Post (2), die

[813] 2. Die Post, plur. die -en, Diminut. das Pöstchen, Oberd. Pöstlein, im Handel und Wandel, eine Summe Geldes, besonders so fern sie zu etwas ausgesetzt oder bestimmt ist. Eine Geldpost, oder nur Post schlechthin. Eine große Post verlieren. Bey einem Concurse ansehnliche Posten einbüßen. Eine Post in die Rechnung tragen. Eine Schuldpost, eine Summe Geldes, welche man schuldig ist, oder von einem andern zu fordern hat. Auch in weiterer Bedeutung zuweilen von einer jeden bestimmten Zahl oder Masse anderer bey einander befindlicher Dinge. S. Postbley, Posterz. Es ist aus dem Ital. Posta durch die Handlung eingeführet worden, welches wiederum von dem Lat. ponere, positus abstammet.

Quelle:
Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 3. Leipzig 1798, S. 813.
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