Jungen

[1448] Jungen, verb. reg. neutr. mit dem Hülfsworte haben, Junge werfen oder bekommen, im gemeinen Leben, und nur von dem weiblichen Geschlechte vierfüßiger Thiere. Die Hündinn wird bald jungen. Die Sau hat schon gejunget. Stosch erinnert ganz richtig, daß es nur von solchen Thieren gebraucht werde, welche mehrere Jungen auf Ein Mahl gebären, ob man gleich auch hier anständigere Ausdrücke hat. S. Werfen. Ehedem wurde dieses Wort auch active für verjüngen gebraucht, wovon bey den Schwäbischen Dichtern Beyspiele vorkommen.

Quelle:
Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 2. Leipzig 1796, S. 1448.
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