Zehntes Kapitel.

Die letzten Feldzüge des Bürgerkrieges.

[602] Der Feldzug in Griechenland und die Schlacht bei Pharsalus, der Kampf der Römer untereinander unter der Führung ihrer beiden berühmtesten Feldherren bildet den Höhepunkt der antiken Kriegskunst. Die weiteren Feldzüge Cäsars sind zwar noch reich an individuellen Erscheinungen, aber prinzipiell Neues, eine weitere Entwicklung bieten sie nicht mehr. Wenn sie bisher auch zu unsicher überliefert schienen, um sie kriegsgeschichtlich zu verwerten, so darf man sagen, daß diese Mangel jetzt behoben ist. Es ist VEITH durch die Verbindung der topographischen Forschung mit sorgsamer Quellenanalyse gelungen, ein höchst anschauliches und völlig einleuchtendes Bild des afrikanischen Feldzuges herzustellen. Das einzige, was ich an seiner vortrefflichen Darstellung auszusetzen habe, ist die wiederholte Polemik gegen mich, die gegenstandslos ist, da ich mit ihm ganz und gar einer Meinung bin, es sei denn, daß er meiner Meinung nach hier und da die Lichter etwas zu scharf aufgesetzt hat.

Cäsar selbst hat uns ja die Feldzüge nach Pharsalus nicht mehr beschrieben, sondern einige seiner Offiziere von verschiedenem Talent und viel gröberer Parteilichkeit als Cäsar selbst. Das bellum Africanum rührt her von einem Truppenoffizier engen Gesichtskreises, den wir aber ergänzen können durch die bei Dio und Plutarch erhaltene Darstellung des in die strategischen Zusammenhänge eingeweihten Asinius Pollio.

Cäsar will Thapsus belagern, das auf einem Isthmus zwischen dem Meer und einem Binnensee gelegen ist. Scipio versucht den Isthmus auf beiden Seiten abzusperren. Cäsar beherrscht zwar das Meer, aber da die Aktion in den Anfang Februar fällt, so war diese Basis sehr unsicher; er hätte, wenn die Landverbindung gänzlich[602] abgeschnitten war, in große Not kommen können. Cäsars Erkundungsdienst ist aber so aufmerksam, daß er die Annäherung des Feindes im Norden bemerkt, ihn angreift, ehe er seine Befestigung vollendet hat und ihn zurückwirft. Unmittelbar von diesem Schlage gegen die eine Hälfte des feindlichen Heeres stürmt Cäsar fort gegen die andere Hälfte, 10 Kilometer davon am Südeingang des Isthmus, erreicht sie, ehe die im Norden Geschlagenen sich wieder mit ihr vereinigt haben, und jagt sie ohne weiteres Schlagen auseinander.

Das Einzelne lese man bei Veith. Von allgemeinstem Interesse ist seine bis zur größten Wahrscheinlichkeit gesteigerte Vermutung, daß Scipio, über dessen Unfähigkeit sich Cäsar selber lustig gemacht hat, nur den nominellen Oberbefehl geführt habe, die wirkliche Leitung aber in den Händen des Labienus gewesen sei. Wenn also der Feldzug von Pharsalus erscheint als das Duell der beiden berühmtesten Feldherren ihrer Zeit, so wird der afrikanische Feldzug dadurch interessant, daß sich hier Cäsar und sein eigener erster General aus dem gallischen Kriege einander gegenüberstehen. Veith hat allem Anschein nach mit vollem Recht festgestellt, daß Labienus sich als ein seines Meisters durchaus würdiger Schüler gezeigt hat. Seine Operationen sind überaus tatkräftig, wohlüberlegt und entschlossen. Wenn er schließlich dennoch unterlegen ist, so stand er eben nicht bloß Cäsar gegenüber, sondern auch Cäsars Truppen, mit denen diese frisch gebildeten afrikanischen Legionen sich nicht messen konnten. Die Niederlage bei Thapsus war taktisch zunächst nicht viel mehr als ein mißglücktes Unternehmen und wurde erst zu einer Katastrophe, weil die nicht geschlagenen Truppen von der Panik ergriffen, ihr Lager verließen und auf und davon gingen. Als die im Norden Geschlagenen hier, wo sie eine Zuflucht zu finden vermeinen, ankommen, finden sie die Kameraden nicht mehr vor, wollen sich ergeben, werden aber von kampferhitzten Legionaren Cäsars zusammengehauen. Es sind römische Legionen auf beiden Seiten, aber es sind dem Charakter nach Söldner, und Söldner schonen sich, wie wir noch in den späteren Bänden sehen werden, keineswegs gegenseitig. Bei Ilerda hatte Cäsar das Gemetzel noch verhindern können, hier nicht mehr.
[603]

1. Das Treffen von Ruspina bedarf deshalb einer Betrachtung, weil es den Anschein erweckt und auch von den Neueren so aufgefaßt ist, als ob Cäsars Taktik hier tatsächlich noch etwas ganz Neues geleistet hätte, nämlich ein Rettungsmittel gefunden aus der Situation, in der Crassus in Mesopotamien, Cäsars General Curio in Afrika noch ein Jahr vorher mit ihren ganzen Heeren zu Grunde gegangen waren. Der Zusammenhang muß jedoch anders aufgefaßt werden.

