Rande, die

[973] Die Rande, plur. die -n, die rauhe Haut, besonders über einer eiternden oder nässenden Wunde, die harte rauhe Rinde auf einer solchen Wunde; im gemeinen Leben auch der Schorf, Schurf. Die Wunde bekommt eine Rande. In den gemeinen Sprecharten mit verändertem Ableitungslaute, der Ruf, im Nieders. Roof, Rave, Robe, im Holländ. Rappe. Es druckt die rauche Beschaffenheit der Haut aus, und ist so wohl mit diesem Worte, als auch mit Rinde, Rost, Kruste, Grind u.s.f. genau verwandt, welche insgesammt nur im Endlaute verschieden sind. S. das folgende.

Quelle:
Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 3. Leipzig 1798, S. 973.
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