen p (engl. "pressure" – Druck), ist in der Tontechnik u. in der Akustik die wichtigste Schallfeldgröße.
Schalldruckpegel
Der S. ist ein logarithm. Maß zur Beschreibung der Stärke eines Schallereignisses. Er gehört zu den Schallfeldgrößen. Häufig wird der S., obwohl dann physikalisch nicht eindeutig, auch einfach Schallpegel genannt.
Schallgeschwindigkeit
Die S. c (für lat. celeritas = Eile, Schnelligkeit) ist die Geschwindigkeit, mit der sich Schallwellen in einem beliebigen Medium (üblicherweise in Luft) ausbreiten. Es ist die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Schalls, die nicht mit der Schallschnelle v zu verwechseln ist. Die SI-Einheit der S. ist Meter pro Sekunde (m/s). Die S. wird in der Regel mit c = 343 m/s (1234,8 km/h) für 20 °C in Luft angegeben.
Schallplatte
Eine S. ist eine runde, in der Regel schwarze Scheibe, auf der Töne aufgezeichnet sind. Die Schallsignale sind in einer spiralförmig zum Mittelpunkt der Platte verlaufenden Rille gespeichert, deren Rillenwand entspr. der Amplitude des Schallsignals ausgelenkt ist. Sie werden bei der Wiedergabe mit einem Tonabnehmer abgetastet, darin in mechanische u. danach in elektr. Schwingungen verwandelt, die über einen Lautsprecher wiedergegeben werden.
Schalmei
Die S., auch Schalmay, Schalmey, Ciaramella, Kalamaia, Pommer, ist ein Holzblasinstrument mit Doppelrohrblatt u. konisch gebohrter Röhre. Die S. stammt von der orientalischen Zurna ab u. taucht im Mittelalter in Europa auf. Neben der Wiedergabe von Musik aus Mittelalter u. Renaissance wird die S. vereinzelt auch bei Folk u. moderner Musik eingesetzt.
Schalotte
Die S. (Allium ascalonium), auch Edelzwiebel, Askalonzwiebel, Eschalotte oder Eschlauch, ist ein Speise- u. Würzgemüse aus der Familie der Zwiebelgewächse (Alliaceae). Der Name leitet sich vom Mittelmeerhafen Askalon her, von wo aus die S. mit den Kreuzfahrern nach Europa kam.
Schalter (Elektrotechnik)
Ein S. ist eine Baugruppe, die eine elektrisch leitende Verbindung herstellt oder trennt. Genaugenommen arbeitet ein Schalter immer rastend nach dem Alles-oder-Nichts-Prinzip, genau wie ein Taster, der bei Wegnahme der Betätigungskraft allerdings in den Ausgangszustand zurückgeht. In der Praxis hat sich der Begriff S. oder Schaltgerät als Oberbegriff für beide Geräteklassen etabliert.
Schaltjahr
S. (lat. annus bissextus), Schaltmonat u. Schalttag sind Zeiträume, die in der Kalenderrechnung in den Ablauf des normalen Kalenders eingeschaltet werden, um den auf ganzzahliger Basis aufgebauten Kalender mit den unrunden exakten Werten der zugrundeliegenden astronom. Größen in Einklang zu bringen. Diesen Vorgang nennt man die Interkalation des Kalendersystems oder Einschaltung. Ein S. hat 366 Tage. Heute, im Zeitalter der Atomzeitmessung, muss gelegentlich eine Schaltsekunde eingefügt werden, um die Zeit der mittleren Sonnenzeit anzugleichen.
Schaltnetzteil
Ein S. (SNT, auch SMPS von engl. switched-mode power supply) oder Schaltnetzgerät ist eine elektron. Baugruppe, die eine unstabilisierte Gleichspannung in eine Gleichspannung eines anderen Niveaus umwandelt. Im Gegensatz zum Spannungsregler weist ein S. einen hohen Wirkungsgrad auf.
Schaltplan
Ein S. (auch Schaltbild) ist in der Elektrotechnik u. Elektronik die grafische Darstellung einer Schaltung. Sie berücksichtigt nicht die reale Gestalt u. Anordnung der Bauteile, sondern ist eine abstrahierte Darstellung der elektrischen Funktionen u. der Stromverläufe. Hierfür werden Symbole verwendet. Hinzu kommt ein Bezeichnungsystem, bei dem jedes Bauteil einer Gruppe zugeordnet wird u. schließlich eine Identifikationsnummer erhält. Referenzangaben ermöglichen das schnelle Auffinden innerhalb des Plans. Diese Pläne entstehen zu Beginn des Entwurfes einer Anlage, eines Gerätes oder einer Baugruppe u. werden später auch für Reparaturen u. Wartungen benötigt.
Schaltzeichen
Ein S. ist ein in einem Schaltplan der Elektrotechnik verwendetes, standardisiertes, graph. Symbol für Bauelemente, Bauteile, Geräteteile, Geräte u. Leitungen innerhalb einer elektr. Schaltung. Durch die Reduktion, die ein solches S. mit sich bringt, kann die Schaltung einfacher erstellt u. wesentlich einfacher u. schneller erfasst werden.
