Sammeln

1. Dat sammelt sich, säd' de Jung, krêg up de Däl' 'n pâr Ûrfîgen un vör de Döer 'n Dracht Släg'. – Hoefer, 554; Peik, 186.


2. Der samlet, sparts eim andern man. – Franck, I, 118b.

It.: Ingegnati per guadagnare, chè non mancherà tempo da spendere. (Pazzaglia, 150, 13.)


3. Man muss sammeln, weil die Ernte da ist. – Simrock, 8692; Grubb, 795.

Dän.: Avl følger sild, vorder han ei spild. (Prov. dan., 42.)


4. Mit dem man sich samlet, mit dem muss man sich scheiden. – Petri, II, 482.


5. Was man mühsam gesammelt, muss man sorgsam bewahren.

Dän.: Hvad som er samlet ved ombyggelighed, vil bevares med viisdom. (Prov. dan., 434.)


6. Was mühsam gesammelt worden, wird leicht(sinnig) verzehrt.

Dän.: Man kand og avle det ilde skal fortæres. (Prov. dan., 42.)

7. Wer samlet, das vergenglich ist, der grebt sein Seel in Koth vnd Mist. – Petri, I, 108.


8. Wer sammelt, weiss nicht für wen.

Frz.: On ne sait pas pour qui on amasse. (Bohn I, 43.)


*9. Es sammelt sich wie beim Schneiderjungen die Ohrfeigen. – Eiselein, 553; Simrock, 9148; Körte, 5379.

Quelle:
Karl Friedrich Wilhelm Wander (Hrsg.): Deutsches Sprichwörter-Lexikon, Band 3. Leipzig 1873, Sp. 1858.
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