Cäsar hatte von seinem Lager bei der Seestadt Ruspina im östlichen Tunis mit drei Legionen und geringer Begleitung von Reitern und Schützen einen Marsch ins Innere gemacht, um zu fouragieren, als er auf freier Ebene von den numidischen Reitern und Schützen unter Führung des Labienus angegriffen wurde. Er ließ seine Infanterie in möglichst flacher Aufstellung nach allen Seiten Front machen und wehrte die feindlichen Angriffe ab, indem von Zeit zu Zeit Kohorten mit Unterstützung der wenigen Reiter vorstürmten und durch einen Pilenwurf die feindlichen Schwärmer zurückjagten. Nach der Erzählung des Pseudo-Hirtius, wie wir den Verfasser des bellum Africanum nennen wollen, endigte das Treffen mit einem Siege, indem die Kohorten unter Anspannung der letzten Kräfte endlich den leichtfüßigen Feind über die nächsten Hügel hinüberjagten. Nach Appian (II, 95) jedoch wurde Cäsar geschlagen, und die Gegner vollendeten ihren Sieg nur aus Lässigkeit nicht. Da bei Männern wie Labienus und Petrejus eine solche Begründung nicht annehmbar erscheint, so ist man in Verlegenheit wegen einer ausreichenden Erklärung; sie ist jedoch ohne Schwierigkeit im Pseudo- Hirtius selber zu finden, wenn man sich erinnert, was Xenophon in der Anabasis über die analoge Situation der Zehntausend berichtet. Die Nacht ist es, die die bedrängte Infanterie vor den Pfeilen der berittenen Schützen birgt. Auch Antonius, als er auf seinem Rückzug von den Parthern bedrängt wurde, hat sie, wie wir in seinem vorweggenommenen Feldzuge gesehen haben, zu Hilfe genommen. Die Erzählung im bellum Africanum, daß die Kohorten endlich durch ihre Offensive den Feind verjagt, ist deshalb unglaubwürdig, weil man nicht einsieht, weshalb sie das nicht gleich im Anfang getan haben, wenn sie dazu fähig waren. Was sie geleistet haben, vermutlich unter nicht geringem Verlust, so daß Appians Quelle das Treffen als eine Niederlage Cäsars darstellen konnte, war, daß sie sich den ganzen Tag bis zum Einbruch der Dunkelheit behaupteten. In der Nacht gingen die feindlichen Reiter, um sich nicht einem Überfall auszusetzen, weit zurück, und da Cäsar nur 3000 Passus 41/2 Kilometer) von seinem Lager entfernt war, so konnte er sich nunmehr ohne Schwierigkeit dahin zurückziehen. Sein militärisches Verdienst bleibt, daß er in der peinlichen Lage die Moral und die Ordnung seiner Truppen aufrecht erhielt und durch Aufstellung in einer Art Karree mit möglichst langen, dünnen Linieni der Anwendung der hier allein brauchbaren Waffe, des Pilum, den größtmöglichen Spielraum und der Wirksamkeit der feindlichen Pfeile und Wurfspieße möglichst wenig Chancen gab. Da eine dünne Aufstellung[604] immer etwas Unsicheres hat, so ist das ein Zeichen, wie sehr Cäsar seinen Truppen vertraute und wie vortrefflich unter seiner Führung ihre Haltung war. Das Entscheidende ist jedoch die Nähe des Lagers und auch, da man im Winter war, die Kürze des Tages, die die Krisis nicht gar zu lange dauern ließ. Curio, der das Jahr vorher in derselben Lage zu Grunde gegangen war, war schon in der Nacht (um die vierte Nachtwache [bell. civ. II, 29] ausmarschiert und hatte unter mehrfachen Gefechten 16000 Passus (24 Kilometer) gemacht, als er auf die feindliche Hauptmacht stieß. Seine Reiterei hatte sogar schon einen Nachtmarsch hinter sich und war völlig erschöpft. Auch wenn man sich bis zum Abend gehalten hätte (die Schlacht fällt in den Hochsommer), so war doch gar keine Möglichkeit, in der Nacht wieder in das Lager zurückzugelangen. So ergriff die Soldaten die Verzweiflung, sie gaben den Widerstand auf und wurden zusammengehauen.

