Schluß.

[612] In Cäsar gipfelt die antike Kriegskunst. Nicht daß man ihn persönlich höher als Miltiades oder Alexander, Hannibal oder Scipio zu stellen hätte – was eine ebenso verkehrte wie unfruchtbare Art der Betrachtung und der Vergleichung wäre –, aber er ist unter all den großen Künstlern derjenige, dem zugleich die vollendetsten und größten Kunstmittel zur Verfügung standen. Die Kohorte ist ein unendlich feineres Instrument als die alte einfache, und noch als die Drei-Treffen-Phalanx.

Die Kohorten in organischer Verbindung mit wirksam ausgebildeten Schützen, starker Kavallerie, Feldbefestigung und systematischer Verpflegung, das ist die Armee, die Cäsar mit der persönlichen Tapferkeit des Soldaten und der Strategie des vollkommenen Feldherrn handhabt. In der Armee selber ist nichts Neues; wir kennen sowohl alle die einzelnen Elemente vor ihm wie ihre Verbindung. Insofern könnte man sagen, daß Cäsar in der Geschichte der Kriegskunst eine entscheidende Rolle gar nicht spiele. Miltiades, Perikles, Epaminondas, Alexander, die Manipularphalanx, Hannibal, Scipio, Marius bezeichnen eigentümliche Neuerscheinungen, originale Gedanken in der Art der Heerführung. Cäsar findet alles, die Mittel wie die Ideen bereits vor, aber er bringt sie in der reichsten Allseitigkeit, im größten Maßstab und in der vollendetsten Form zum Ausdruck und zum Zusammenwirken.

Es ist ein Ausspruch von ihm überliefert, er siege lieber durch den Hunger als durch das Eisen308, und man hat das so auffassen wollen, als ob er die Neigung gehabt habe, den Feind nicht durch Überwältigung, sondern durch die bloße Ermattung unterwerfen zu wollen. Jeder Schritt seiner Feldherrnlaufbahn zeigt, daß der[612] Ausspruch anders verstanden werden muß. Die Strategie der Ermattung kann es berechtigterweise nur geben, wo nach Clausewitz' Ausdruck309 der Wille und die Kraft zu einer großen Entscheidung nicht hinreichen. Cäsars Verhältnisse aber waren stets derartig, daß ihm die Kraft wie der Wille eignete, seinen Gegner völlig niederzuwerfen, und das natürliche Mittel dazu ist der Angriff auf seine Hauptmacht, die Entscheidungsschlacht. Stets hat Cäsar diese im Auge, aber jener Ausspruch kann darum doch sehr wohl echt sein. Denn das Hinarbeiten auf eine große Entscheidung besteht nicht in blindem Draufgehen, sondern in der kunstvollen Heraufführung günstiger Bedingungen, und hierbei spielt zu allen Zeiten der Hunger, die Verpflegung die Hauptrolle: bei Cäsar aber noch in besonderem Maße, ja die Verpflegungsrücksicht wertet bei ihm nicht als Abschwächung, sondern als Steigerung des Vernichtungsgedankens, und dies ist der Gesichtspunkt, den man nehmen muß, wenn man ihn als Strategen charakterisieren will.

In Gallien ist es die Überlegenheit des römischen Verpflegungswesens, die es Cäsar ermöglicht, das Schlagen gegen die großen gallischen Massen zu vermeiden und die Entscheidung zu erzwingen, indem er mit seiner ganzen Macht gegen Bruchteile der feindlichen kämpft. Insofern konnte er sagen, er siege mehr durch den Hunger als durch das Eisen.

