Feilen

[288] Feilen (Limatio) geschieht vorzüglich mit zähen Metallen, welche zum Arzneigebrauch fein zerkleint werden sollen, mit Zinn, Silber, Zink, Eisen u.s.w. Jene erstern Metalle lassen sich auch durch Granuliren (w.s.) ziemlich fein machen, aber das Eisen muß mit einer nicht groben Feile und zwar in der Offizin selbst gefeilt werden, weil die von mehrern Handwerkern (besonders denen,[288] welche löthen) erhaltnen Feilspäne, wegen Kupfergehalts und andrer fremden Dinge zur Arznei untauglich sind. Selbst der Magnet, womit man sonst das reine Eisen ausziehn wollte, zieht auch die aus Eisen und Kupfer zugleich bestehenden Späne an sich.


Quelle:
Samuel Hahnemann: Apothekerlexikon. 1. Abt., 2. Teil, Leipzig 1795, S. 288-289.
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