Schamane
Der Begriff S. bezeichnet einen Menschen, der im Mittelpunkt des religiösen u. kulturellen Phänomens des Schamanismus steht. Er ist somit das Pendant zum Priester. Er wird von den Gläubigen als Medizinmann oder Zauberer angesehen u. soll in seinen Trance-Reisen Kontakt mit einer postulierten "Welt der Geister" ermöglichen können. Das Wort Schamane stammt vermutlich aus dem Sanskrit, bzw. aus dem tungusischen šaman (ša = wissen, šaman = der Wissende). Eine weitere Theorie stellt einen Bezug zum mandschurischen samarambi her, das “um sich schlagen” oder “sich empören” bedeutete.
Schamanismus
Eine allg. anerkannte Definition von S. gibt es bisher nicht. Man versteht darunter üblicherweise ein religiös-mag. Phänomen, das seit Ende des 17. Jh. von Europäischen Reisenden bei verschiedenen indigenen Völkern Sibiriens u. Inner-Asiens beobachtet u. beschrieben wurde. Im 20. Jh. wurde der Begriff von diesem kulturellen Raum abstrahiert u. auf ähnl. Erscheinungen weltweit übertragen. Die immer noch weit verbreitete Annahme, der S. stelle die religiöse Praxis der Steinzeit dar, beruht auf Vorstellungen des 19. Jh. u. bleibt letztlich spekulativ. Zentrale Figur des S. ist der Schamane/die Schamanin, die eine Mittlerrolle zwischen diesseitiger u. jenseitiger Welt einnehmen u. ihre bes. Fähigkeiten zum Wohl ihrer Gemeinschaft einsetzen. Als wesentl. Elemente der schaman. Praxis gelten die Interaktion mit Geistwesen, Trance bzw. Ekstase (veränderte Bewusstseinszustände) u. das Motiv der Seelenreise.
Schambein
Das S. (lat. Os pubis) ist ein winkelförmiger Knochen u. Teil des Beckens. Es ist beidseitig vorhanden, wobei beide Schambeine in der Mittellinie durch die Schambeinfuge (Symphysis pubica) – einer faserknorpeligen Verbindung – verbunden sind, damit sich die Beckenknochen geringfügig zueinander bewegen können. Nach vorn-oben ist das S. mit dem Darmbein (Os ilium) u. nach unten (bei Tieren nach hinten) mit dem Sitzbein (Os ischii) knöchern verwachsen.
Schamgefühl
Das dt. Wort Scham leitet sich ab von althochdeutsch scama bzw. angelsächsisch scamu. “Scham” (lat. pudendum = “das, wessen man sich schämen sollte”) bedeutete neben “S.” auch “Beschämung” oder “Schande”. Der Gegenbegriff ist die “Schamlosigkeit”.
Schamhaar
Mit S. (Pubes) oder Intimbehaarung wird die Behaarung der männlichen u. weibl. Geschlechtsorgane u. der angrenzenden Region bezeichnet, die sich mit Beginn der Pubertät als Teil der Körperbehaarung u. somit als sekundäres Geschlechtsmerkmal herausbildet. Bezeichnend für den Zeitpunkt der Schamhaarbildung ist auch die etymologische Herkunft des Wortes Pubertät. Das Wort leitet sich von lat. pubes ab, was Scham bedeutet.
Schamhaarentfernung
Die S. ist die vollständige oder partielle Entfernung des Schamhaars im Intimbereich eines Mannes oder einer Frau.
Schamlippen
Die S., eingedeutscht von lat. Labia pudendi (labium = Lippe; pudendum = “Scham”), sind Teil der äußeren weibl. Geschlechtsorgane, die in ihrer Gesamtheit als Vulva bezeichnet werden. Beim Menschen u. den anderen Primaten unterscheidet man die Labia majora pudendi (große S.) u. die Labia minora pudendi (kleine S.). Bei den anderen Säugetieren gibt es nur ein Paar S. (Labia pudendi oder Labia vulvae), die den kleinen S. entsprechen.
Schamlippenpiercing
Ein Schamlippenpiercing ist ein Piercing im Intimbereich der Frau und kann sowohl in den inneren als auch in den äußeren Schamlippen getragen werden. Beide Varianten werden oft paarweise, also auf beiden Seiten, gestochen. Je nach Anatomie können auch mehrere Piercings in einer Reihe (Venom-Piercing) gestochen werden. Der Piercingschmuck sollte eine Stärke von mindestens 3,2 Millimetern aufweisen, um der Gefahr des Migrierens entgegenzuwirken. Das Gewebe ermöglicht ein einfaches u. zügiges Dehnen. Neben rein ästhet. Anlass werden Schamlippenpiercings oft auch aus fetischen Gründen getragen. Erhältlich ist eine Vielzahl an Schmuckvarianten. Richtig platziert kann er sowohl bei der Trägerin als auch beim Sexualpartner stimulierend wirken.