Anders im Bürgerkrieg. Hier ist es die Feldbefestigung, die der Strategie den Stempel aufprägt. Cäsar hatte offenbar eine natürliche Neigung für die Technik; er war ein geborener Ingenieur. Man sieht, mit welcher Liebe seine Werke und Anlagen in den Kommentaren geschildert werden: die Befestigung des Rhoneufers gegen die Helvetier, das Lager an der Aisne, die Erfindung der langen Sicheln in dem Seekrieg gegen die Veneter, die Rheinbrücken, die Belagerungsmaschinen von Aduatuca, Avaricum, Massilia, die Annäherungshindernisse um Alesia, der Wasserstollen bei Uxellodunum, die künstliche Furt durch den Sicoris, die Riesenanlage zur Einschließung des Pompejus bei Dyrrhachium. Aber es ist nicht bloß persönliche Begabung und Neigung dieses Feldherrn, die diesen Dingen einen so breiten Raum in der Kriegführung[613] verschafft, sondern es ist der natürliche Gang der Dinge, der es mit sich bringt. Die alte römische Lagerkunst wie jede Technik hatte die Tendenz, sich zu vervollkommnen und durch neue Erfindungen zu ergänzen. Diese Lagerkunst gab der Defensive eine solche Überlegenheit, daß auch die Mindermacht sich sehr gut im freien Felde behaupten konnte. Wenn kein Fehler gemacht war, konnte es zur Schlacht nur kommen, falls beide Teile darüber einverstanden waren. Das Gegenmittel für den Stärkeren, wenn der Schwächere sich der Entscheidung entzog und den Krieg zu verschleppen suchte, war die Einschließung des feindlichen Lagers – also abermals die Kriegführung durch den Hunger: dort als Ausdruck der Kultur- und Organisationsüberlegenheit der Römer über die Barbaren, hier als das Hilfsmittel der Offensive gegen die technische Übermacht der Defensive. Hier wie dort aber bildet diese Kriegführung keinen Gegensatz zur Niederwerfungsstrategie, sondern ist nur ein Mittel für ihre möglichst sichere, energische und vollständige Durchführung. Die Auflösung des belgischen Heeres durch das Lager an der Aisne und die Aushungerung der Pompejaner bei Ilerda sind beides große strategische Erfolge, die eine gewisse äußere Ähnlichkeit haben, aber doch zuletzt verschiedenen Ursachen entsprungen sind. An der Aisne getraute Cäsar sich nicht gegen die belgische Gesamtmacht die offene Feldschlacht zu schlagen und erkannte in der Überlegenheit des römischen Lager- und Verpflegungswesens das Mittel, die Streitkräfte des Feindes zunächst zu teilen. Bei Ilderda hatte er seinerseits die Überlegenheit, und die Gegner waren es, die die Schlacht vermieden; deshalb bedrohte er sie mit der Einschließung, bekämpfte sie in der Verpflegung und brachte es dadurch so weit, daß endlich, als sich die Gelegenheit zur Schlacht bot, er sie nicht mehr nötig hatte.

Hätte Hannibal schon in dieser Weise operieren, hätte er die römischen Heere, die sich seinem Angriff entzogen, einschließen und durch den Hunger überwinden können, so wäre die alte Welt nicht lateinisch geworden. Aber Hannibals Kriegsmittel reichten dafür nicht aus; er kam auf den Kulminationspunkt des Sieges, von dem er langsam wieder zurückglitt. Cäsars Offensive war der stärksten Defensive noch überlegen und brach sie; er türmt einen Sieg über den anderen; es ist, wie wenn seine Kriege keine Zeit kennten; seine[614] Strategie ist blitzartig; in der Vereinigung von Schwert und Hunger bringt er jeden Krieg auf dem Schauplatz, wo er spielt, in einem Feldzug zu Ende. In dieser ungeheuren Steigerung liegt seine Originalität. Man wird eine Entwicklung der allerjüngsten Zeit in Parallele stellen können. Die Verbesserung der Feuerwaffen schien zunächst der Defensive zugute zu kommen; gegen modernes Infanterie- und Artillerie-Feuer ist der Angriff über eine freie Ebene nicht mehr möglich – so wenig wie römische Legionen imstande waren, eine Attacke gegen eine römische Feldbefestigung zu machen. Aber die gesteigerte Waffenwirkung erlaubt dem modernen Angreifer, sich seinerseits beliebig auszudehnen, sogar in weit getrennten Kolonnen aus verschiedenen Fronten zum Angriff zu schreiten und durch die Umfassung die Feuer-Überlegenheit für sich zu gewinnen. So ist der Vorteil der Defensive in den Vorteil der Offensive umgeschlagen – wie die römische Feldbefestigung, die das Heer, das nicht schlagen will, erst deckt, dann aber dem Gegner die Möglichkeit gibt, durch Einschließung erst recht die Entscheidung zu erzwingen und zu seinen Gunsten zu wenden. (Geschrieben 1908.)

