Gelahrtheit, die

[521] * Die Gelahrtheit, plur. inus. ein veraltetes Wort, für welches Gelehrsamkeit im Hochdeutschen üblicher geworden ist.


Es blies sich einer auf und sprach,

Ich gehe der Gelahrtheit nach,

Lichtw.


Viele behalten es noch in den Titeln bey, besonders in den Zusammensetzungen Gottesgelahrtheit, Rechtsgelahrtheit, Arzeneygelahrtheit. Es ist von dem alten Oberdeutschen Mittelworte gelahrt für gelehrt. Gelehrtheit, welches einige dafür gebrauchen, ist freylich der Hochdeutschen Mundart angemessener; allein da Gelehrsamkeit in diesem Verstande nur einmahl allgemein ist, so kann man es gar wohl entbehren.

Quelle:
Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 2. Leipzig 1796, S. 521.
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Herausgeber: Siebe, Daniela u. a.

''Orte der Gelahrtheit''

''Orte der Gelahrtheit''
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