Die taktischen Evolutionen, die Cäsar machen ließ, um sich der feindlichen Schwärmer zu erwehren, sind sehr verschieden ausgelegt worden: die drei bedeutendsten Militärs, die in neuerer Zeit den Bericht untersucht haben, Göler, Rüstow und Stoffel, haben sehr verschiedene Bilder geliefert, und die Philologen haben sich nicht anders als durch eine Änderung des Textes zu helfen gewußt.

Mir scheint folgende Erklärung die natürlichste. Als Cäsar plötzlich gemeldet wurde, daß der Feind in Masse anrückt und man schon die Staubwolke sich nähern sah, ließ er zunächst seine drei Legionen zu einem Treffen aufmarschieren, die schwache Kavallerie auf beiden Flügeln. Die ungewöhnliche Aufstellung in einem Treffen empfahl sich deshalb, weil sie einen gewissen Schutz gegen die Überflügelung bot und ihrerseits den Feind mit Umklammerung bedrohte. Für gewöhnlich durfte man das nicht tun, weil man nicht sicher war, mit dem er sten Treffen die feindliche Infanterie zu werfen: deshalb dahinter das zweite und dritte Treffen, um es nach Bedürfnis, sei es zur Verstärkung der Front, sei es zu Flankenbewegungen zu verwenden. Hier aber, wo man es nicht mit Schwerbewaffneten zu tun hatte, sondern mit dichten Scharen Leichtgerüsteter, konnte man darauf vertrauen, daß die Linie keiner Verstärkung von rückwärts bedürfen würde, und deshalb die Front möglichst lang machen.

Die Gegner ließen es aber gar nicht zum regelrechten Kampf kommen, sondern begnügten sich mit einem Schützengefecht, indem ihre Reiter gleichzeitig die römische Front, so lang sie war, umgingen und sie, indem sie die wenigen gegnerischen Reiter zurücktrieben, vom Rücken bedrohten. Man mußte jetzt nach beiden Seiten Front machen, und das hätte alle taktischen Verbände, indem man bald nach dieser, bald nach jener Seite einen Ausfall machte, zerrissen. Das zu verhindern, befahl Cäsar, daß jede zweite Kohorte Kehrt mache, sich hinter ihre Nachbar-Kohorte setze und Rücken an Rücken mit ihr kämpfe. Die Lücken wurden ausgefüllt, indem jede Kohorte eindublierte und sich dadurch auf die doppelte Breite setzte. Wenn also[605] die Kohorten vorher, sagen wir, acht Glieder tief gestanden hatten, so standen sie jetzt nur vier Glieder tief. In der Mitte zwischen den beiden Fronten blieb natürlich ein gewisser Raum, in dem die etwa vorhandenen Fahrzeuge Aufnahme fanden, wohin die geworfenen Reiter sich zurückziehen konnten und wo die höheren Offiziere sich frei hin und her bewegen konnten. Den einzelnen Soldaten wurde es verboten, aus dem Gliede zu springen, um etwa einem sich gar zu keck nähernden, feindlichen Schützen zu Leibe zu gehen. Die ganzen Kohorten aber, namentlich die Kohorten auf den Flügeln in Verbindung mit der Reiterei, machten Ausfälle, die den Kreis der Enschließenden zuweilen sprengten, und diese Augenblicks-Erfolge hat Pseudo-Hirtius zu vollständigen Siegen aufgebauscht. Da aber die ausfallenden Kohorten, aus Furcht, in einen Hinterhalt zu fallen, sich immer bald wieder zum Gros zurückziehen mußten, werden wir vermuten dürfen, daß auch die flüchtenden Feinde sofort wieder umgekehrt sind, denn der Autor berichtet uns selbst, daß der Kampf bis zum Sonnenuntergang, wo er von selbst erlöschen mußte, gedauert habe.

