Ikon

[849] Ikon (grch. eikōn), Bild, Abbild; ikōnisch, ein gleiches Bild darstellend; ikonische Statue, Statue in Lebensgröße; Ikonoborzen, Bilderstürmer, russ. Sekte, die nur unter freiem Himmel betet; Ikonodūlen, Bilderanbeter; Ikonodulīe, Bilderverehrung; Ikonogrāph (Bildschreiber), ein der Ikonographie Kundiger; ein dem Storchschnabel ähnliches Instrument; Ikonographīe, Ikonologīe, Beschreibung der Bilder, Bildsäulen, Gemmen etc. des Altertums, ferner Kenntnis der Attribute der Götter und Heroen, insbes. auch der christl. Heiligen und symbolischen Darstellungen überhaupt; Ikonoklást, Bilderstürmer; Ikonoklasmus, Bildersturm; Ikonolatrīe, Bilderanbetung; Ikonomachīe, Bilderstreit, Kampf gegen die Verehrung der Heiligenbilder; Ikonomān, Bilderschwärmer; Ikonostās, in griech. Kirchen die mit Heiligenbildern gezierte Scheidewand zwischen dem Allerheiligsten und dem Raum der Gemeinde.

Quelle:
Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, fünfte Auflage, Band 1. Leipzig 1911., S. 849.
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