Kultur

[1033] Kultūr (lat.), Urbarmachung, Anbau und Pflege (des Bodens, der Waldungen etc., auch der Wissenschaften und Künste etc.); dann Veredelung des Menschen durch Ausbildung des Geistes und Entwicklung aller Anlagen. Die Untersuchung und histor. Darlegung des Bildungsganges des Menschengeschlechts, insbes. der wirklichen Kulturvölker, d.h. im Gegensatz zu den Naturvölkern derjenigen, welche sich an der fortschreitenden Entwicklung der K. beteiligt haben, von den Anfängen an bis zur Gegenwart, ist Aufgabe der Kulturgeschichte. – Hauptwerke von Klemm (10 Bde., 1843-52), Wachsmuth (3 Bde., 1850-52), Kolb (3. Aufl. 1884-85), Honegger (5 Bde., 1868-74), Hellwald (4. Aufl., 4 Bde., 1896-98), Henne am Rhyn (7 Bde., 1877-97), Steinhausen (1904), »Zeitschrift für K. « (1893 fg.).

Quelle:
Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, fünfte Auflage, Band 1. Leipzig 1911., S. 1033.
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