Die hauptsächlichste Stelle lautet (Kap. XVII): »Caesar interim consilio hostium cognito iubet aciem in longitudinem quam maximam porrigi et alternis conversis cohortibus, ut una post alteram signa t3enderet, ita coronam hostium dextro sinistroque cornu mediam dividit.« Sie ist zu übersetzen: »Cäsar, nachdem er den Plan der Feinde (ihn zu umzingeln) erkannt, befiehlt, die Schlachtlinie so sehr als möglich auszudehnen und jeder zweiten Kohorte, Kehrt zu machen und sich hinter die nächste zu setzen, aus welcher Stellung er den feindlichen Ring mit dem rechten und linken Flügel durchbricht.« Die Änderung, die man vorgeschlagen hat: »ut una post, altera ante signa contenderet«, besagt im Schlußeffekt dasselbe, läßt aber das Hintereinanderziehen der Kohorten ausfallen und verschleiert dadurch den Vorgang, statt ihn zu erhellen. Sie ist daher mit Stoffel abzulehnen, dem ich mich auch sonst in der Hauptsache angeschlossen habe, mit dem Unterschied, daß ich keine Intervalle zwischen den Kohorten annehme, sondern, wie das schon Göler aufgefaßt hat, das Ausrecken der Front in der Länge als eine Verringerung der Gliederzahl auslege. In der Revue de philologie I, 154 hat übrigens Stoffel selber schon erklärt, daß er so große Intervalle, wie sie auf seiner Skizze gezeichnet sind, nicht gemeint, sondern nur die kleinen Intervalle, die naturgemäß zwischen den taktischen Einheiten der Ordnung halber bleiben müssen, im Auge gehabt habe. Wenn er Fröhlich wegen dieses Mißverständnisses Vorwürfe macht, so ist das doch wohl nicht berechtigt, da er ja in seinem Buch nicht angegeben hat, in welcher Art er sich die Lücken, die durch das Herausziehen der 15 Kohorten entstanden waren, ausgefüllt dachte.

Vergleiche: RÜSTOW, Heerwesen und Kriegsführung Cäsars. Zweite Aufl., S. 133. GÖLER, Cäsars gallischer Krieg. Zweite Aufl., Bd. II, S. 272. STOFFEL, Guerre civile. Bd. II, S. 284 DOMASZEWSK, Die Fahnen im römischen Heer. S. 3. FRÖHLICH, Kriegswesen Cäsars. S. 194.

[606] Zur dritten Aufl. VEITH Ant. Schlachtfelder III, 1, 784 hat dieselbe Auffassung wie ich; wenn er trotzdem, wie er sagt, »scharfe Verwahrung gegen meine quellenwidrige Rekonstruktion einlegt«, so kann das nur auf sehr flüchtiger Lektüre beruhen, da die Abweichungen, gegen die er polemisiert, gar nicht vorhanden sind, es sei denn, daß Veith den Erfolg der Cäsarschen Offensivstöße höher einschätzt, als ich es tue. Ich habe kein Wort der 2. Auflage verändert.

3. Über die Schlacht bei Munda ist es bisher nicht gelungen, den Berichten ein glaubwürdiges Bild zu entlocken. Einige Schriftsteller lassen Cäsar persönlich in völlig abteuerlicher Weise die Schlacht entscheiden. Bemerkenswert aber ist vielleicht, daß nicht nur wie bei Pharsalus die Reiterei (woran Cäsar bei Munda die Überlegenheit hatte298) auf dem einen Flügel die Entscheidung gab, sondern daß unsere Quellen sichtlich bemüht sind, ihr nur ein indirektes Verdienst zusprechen zu wollen, die eigentliche Siegespalme aber den Legionen zu reichen. Der Verfasser des bellum Hispaniense erzählt uns, die zehnte Legion habe ihre Gegner so bedrängt, daß man eine Legion vom andern Flügel zu Hilfe holen wollte. Diese Gelegenheit benutzte die Cäsarische Reiterei, um zu attackieren, und verhinderte dadurch das Manöver. Dio (43, 38) erzählt, die Entscheidung sei dadurch herbeigeführt worden, daß, während keine der Phalangen der andern weichen wollte, der numidische König Boguas außerhalb der Schlachtlinie das Pompejanische Lager angriff; da habe Labienus aus der Front fünf Kohorten herausgenommen und dem Lager zu Hilfe geschickt. Den Abmarsch dieser Kohorten hätten die anderen Soldaten als Beginn der Flucht aufgefaßt und den Mut verloren. Sollen wir dem besten General der Cäsarischen Schule zutrauen, daß er im Augenblick der Krisis Truppen aus dem Gefecht zieht, um die Bagage zu schützen? Ich glaube, es ist nicht zu kühn, wenn man eine direktere Einwirkung der numidischen Reiterei auf den Gang der Schlacht vermutet, die uns die Eifersucht der Waffengattungen untereinander und der Römer gegenüber den barbarischen Bundesgenossen zu verdecken gesucht hat.[607]

Quelle:
Hans Delbrück: Geschichte der Kriegskunst im Rahmen der politischen Geschichte. Berlin 1920, Teil 1, S. 602-608.
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