Nothstall

1. Wer nicht ist im Nothstall gestanden, der ist niemals wieder heraussgegangen. – Lehmann, 555, 9.

»Also gehet Christus aus dem engen Notstall in den weiten Himmel.« (Luther's Werke, VII, 128.)


2. Wer nicht selbst im Nothstall gestanden, der hat die Noth nicht verstanden.


*3. Er muss im Nothstall schwitzen. – Herberger, I, 835.


*4. In Nothstall stossen. – Lehmann, 130, 37.

Als Zuchtmittel, wie: den Brotkorb höher hängen.


*5. Man sitt hier as inn Nothstall1.

1) Eine Vorrichtung, in der unbändige Pferde zum Stillstehen gezwungen werden.

Quelle:
Karl Friedrich Wilhelm Wander (Hrsg.): Deutsches Sprichwörter-Lexikon, Band 3. Leipzig 1873, Sp. 1064.
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