Schamlippenverkleinerung
S. (auch Schamlippenplastik oder Schamlippenkorrektur) bezeichnet in der Regel die chirurg. Reduzierung, Remodifizierung oder Entfernung der inneren (kleinen) Schamlippen. Auch an den äußeren (großen) Schamlippen oder dem Venushügel sind operative Veränderungen möglich, werden jedoch eher selten durchgeführt.
Schamoni, Rocko
Rocko Schamoni (* 8. Mai 1966 in Lütjenburg, eigentl. Tobias Albrecht, weitere Pseudonyme King Rocko Schamoni, Bims Brohm, IBM Citystar, Mike Strecker u. Silvio Strecker) ist ein dt. Entertainer, Musiker, Autor, Schauspieler, Clubbetreiber u. festes Mitglied des Comedy Ensembles Studio Braun.
Schandmaul
S. ist eine deutschsprachige Mittelalter-Folk-Rock-Live-Band aus dem Umland von München.
Scharapowa, Maria
Maria Jurjewna Scharapowa (Мария Юрьевна Шарапова, wiss. Transliteration Marija Jur'evna Šarapova; * 19. April 1987 in Njagan) ist russ. Tennisspielerin u. Fotomodell.
Schärfentiefe
Der als S. bezeichnete Schärfebereich ist die Ausdehnung des Bereichs im Objektraum eines abbildenden optischen Systems, der auf der Bildebene hinreichend scharf abgebildet wird. Das bedeutet, ein Objekt kann im Bereich der S. bewegt werden, ohne dass sein Bild auf der Bildebene merklich unscharf wird.
Scharfrichter
Der S. (der mit der Schärfe des Schwertes richtende), ein bes. Beruf, vollstreckt seit dem MA die Todesstrafe; heute synonym dazu wird die Bez. Henker verwendet (ursprünglich der Vollstrecker einer Hinrichtung durch “Henken”).
Scharfschütze
Als Scharfschützen werden Soldaten bezeichnet, die durch selektiven, gezielten Schusswaffeneinsatz ihren Kampfauftrag bzw. Einsatzzweck erreichen. Eine prinzipiell ähnl. Rolle kommt den Präzisionsschützen bei Polizei u. Antiterror-Einheiten zu.
Scharfschützengewehr
Scharfschützengewehre, auch Präzisionsgewehre oder -büchsen, sind meist langläufige Gewehre, die dazu konzipiert wurden, Ziele in großer Entfernung mit wenigen, aber effektiven Schüssen zu treffen, im Idealfall ein Schuss, ein Treffer. Scharfschützengewehre werden hauptsächlich im militärischen u. polizeidienstl. Bereich eingesetzt, um ein großes Gebiet abzusichern ohne entdeckt zu werden, beispielsweise bei großen Veranstaltungen. Der Finale Rettungsschuss wird oft mit diesen Gewehren aufgrund der hohen Präzision durchgeführt. Aber auch Jäger u. Wildhüter können für weite offene Flächen solche Gewehre besitzen.
Schari'a
Die S., eingedeutscht Scharia (im Sinne von “Weg zur Tränke”, “deutlicher, gebahnter Weg”; auch: “religiöses Gesetz”, “Ritus”; abgeleitet aus dem Verb “den Weg weisen, vorschreiben (auch Gesetz)” ist das religiös legitimierte, unabänderl. Gesetz des Islam. Die Pluralform, bezeichnet alle einzelnen darin enthaltenen Vorschriften.
Scharlach (Krankheit)
Der S. ist eine akute Infektionskrankheit, die vor allem im Kindesalter von 4 bis 7 Jahren auftritt. Im Gegensatz zu vielen anderen “Kinderkrankheiten” kann man mehrfach an S. erkranken.
Scharm El-Scheich
S. E. ist eine bekannte Touristenhochburg in Ägypten, die vor allem von Deutschen, Österreichern, Italienern u. Russen besucht wird.
Scharnhorst (1936)
Die S. war ein Schlachtschiff der dt. Kriegsmarine im Zweiten Weltkrieg. Sie wurde nach Gerhard von Scharnhorst benannt, der in Preußen die allg. Wehrpflicht einführte u. für tiefgreifende Reformen der preuß. Armee verantwortlich war. Die S. wurde am 26.12.1943 im Nordmeer nach schwerem Kampf mit zwei brit. Kampfgruppen versenkt.
Scharon, Ariel
Ariel Scharon (* 27. Februar 1928 als Ariel Scheinermann in Kfar Malal in der Scharonebene) ist ein israel. Politiker u. ehem. General. Scharon war Vorsitzender des Likud u. Gründer der Kadima, einmal Landwirtschafts-Min., zweimal Verteidigungs-Min., einmal Außen-Min. u. von 2001 bis 2006 Min.-Präs. Israels. Er liegt seit dem 4. Januar 2006 im Koma.
Schatten
Ein S. ist * ein Raum, der begrenzt wird durch die von einer Lichtquelle abgewandte Seite eines lichtdämpfenden Gegenstandes u. das durch dieselbe Lichtquelle erzeugte ungedämpfte Licht (z.B. Nachtseite der Erde) * das durch die Lichtquelle u. den Gegenstand erzeugte Projektionsbild auf einem weiteren Gegenstand (z. B. Schattentheater).Es ist also in der Regel eine dunklere Fläche (oder ein Schattenraum – “Raum ohne Licht”), die durch einen vor einer Lichtquelle befindlichen Gegenstand verursacht wird.
