Fortan

[254] * Fortán, adverb. welches aus fort und an zusammen gesetzt, und nur im Oberdeutschen und Niedersächsischen üblich, in der edlen Schreibart der Hochdeutschen aber unbekannt ist. 1) Von der Zeit an. Das Gewässer verlief sich fortan, 1 Mos. 8, 5. 2) Künftig, in den folgenden Zeiten. Von dem Tage und fortan, 1 Sam. 18, 9. Gott bewahre fortan dein Haus, 2 Maccab. 14, 36.


Die so nach gutem Wandel stehen

Und halten eine rechte Bahn,

Denselben lässet er fortan

Kein Gut noch Wohlfahrt nicht entgehen,

Opitz.


3) Ferner. Und so fortan, und so ferner. Im Nieders. lautet dieses Wort vordan.

Quelle:
Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 2. Leipzig 1796, S. 254-255.
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