Harand, der

[971] * Der Hārand, des -es, plur. die -e, ein nur in einigen Gegenden, z.B. im Vogtland und Franken, übliches Wort, einen[971] wilden und grausamen Menschen zu bezeichnen; vielleicht von den Harannen, den gemeinen Kroatischen Soldaten, welche sich etwa in den vorigen Kriegen durch ihre Grausamkeit besonders ausgezeichnet haben mögen. Eben daselbst nennet man ein großes und bäuerisches Weib einen Tharand.

Quelle:
Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 2. Leipzig 1796, S. 971-972.
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