Schätzing, Frank
Frank Schätzing (* 28. Mai 1957 in Köln) ist ein dt. Schriftsteller. Werke u. a. “Tod und Teufel” 1995; “Der Schwarm” 2004; Nachrichten aus einem unbekannten Universum” 2006.
Schäuble, Wolfgang
Wolfgang Schäuble (* 18. September 1942 in Freiburg im Breisgau) ist ein dt. Politiker (CDU) u. seit 2005 Bundes-Min. des Innern. Von 1984 bis 1989 war er Bundesminister für besondere Aufgaben u. Chef des Bundeskanzleramtes u. hatte von 1989 bis 1991 schon einmal das Amt des Bundesministers des Innern inne. Von 1991 bis 2000 übte er den Vorsitz der CDU/CSU-Bundestagsfraktion aus u. zusätzlich dazu von 1998 bis 2000 den Bundesvorsitz der CDU.
Schauspieler
Als S. bezeichnet man Personen, die mit den Mitteln der Sprache, der Mimik u. Gestik/Pantomimik etwas anderes als sich selbst – in der Regel eine andere Person – leibhaftig verkörpern. Im Alltagsverständnis werden meist solche Personen als S. aufgefasst, die der schauspieler. Tätigkeit regelmäßig (beruflich oder als Hobby), in einem bestimmten institutionellen Rahmen (nämlich in einem Theater oder vor einer Kamera), mit einem künstler. Anspruch sowie auf der Grundlage ausgiebiger Übung oder sogar einer speziellen Ausbildung nachgehen u. sich dabei nach einer vorgeschriebenen Anweisung (Rolle, Drama, Drehbuch) richten. Doch sind alle diese Zusatzbedeutungen des alltägl. Verständnisses keineswegs zwingend.
Scheck
Der S. (auch Cheque) ist ein Wertpapier, das eine unbedingte Zahlungsanweisung eines Kundes eines Kreditinstituts an den Bankier (Bezogener) enthält, an einen Dritten (Begünstiger, Remittent) zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem bestimmten Ort auf Sicht (d. h. gegen Vorlage des Papiers beim Angewiesenen) eine bestimmte Geldsumme zu zahlen. Beim Verrechnungsscheck erfolgt die Zahlung nicht in bar, sondern im Wege der Gutschrift beim Begünstigten.
Scheel, Cornelia
Cornelia Scheel (* 28. März 1963 in München) war Geschäftsführerin der “Deutschen Krebshilfe”. Sie ist die Lebensgefährtin von Hella von Sinnen. Als 1991 ihre Beziehung mit von Sinnen bekannt wurde, verlor sie ihre Stelle, weil die “Deutsche Krebshilfe” negative Schlagzeilen befürchtete. Scheel setzt sich für die Rechte von Lesben u. Schwulen ein.
Scheel, Walter
Walter Scheel (* 8. Juli 1919 in Solingen) ist ein dt. Politiker (FDP). Er war von 1961 bis 1966 Bundes-Min. für wirtschaftl. Zusammenarbeit, von 1969 bis 1974 Bundes-Min. des Auswärtigen u. Stellvertreter des Bundeskanzlers. Nach dem Rücktritt von Bundeskanzler Willy Brandt am 7. Mai 1974 war Scheel neun Tage lang geschäftsführender Bundeskanzler. Von 1974 bis 1979 war er der 4. Bundes-Präs. der BR Deutschland.
Scheibenbremse
Eine S. dient dazu, an einer Drehachse abgenommene kinet. Energie in Wärme umzuwandeln. Sie wird häufig in Fahrzeugen wie Personen- u. Lastkraftwagen, bei der Eisenbahn, aber auch in Maschinen u. Anlagen sowie Flugzeugen eingesetzt, um eine Bewegung abzubremsen oder eine Drehzahl zu reduzieren.
Scheibenwelt-Romane
Die S. sind eine Reihe von humorvollen Romanen von Terry Pratchett, die in der sehr bizarren fiktiven Scheibenwelt spielen. Bisher erschienen 38 Romane, von denen 36 ins Deutsche übertragen wurden.
Scheich
Der S. (auch Sheikh, Shaikh, Shaykh, Schech; “Ältester”, “Greis”) ist ursprünglich das Stammesoberhaupt bei den arab. Beduinen. Der Begriff wird heute häufig als Titel für führende Leute des geistlichen oder geistigen Lebens im arab. Kulturraum eingesetzt, sowohl von Muslimen als auch von Angehörigen anderer Religionen.
Scheidenvorhof
Der S. (Vestibulum vaginae) stellt den Bereich zwischen Vulva u. Scheideneingang dar. Die Grenze zwischen Scheide u. S. ist durch die Mündung der Harnröhre definiert. An dieser Grenze liegt auch das Jungfernhäutchen (Hymen). Der S. wird von den großen u. kleinen Schamlippen bedeckt u. geschützt.
