Antonius

[64] Antonius, mit dem Beinamen Pius, der Fromme, von seiner Ehrfurcht für seinen Schwiegervater, obgleich seine Ehe mit dessen Tochter Faustina nicht die glücklichste war. Er folgte dem Römischen Kaiser Adrianus im Jahr 138 n. Chr. Geb. in der Regierung. Er liebte den Frieden und versäumte nichts, seine Unterthanen glücklich zu machen; dabei schätzte er die Gelehrsamkeit: Sein Name ist als der Name eines guten Fürsten der Nachwelt heilig. Sein Sohn Antoninus starb sehr jung lange vor seinem Vater. Marens[64] Aurelius (s. den folg. Art.) und der Senat verewigten ihn durch ein unzerstörbares Monument, welches unter dem Namen der Antoninischen Säule noch jetzt vorhanden ist, und auf einem der schönsten Plätze des neuen Roms steht. Jedoch ist diese Säule in Rücksicht auf Schönheit mit der Trajanischen nicht zu vergleichen, von welcher sie eine Nachahmung ist.

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Brockhaus Conversations-Lexikon Bd. 1. Amsterdam 1809, S. 64-65.
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