Elemiölharzstrauch

[250] Elemiölharzstrauch, Amyris elemifera L. [Plum Ic. 100.] mit dreifachen und fünffach gefiederten, unterwärts filzigen Blättern, ein in Carolina, Brasilien und Neuspanien einheimischer Strauch.

Das davon erhaltene Harz (G. elemi, Elemi occidentale, Elemi spurium), welches in Kisten zu uns kömmt (Elemi en caisse), ist hart, durchscheinend, blaß gelbgrünlich, zerreiblich, von bitterlichem Geschmacke und angenehmem, feuchelartigem Geruche, oft mit Rindenstückchen und Holzspänen vermischt, und löset sich fast gänzlich in Weingeist auf. Es soll eine zertheilende und heilende Kraft in Wunden erweisen; man braucht es jedoch fast nie vor sich, aber in Menge in der Salbe, welche von Arcäus ihren Namen hat, und die in sehr widersprechenden Zuständen[250] der Wunden oft allzu freigebig gerühmt worden ist.


Quelle:
Samuel Hahnemann: Apothekerlexikon. 1. Abt., 1. Teil, Leipzig 1793, S. 250-251.
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