Scheidung
Die S. ist eine formelle, jurist. Auflösung einer Ehe. Geschieden ist neben ledig, verheiratet u. verwitwet einer der vier weltweit üblichen Familienstände, wobei S. nicht in allen Rechtssystemen möglich ist u. die Vorgehensweise sehr unterschiedlich. Daneben gibt es verschiedende Formen der Ungültigkeit der Ehe (Aufhebung, Nichtigkeit, Annullierung) aus formellen Gründen sowie die Trennung ohne Beendigung des Eheverhältnisses. In erweitertem Sinne bezieht sich der Ausdruck S. rechtlich auch auf gleichgeschlechtl. Ehen oder eingetragene Partnerschaften, nicht aber andere Lebensgemeinschaften.
Scheinhinrichtung
S. ist eine Foltermethode, bei der eine Exekution scheinbar durchgeführt wird, es sich also für das Opfer so darstellt, als ob die eigene Hinrichtung unmittelbar bevorstünde. Es handelt sich um eine Form der psych. Folter, bei der das Opfer tatsächl. Todesangst durchlebt.
Scheinleistung
S. ist ein Begriff aus der Elektrotechnik. Sie ist die geometr. Summe aus Wirkleistung u. Blindleistung u. gleichzeitig das Produkt aus den Effektivwerten von Strom u. Spannung.
Scheinschwangerschaft
Es kann sich dabei um eine Wunschneurose, eine Angstneurose oder um die Folgen einer hormonellen Anomalie handeln. Es besteht aber auch die Möglichkeit der Fehlinterpretation von krankhaften Vorgängen durch die Betroffene, wie Fetteinlagerung, Blähungen, Aszites (Bauchwassersucht) oder Fibrome (gutartige Geschwülste). Die schwangerschaftsähnlichen Symptome dieser Störung können sein: Ausbleiben der Menstruation, Erbrechen, Übelkeit, Anschwellen der Brüste incl. Brustwarzen sowie des Bauches. In seltenen Fällen kann es zu einer tatsächlichen Vergrößerung des Uterus kommen sowie zum Einschießen des Kolostrums in die Brust.
Scheinselbständigkeit
Eine S. liegt vor, wenn eine erwerbstätige Person als selbständiger Unternehmer auftritt, obwohl sie von der Art ihrer Tätigkeit her zu den abhängig Beschäftigten (Arbeitnehmer) zählt.
Scheiterhaufen
Der S. (Scheiter: alte Pluralform von Scheit, althochdeutsch scît: Holzstück) ist ein aufgeschichteter Haufen Holz zur Verbrennung eines Toten oder zur Bestrafung eines Verurteilten durch den Feuertod.
Schell, Maximilian
Maximilian Schell (* 8. Dezember 1930 in Wien) ist ein österr. Schauspieler, Regisseur u. Produzent. Hauptdarsteller in “Das Urteil von Nürnberg” (Oscar) 1961; “Das Schloß” 1968 (nach Kafka); “Die Brücke von Arnheim” 1976; “Morgen in Alabama” 1983; “Der Rosengarten” 1990; “Little Odessa” 1994; “Fisimatenten” 2000.
Schellack
S., Tafellack, Plattlack oder Lacca in tabulis ist eine harzige Substanz, die aus Gummilack gewonnen wird. Gummilack selbst wird aus Ausscheidungen der Lackschildlaus Kerria lacca (Pflanzenläuse, Familie Kerridae) nach ihrem Saugen an manchen Pflanzen gewonnen.
Schengen
S. ist eine von 116 Gemeinden im Großherzogtum Luxemburg u. gehört zum Kanton Remich. Der Ort S. ist ein kleineres Winzerdorf an der Mosel im Großherzogtum Luxemburg. Der Ort ist Hauptort der Gemeinde, welche früher Remerschen hieß u. zum 3. September 2006 wegen des hier unterzeichneten Schengener Abkommens in S. umbenannt wurde. Der Ort liegt unmittelbar an dem von Deutschland (Saarland), Frankreich u. Luxemburg gebildeten Dreiländereck.
Schengener Abkommen
Im Übereinkommen von Schengen, besser bekannt als S. A., vereinbarten fünf europ. Staaten, auf Kontrollen des Personenverkehrs an ihren gemeinsamen Grenzen zu verzichten. Das Abkommen ist nach dem luxemburg. Moselort Schengen benannt, wo es 1985 unterzeichnet wurde. Das S. A. wird, nach mehreren Erweiterungen, mittlerweile in 24 Ländern Europas angewandt. Das sind 22 Mitgliedsländer der Europäischen Union (EU) sowie als Nicht-EU-Staaten zusätzl. Island u. Norwegen. Von den EU-Ländern nehmen das Vereinigte Königreich u. Irland nur eingeschränkt am S. A. teil. Bulgarien, Rumänien u. Zypern werden das Abkommen zu einem späteren Zeitpunkt anwenden. Die Schweiz als weiteres Nicht-EU-Mitglied wird voraussichtlich im November 2008 die Grenzkontrollen abschaffen.
