Zeisig, der

[1674] Der Zeisig, des -es, plur. die -e, Diminut. das Zeischen, Oberd. Zeislein, der Nahme eines kleinen grünlichen Vogels mit einer schwarzen Platte, welcher zu den Hänflingen gehöret, Linaria viridis Klein. Figürlich im gemeinen Leben, ein verschlagener,[1675] leichtfertiger Mensch. Ein loser Zeisig hatte ihm das weis gemacht.

Anm. Im Nieders. Zieske, im Engl. Siskin, im Pohln. Czyk, Czyzyk, im Böhm. Tschischeck, im Norweg. Süschen; alle Nachahmungen seines eigenthümlichen Lautes. In einigen Gegenden ist das Wort sächlichen Geschlechtes, das Zeisig.

Quelle:
Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 4. Leipzig 1801, S. 1674-1675.
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