Potemkin

[443] Potemkin (spr. patjóm-), Grigorij Alexandrowitsch, Fürst von Taurien, russ. Feldmarschall, geb. im Sept. 1739 bei Smolensk, Günstling und Geliebter Katharinas II., Leiter der innern und äußern russ. Politik, vereinigte die Krim mit Rußland, gest. 16. Okt. 1791 in Bessarabien. Bei einer Reise der Kaiserin durch die öden Steppen Südrußlands (1787) ließ P. am Wege künstliche Dörfer, mit Bauern, Hirten und Herden bevölkert, errichten, daher Potemkinische Dörfer, s.v.w. Blendwerk, leerer Schein. – Biogr. von Brückner (russ., 1892). – Fürst P. von Taurien auch Name eines russ. Kriegsschiffs, das seit 28. Juni 1905 im Schwarzen Meere meuterte, sich aber 8. Juli in Küstendsche den rumän. Behörden ergab.

Quelle:
Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, fünfte Auflage, Band 2. Leipzig 1911., S. 443.
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