Schenk, Heinz
Heinz Schenk (* 11. Dezember 1924 in Mainz) ist ein dt. Showmaster u. Schauspieler. Fernsehunterhaltungssendung “Zum Blauen Bock”.
Schenkelverkehr
Der S. (lat. coitus inter femores – “Geschlechtsverkehr zwischen den Schenkeln”) beschreibt die sexuelle Befriedigung eines Mannes durch Reibung des Penis zwischen den Oberschenkeln einer anderen Person.
Schenkung
Die S. ist nach dt. Schuldrecht eine Zuwendung, durch die jemand aus seinem Vermögen einen anderen bereichert u. beide Teile darüber einig sind, dass die Zuwendung unentgeltlich erfolgt (§ 516 Abs. 1 BGB).
Schere
Eine S. ist ein Werkzeug zum spanlosen Zertrennen oder Einschneiden verschiedener Materialien – meist mittels zweier gegeneinander bewegl. Schneiden.
Scherzinger, Nicole
Nicole Elikolani Prescovia Scherzinger (* 29. Juni 1978 in Honolulu, Hawaii) ist eine US-amerikan. Tänzerin, Sängerin u. Schauspielerin russischer, hawaiischer u. philippin. Herkunft. Sie ist Mitglied der Tanz- u. Musikgruppe The Pussycat Dolls. Neben ihrer musikal. Karriere war sie ebenfalls schon als Schauspielerin tätig.
Scheuermann-Krankheit
Die S., auch Morbus Scheuermann (M. Scheuermann), Adoleszentenkyphose oder juvenile Kyphose, (med. Nomenklatur: Osteochondritis deformans juvenilis dorsi) ist eine Wachstumsstörung der jugendl. Wirbelsäule, welche zu einer schmerzhaften Fehlhaltung führen kann. Es handelt sich um eine asept. Osteochondrose (Knorpel-Knochenerkrankung ohne Beteiligung von Keimen). Männliche Jugendliche sind 4- bis 5-mal häufiger betroffen als weibliche. Der Übergang zwischen Haltungsschwäche u. Normvariante ist fließend. Benannt wurde sie nach ihrem Erstbeschreiber, dem dänischen Röntgenarzt Holger Werfel Scheuermann.
Schia
Die S. (Partei) ist die zweitgrößte Konfession des Islam. Die Anhänger der S., die Schiiten, betrachten Alī ibn Abī Tālib, den Schwiegersohn u. Vetter des Propheten Mohammed, als dessen designierten Nachfolger (Kalif) u. als ihren ersten Imam. Ihrem Glauben nach kann die Prophetennachfolge nur von einem Nachfahren Alis bzw. einem Imam erfolgen, da dieser als einziger göttlich legitimiert sei. In den Jahrhunderten nach dem Tod des Propheten Mohammed u. der politischen Abspaltung der Sunniten wurde außerdem die theologische Lehre der Schiiten in einzelnen Aspekten weiterentwickelt, so dass sich schiitisches Recht heute in Teilen von sunnitischem Recht unterscheidet. Heute stellen die Schiiten ca. 15% der Muslime (Stand 2007, die Spanne in der Literatur reicht von 10 bis 25 Prozent).
Schichtvulkan
Schichtvulkane, auch Stratovulkane (von lateinisch "stratum" = "Schicht") oder Kegelvulkane genannt, sind aus abwechselnden Schichten von Lava u. Lockermassen aufgebaute Vulkane. Man erkennt sie an ihrer relativ steilen, spitzkegeligen Form.
Schicksal
Das S. (von altniederländisch schicksel, “Fakt”), auch Geschick (zu schicken “machen, dass etwas geschieht”, “Faktum”), lat. fatum, griech. moira, arab. qisma(t) (“Kismet”) oder das Los (ahd., mhd. “Omen”, “Orakel”), umfasst ein weites Begriffsfeld dessen, was den Lebenslauf des Menschen darstellt oder beeinflusst: * Einerseits wird als S. eine Art personifizierte höhere Macht begriffen, die ohne menschliches Zutun das Leben einer Person entscheidend beeinflusst. Beispiel: “Das S. meint es gut mit ihr”. * Andererseits versteht man unter S. aber auch die nicht beeinflussbare Bestimmung als persönliches Attribut, das Los eines Menschen oder einer Gruppe von Menschen. In diesem Sinne ist es der Inbegriff unpersönlicher Mächte. Beispiel: “Sie hat ein trauriges S.” * Es gibt aber auch noch eine andere Form von S. Gemeint ist das Veränderbare. Ein Mensch glaubt daran, dass er sein eigenes S. verändern kann, somit ist jeder in dem anderen S. verstrickt.
Schiefe Ebene
Eine S. E. oder geneigte Ebene ist in der Mechanik eine ebene Fläche, die gegen die Horizontale geneigt ist. Sie wird verwendet, um den Kraftaufwand zur Höhenveränderung einer Masse zu verringern. Der Arbeitsaufwand bleibt jedoch unverändert. Die S. E. gehört wie der Flaschenzug u. die Schraube zu den einfachen Maschinen. Anwendungen dieses Prinzips finden sich z. B. bei Serpentinen im Gebirge, Rampen, die im Altertum zur Errichtung von Gebäuden benutzt wurden, Fahrrad- oder Rollstuhlrampen usw. Schrauben lassen sich auch als Zylinder mit einer aufgewickelten schiefen Ebene betrachten. Das Werkzeug Keil nutzt die Prinzipien der schiefen Ebene.
