Wiewohl

[1542] Wiewōhl, eine concessive Conjunction, die scheinbare Aufhebung zweyer Sätze zu verneinen, wie obgleich. Es wird sowohl im Nachsatze gebraucht: ich weiß es nicht gewiß, wiewohl ich etwas davon gehöret habe. Als auch im Vordersatze: wiewohl er mich nicht erkannte, so ward er mir doch geneigt. Man verwechsele diese Conjunction, welche um ihrer elliptischen und figürlichen Bedeutung Willen mit Recht als ein Compositum geschrieben wird, nicht mit dem getrennten wie wohl, wo keine Ursache zur Zusammenziehung vorhanden ist. Wie wohl ist mir! Er hat es nicht mehr, wie du wohl weißt.

Quelle:
Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 4. Leipzig 1801, S. 1542.
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