Kirchenbauten

[966] Kirchenbauten, Gebäude, die der christl. Gottesverehrung und Ausübung sonstiger Kurtushandlungen dienen; unterschieden Dom, Münster, Kathedrale und nach dem Range des obersten kath. Geistlichen Bischofs-, Pfarr- und Dechaneikirche; kleinere heißen Kapellen oder Oratorien. Hinsichtlich des Aufbaues zeigen ältere K. den Baustil der betreffenden Kunstepoche: Romanischer Stil, Gotik, Renaissance (s. diese Artikel nebst Tafeln); neuere K. werden beliebig nach einer dieser Stilarten aufgeführt. An K. unterscheidet man Turm (Kampanile), Haus (Lang-, Seiten- und Querschiffe) und etwaige Nebenkapellen. Das Kirchenschiff gliedert sich in Altarraum (Hauptaltar, hoher Chor, Lettner), Andachtsraum (mit Betstühlen, Bänken), Kanzelanlage, Orgelempore, Taufkapellen, Sakristeien, Vorhallen etc. – Vgl. Schäfer, »Mustergültige K. des Mittelalters in Deutschland« (1892-1900); »Kirchenbau des Protestantismus« (hg. von der Vereinigung Berliner Architekten, 1893); Dehio und Bezold, »Kirchliche Baukunst des Abendlandes« (2 Bde., 1884-1901); Mothes, »Handbuch des evang.-christl. Kirchenbaues« (1898).

Quelle:
Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, fünfte Auflage, Band 1. Leipzig 1911., S. 966.
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