Schiefer
S., von althochdeutsch scivaro (Holz-, Steinsplitter); mittelhochdeutsch schiver(e) (Stein-, Holzsplitter); mittelniederdeutsch schiver (Schiefer, Schindel), ist ein metamorphes Sedimentgestein aus annähernd parallel angeordneten dünnen Schichten, in die es spaltbar ist.
Schiefer Turm von Pisa
Der Schiefe Turm von Pisa (Toskana, Italien) ist das wohl bekannteste schiefe Gebäude der Welt. Die Schieflage des freistehenden Glockenturm für den Dom von Pisa beruht auf dem Untergrund, der sich unter dem Gewicht verformt. Neuesten Ausgrabungen zufolge steht er am Rand einer ehem. Insel direkt neben einem antiken, zur Bauzeit bereits versandeten Hafenbecken. Die Schieflage des Turms beträgt 4,43 Grad. Der Turm wurde zum Wahrzeichen der Stadt. Im Jahre 1987 wurde das aus dem Turm, der benachbarten Kathedrale, dem Baptisterium u. dem Friedhof bestehende Ensemble von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.
Schiele, Egon
Egon Schiele (* 12. Juni 1890 in Tulln an der Donau; † 31. Oktober 1918 in Wien) war ein österr. Maler des Expressionismus. Er zählt neben Gustav Klimt u. Oskar Kokoschka zu den bedeutendsten bildenden Künstlern der Wiener Moderne.
Schielen
Der Ausdruck S. (Strabismus) bezeichnet eine Augenmuskelgleichgewichtsstörung bzw. fehlerhafte motor. Koordination beider Augen. Hierbei weicht die Richtung ihrer Sehachsen bei der Fixation eines Objektes voneinander ab. Ausmaß u. Form dieser Fehlstellung können sehr unterschiedlich sein, sind mit verschiedenen Methoden relativ genau messbar u. ergeben als Resultat einen oder mehrere sog. Schielwinkel. Etwa drei bis fünf Prozent der Bevölkerung sind betroffen. Die Anlage zum S. ist vererbbar.
Schiff
Ein S. ist ein größeres Wasserfahrzeug, das nach dem Archimedischen Prinzip schwimmt. Schiffe sind das wichtigste Transportmittel sowohl für Massengut als auch für Stückgut. Letzteres wird heute vor allem in Containern auf Containerschiffen transportiert. Die größten Schiffe sind Öl-Tankschiffe, die bis über 560.000 tdw (Schiffsladekapazität in englischen "tons"; 1 ton = 1,016 t) DW (engl. deadweight: Tragfähigkeit) oder ca. 100.000 Bruttoregistertonnen messen können. Die Passagierschifffahrt steht seit den 1960er Jahren zunehmend der Konkurrenz des Flugverkehrs gegenüber u. verlagert sich vom reinen Transportmittel mehr zum Bereich der Erlebnisreisen.
Schiffbau
Als S. bezeichnet man die Ingenieurwissenschaft, die sich mit der Entwicklung von Schiffen befasst sowie den Industriezweig, der Schiffe fertigt u. repariert.
Schiffer, Claudia
Claudia Schiffer (* 25. August 1970 in Rheinberg) ist ein dt. Model. S. stand für alle großen Modehäuser auf den Laufstegen von Paris, Mailand u. New York.
Schifffahrt
Unter S. versteht man die Benutzung von Wasserfahrzeugen auf Binnengewässern u. Meeren zu unterschiedl. Zwecken, vor allem zur gewerbsmäßigen Beförderung von Personen u. Gütern. Der Begriff S. ist nicht mit Schiffsfahrt, also einer Fahrt mit einem Schiff, zu verwechseln.
Schilddrüse
Die S. (lat. Glandula thyr(e)oidea) ist eine wichtige Hormondrüse bei den Wirbeltieren u. gehört zu den endokrinen Drüsen. Sie befindet sich bei Säugetieren am Hals unterhalb des Kehlkopfes vor der Luftröhre. Beim Menschen hat sie die Form eines Schmetterlings u. liegt schildartig unterhalb des Schildknorpels vor der Luftröhre, was Anlass für ihre Benennung war. Die Hauptfunktion der S. besteht in der Bildung von Hormonen: den jodhaltigen Schilddrüsenhormonen Thyroxin (T4) u. Trijodthyronin (T3) sowie des Peptidhormons Kalzitonin. Die jodhaltigen Schilddrüsenhormone werden von den Follikelepithelzellen der S. (Thyreozyten) gebildet u. spielen eine wichtige Rolle für den Energiestoffwechsel u. das Wachstum einzelner Zellen u. des Gesamtorganismus. Kalzitonin wird von den parafollikulären oder C-Zellen der S. gebildet. Es hemmt den Knochenabbau durch Einbau von Kalzium u. Phosphat in den Knochen u. durch Hemmung der Osteoklasten, die im aktivierten Zustand zu einer Verminderung der Knochensubstanz führen. Die S. ist Ausgangspunkt für zahlreiche Erkrankungen, die unter anderem zu Störungen des Hormonstoffwechsels führen u. eine Unter- oder Überfunktion der S. (Hypothyreose bzw. Hyperthyreose) hervorrufen können. Der in der westl. Welt häufig vorkommende Jodmangel kann einen Kropf (Struma) hervorrufen.
