Luder (1), das

[2119] 1. * Das Luder, des -s, plur. ut nom. sing. ein im Hochdeutschen längst veraltetes Wort, welches ehedem das Spiel bedeutete, wovon Frisch einige Beyspiele angeführet hat. Daher war Ludrer ehedem ein Gaukler. Sein Luder mit einem treiben, sein Spiel, Heldenbuch. Es scheinet zunächst Gaukelspiele bedeutet zu haben, und daher mit dem Lat. Ludus, und ludere, zu denjenigen Wörtern zu gehören, welche eine schnelle Bewegung bezeichnen; zumahl da gaukeln, Gaukler u.s.f. eine ähnliche Abstammung haben. S. Lotterbube, Liederlich, Lodern u.s.f. Von einem ganz andern Stamme ist das Schwedische Luder, Isländ. Ludur, eine Trompete, alt Franz. Loure, welches zu lauten und laut gehöret.

Quelle:
Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 2. Leipzig 1796, S. 2119.
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