Ganglien

[642] [642] Ganglĭen (grch.), Nervenknoten, stecknadelkopf- bis linsengroße knotenförmige Anschwellungen, die im Verlauf der Nerven eingeschaltet sind und aus nur mikroskopisch wahrnehmbaren Nervenfasern und Nervenzellen (den Ganglienkugeln) bestehen. Sie finden sich in großer Anzahl im vegetativen oder sympathischen Nervensystem (daher Gangliensystem), ferner an bestimmten Stellen des zerebrospinalen Nervensystems und bilden kleine Nervenzentren, die auf die von ihnen abgehenden Nervenfäden ebenso einwirken wie im großen das Gehirn und Rückenmark.

Quelle:
Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, fünfte Auflage, Band 1. Leipzig 1911., S. 642-643.
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