Schilddrüsenkrebs
Als S. (Schilddrüsenkarzinom, lat. Struma maligna) wird eine bösartige Neubildung der Schilddrüse bezeichnet. Der S. wird in verschiedene Typen unterteilt, von denen der häufigste Typ oft im jungen Erwachsenenalter auftritt. Störende Schilddrüsenknoten sind meistens das erste Symptom. Zur Untersuchung wird neben Ultraschall auch die Szintigraphie angewandt. Die Behandlung besteht aus Operation u. der Radiojodtherapie.
Schildkröten
Die S. (Testudinata, Testudines, ehem. auch Chelonia) sind eine Ordnung der Reptilien (Reptilia) u. erschienen erstmals vor mehr als 250 Millionen Jahren im Keuper (Obertrias). Man unterscheidet knapp 300 Arten mit über 450 Unterarten.
Schildvulkan
Die Bez. S. rührt von der schildartig aufgewölbten Form dieses Vulkantyps her.
Schill, Ronald Barnabas
Ronald Barnabas Schill (* 23. November 1958 in Hamburg) ist ein dt. Jurist u. Politiker. Schill war Gründungsvorsitzender der Partei Rechtsstaatlicher Offensive u. von 2001 bis 2003 Zweiter Bürgermeister u. Innensenator der Freien u. Hansestadt Hamburg.
Schiller, Friedrich
Johann Christoph Friedrich von Schiller, 1802 geadelt (* 10. November 1759 in Marbach am Neckar; † 9. Mai 1805 in Weimar) war ein dt. Dichter, Dramatiker, Philosoph sowie Historiker. Er gilt als der bedeutendste dt. Dramatiker. Viele seiner Theaterstücke gehören zum Standardrepertoire der deutschsprachigen Theater, so u. a. “Die Räuber” 1782, “Kabale u. Liebe” 1784, “Don Carlos 1787, “Maria Stuart” 1801 oder “Wilhelm Tell” 1804. Auch als Lyriker war er ungemein erfolgreich, seine Gedankenlyrik wurde exemplarisch, u. seine Balladen zählen zu den beliebtesten dt. Gedichten. (“Ode an die Freude” 1786, “Die Bürgschaft” 1798, “Das Lied von der Glocke” 1799). Er ist neben Goethe, Wieland u. Herder der wichtigste Vertreter der Weimarer Klassik.
Schillerstraße
S. ist eine Fernsehsendung auf Sat1, die sich der “Improvisationscomedy” (Stegreifkomödie, Improvisationstheater) verschrieben hat. Sie wird ohne Drehbuch vor Publikum aufgezeichnet, jedoch erhalten die Darsteller Stichworte für ihre Aufgaben.
Schilling, Tom
Tom Schilling (* 10. Februar 1982 in Ost-Berlin) ist ein dt. Schauspieler.
Schilling & Graebner
Die Dresdner Firma S. & G. war ein gemeinsames Architekturbüro der miteinander assoziierten Geschäftspartner Rudolf Schilling u. Julius Graebner. Das bedeutendste Werk der Architekten ist wohl die Christuskirche in Dresden-Strehlen, die als erster moderner Kirchenbau Deutschlands nach der Überwindung des Historismus gilt.
Schily, Otto
Otto Georg Schily (* 20. Juli 1932 in Bochum) ist Rechtsanwalt u. ein dt. Politiker (SPD). Von 1998 bis 2005 war er Bundesminister des Innern.
Schimmelpilz
Als Schimmelpilze fasst man in der Mikrobiologie eine systematisch heterogene Gruppe von filamentösen Pilzen (Fungi) zusammen, die in der Mehrzahl zu den taxonom. Gruppen der Ascomyceten (Schlauchpilze) u. Zygomyceten (Jochpilze) gehören. Die große Mehrzahl der Schimmelpilze führt ein eher unauffälliges Dasein als Saprobiont. Dagegen sind einige Schimmelpilzarten, z. B. Tabakblauschimmel, meldepflichtige Pflanzenkrankheiten oder haben aufgrund ihrer Lebensweise in bestimmten ökolog. Nischen für den Menschen bes. Bedeutung als Human-Parasiten (z. B. Aspergillus fumigatus), Erzeuger von Pilzgiften in verdorbenen Lebensmitteln (z. B. Aflatoxine u. Patulin), aber auch als Nahrungsmittel-Veredler (z. B. als charakterist. Zutat der Schimmelkäse), biolog. Quelle für Antibiotika (z. B. Penicillin) u. cholesterinsenkende Drogen (z. B. Lovastatin).