Messen

[172] Messen, Handelsmessen, große, längere Zeit anhaltende Märkte (s.d.), vorzugsweise für den Großhandel an bestimmten Orten (Meßplätzen), entstanden in Anschluß an Kirchenfeste, wurden durch Privilegien (Meßfreiheiten) und Zahlungserleichterungen (Meßvaluta) gefördert und durch Meßordnungen geregelt, sinken aber immer mehr zu Abrechnungstagen und Musterausstellungen herab (Leipzig, Frankfurt a.O., Lyon, Beaucaire, Sinigaglia, Bergamo etc.), stehen hauptsächlich noch in Blüte, wo es an guten Verkehrsmitteln mangelt (Nishnij Nowgorod, Tanta [Ägypten], Mekka, Hardwar [Ostindien], Irbit und Kiachta).

Quelle:
Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, fünfte Auflage, Band 2. Leipzig 1911., S. 172.
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