Geschwätz, das

[618] Das Geschwätz, des -es, plur. die -e, eine jede unnütze, unbeträchtliche oder ungegründete Rede. Es hat keinen Grund, es ist nur ein Geschwätz. Es ist ein leeres, ein unnützes Geschwätz. Viel Geschwätz (viele unnütze Worte) machen. Jemanden in das Geschwätz bringen, machen, daß die Leute von ihm schwatzen. Der Plural ist im Hochdeutschen seltener, wo man es am liebsten als ein Collectivum gebraucht. Böse Geschwätze verderben gute Sitten, 1 Cor. 15, 33. Zuweilen wird es auch figürlich in der edlen Schreibart von leblosen Dingen gebraucht. Gelockt durch kühler Bäche rieselndes Geschwätz, Geßn.

Im Oberdeutschen auch nur Schwatz. S. Schwatzen.

Quelle:
Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 2. Leipzig 1796, S. 618.
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