Schöffenstuhl

Wer den Schöffenstuhl besitzt, mag sich den Genossen kiesen. – Graf, 415, 117.

Wenn ein Schöffe ohne stuhlfähige Erben starb, so wählte nicht der Richter den neuen Schöffen, sondern die Schöffenbank wählte sich den Genossen.

Mhd.: Wer der scheffen stul besitzet, der sal den gesellen kiesen. (Endemann, I, 10 [12].)

Quelle:
Karl Friedrich Wilhelm Wander (Hrsg.): Deutsches Sprichwörter-Lexikon, Band 4. Leipzig 1876, Sp. 313.
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