ἄ-πολις

[312] ἄ-πολις, ιδος, ὁ, ἡ (dat. ἄπολι Her. 8, 61; voc. ἄπολι Plut. Them. 11), ohne Stadt, ohne Vaterland, ἄπ., ἔρημος, ἄφιλος vrbdt Soph. Phil. 1006; vgl. Pol. 4, 54; auch von Ländern, καὶ ἀνάστατος ἡ Σικελία Plut. Timol. 1; att., ohne Staat, wer das Bürgerrecht verloren hat, verbannt, Plat. Legg. XI, 928 e; Antiph. II β 9; ἀπόλιδες ἀντὶ πολιτῶν Lys. 20, 35; Xen. Hell. 6, 3, 1 u. Sp.; Suid. erklärt es auch ἀγεννής, ἀπαίδευτος, nicht städtisch, bäurisch, wie Schol. Soph. Ant. 367 es ταπεινός erkl., wo der Ggstz ὑψίπολις ist, also nichts geltend im Staat; – πόλις ἄπολις Aesch. Eum. 435, eine Stadt, die keine mehr ist; eine Stadt ohne Verfassung, Plat. Legg. VI, 766 d.

Quelle:
Wilhelm Pape: Handwörterbuch der griechischen Sprache. Braunschweig 31914, Band 1, S. 312.
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