Hirsche

682. Geweih: a Edelhirsch, b Rehbock, c Damhirsch.
682. Geweih: a Edelhirsch, b Rehbock, c Damhirsch.
Amerikanische Tierwelt. 1. Bergziege. 2. Baribal. 3. Grislybär. 4. Rotkopfspecht. 5. Truthalm. 6. Wandertaube. 7. Baumwachtel. 8. Virginischer Hirsch. 9. Präriehund. 10. Bison. 11. Präriehuhn. 12. Heulwolf. 13. Nordamerikanisches Stinktier. 14. Waschbär. 15. Biber. 16. Wapiti. 17. Gabelantilope. 18. Gemeine Klapperschlange. 19. Uistiti. 20. Kapuzineraffe. 21. Roter Brüllaffe. 22. Brillenkaiman. 23. Axolotl. 24. Südamerikanische Waldschildkröte. 25. Buschmeister. 26. Suppenschildkröte. 27. Hyazintharara. 28. Kolibris. 29. Tapir. 30. Jaguar. 31. Kuguar. 32. Ozelot. 33. Pampastrauß. 34. Lama. 35. Königsgeier. 36. Ameisenbär. 37. Dreigürteliges Gürteltier.
Amerikanische Tierwelt. 1. Bergziege. 2. Baribal. 3. Grislybär. 4. Rotkopfspecht. 5. Truthalm. 6. Wandertaube. 7. Baumwachtel. 8. Virginischer Hirsch. 9. ...
805. Milu.
805. Milu.

[808] Hirsche (Cervīna), zu den wiederkäuenden Paarzehern gehörende, durch den Besitz eines Geweihes ausgezeichnete Säugetierfamilie, ansehnliche, Europa, Asien und Amerika bewohnende Tiere. Hierher Elentier, Renntier, Muntjak und die Gattg. Hirsch (Cervus): Edel-H. (Rot-H., Rotwild, C. elăphus L.), Geweih im Querschnitt rundlich, vielsprossig, nur beim Männchen vorhanden [Abb. 682 a bei Geweih], nicht beim Weibchen (Tier, Hirschkuh, Hindin), wird jährlich (Februar und später) abgeworfen; Brunft im September, Oktober, Trächtigkeitsdauer 40 Wochen; Anfang Juni werden 1-2 weiß gefleckte Junge (Kälber) gesetzt; Wildbret schmackhaft, Haut zu Wildleder, Geweih zu Schmuckgegenständen etc. verarbeitet. Dam-H. (Dam, Damwild, C. dama L., Dama vulgāris Brookes), Geweih an der Spitze schaufelförmig [Abb. 682c ebd.], mit Augsprossen, zierlichste europ. Art. Ihm verwandt der ausgestorbene, diluviale Riesenhirsch (Megacĕros gigantĕus Ow.), Geweih bis über 3 m Spannweite, vermutlich der Schelch (Schelk) des Nibelungenliedes, Skelette in den Torfmooren Irlands. Reh (C. capreŏlus L.), mit aufrechtem, dreisprossigem Geweih beim Männchen (Bock [Abb. 682 b ebd.]); Brunftzeit Mitte Juli bis Mitte August; das Weibchen (Ricke, Hille, Geiß) trägt 40 Wochen, wirft im Mai 1-2, selten 3 Junge (Rehkälber). Wapiti (kanad.h., C. canadensis Briss. [Tafel: Amerikanische Tierwelt, 16]), größte lebende Hirschart, Nordamerika. Axis (C. axis Erxl.), mit jederseits etwa 7 Längsreihen weißer Flecken auf dem braunen Rücken, Geweih dreisprossig, Ostindien. Sambur (Roß-H. des Aristoteles, C. Aristotĕlis Cuv.), schwärzlichbraun, Geweih dreisprossig, Halshaar mähnenartig, Ostindien; Spieß-H. (Rotspieß-H., C. rufus Cuv.), Geweih spießförmig, nördl. Südamerika. Pampas-H. (C. campestris F. Cuv.), Brasilien. Milu (Davids-H., C. Davidiānus A. Milne Edw. [Abb. 805]), auf den tibet. Hochebenen, im Aussterben. Virginischer H. (C. virginiānus Gmel. [Tafel: Amerikanische Tierwelt, 8]), mit vielsprossigem Geweih, Stangen nach vorn umgebogen; Nordamerika. Wird sehr zahm. Zwerg-H., s.d. – Vgl. Lydekker (engl., 1898); über das Rehwild; Dombrowski (1876), Eulefeld (1896).

Quelle:
Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, fünfte Auflage, Band 1. Leipzig 1911., S. 808.
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