Der Weltkrieg hat gezeigt, daß auch diese Steigerung sich noch wieder überbieten ließ. Es ist eingetreten, was kein Theoretiker vorauszusehen vermocht hat, daß die Schlachtlinien ausgedehnt worden sind, bis sie an absoluten Grenzen ein Hindernis gefunden haben und sich durch keine Operation mehr umfassen ließen: vom Ärmelmeer bis zur Schweizer Grenze; von der Ostsee bis nach Rumänien. So mußte die Taktik von der Flankierung wieder zurückkehren zum Frontalangriff, zum Durchbruch, von der Überlegenheit der Offensive zur Überlegenheit der Defensive. (Geschrieben 1920.)

Cäsar war ein unendlich beweglicher Geist; er hatte in Rhodos studiert und beschäftigte sich zeitweilig damit, über Fragen der Grammatik nachzudenken und zu schreiben. Kein Zweifel, daß er auch das Wesen der Kriegskunst theoretisch sich anzueignen bemüht gewesen ist; in zufälligen Erwähnungen wird berichtet, daß er Xenophons Cyropädie310 und Schriften über den großen Alexander311 gelesen hatte. In seinen eigenen Werken aber kommen theoretische[615] Reflexionen fast gar nicht vor, so daß Friedrich der Große den auffälligen Ausspruch tun konnte312, der Soldat könne aus ihm eigentlich nichts lernen, und Napoleon, so sehr er sein Studium empfahl, hat doch auch einmal über seinen Mangel an Anschaulichkeit geklagt: seine Schlachten hätten keine Namen – und es ist ja einleuchtend, daß strategisches Studium mit einem Feldzug wenig anfangen kann, so lange er nicht geographisch fixiert ist. Dazu kommen alle die unmöglichen Zahlverhältnisse. Aber das sind Mängel, die sich durch den politischen Zweck, den Cäsar mit seinen Büchern verfolgte, erklären, die ihrer Wirkung doch nur wenig Eintrag getan haben und die durch die fortschreitende Wissenschaft ergänzt und verbessert werden können und worden sind. Wenn Friedrich sich darüber noch viel stärker ausgedrückt hat als Napoleon, so hat das seine guten Gründe, die wir seinerzeit bei der Behandlung dieses Meisters selber zu erörtern haben werden. Cäsar hatte bei seinen Werken nicht die Absicht, speziell militärisch zu belehren, darum erspart er sich die Einzelheiten, Motive und Reflexionen, die dazu nötig wären. Die Belehrung geben die Taten selber, nicht die Worte. Einige Male aber bricht doch der philosophische Geist des Denkers durch den leichten Fluß der Erzählung hindurch und zeigt theoretische Erkenntnisse, die wir bei den reflektierenden Militär-Schriftstellern des Altertums, Xenophon und Polybius, noch nicht so treffen. Als er in der Erzählung der Schlacht von Pharsalus berichtet, wie Pompejus seinen Leuten befohlen habe, den Angriff stehenden Fußes zu erwarten, da tadelt er das und hebt, wie wir es heute ausdrücken, den moralischen Wert der Offensive hervor; seine Worte lauten in der anschaulicheren Ausdrucksweise der antiken Sprache: »Dies scheint uns Pompejus nicht klug getan zu haben, deshalb, weil jedem eine gewisse Leidenschaft und Reizbarkeit des Geistes eingeboren ist, welche durch den Kampfeseifer entzündet wird. Diese sollen die Feldherren nicht unterdrücken, sondern verstärken, und nicht umsonst ist es von Alters her Brauch, daß die Trompeten blasen und das Schlachtgeschrei von allen Seiten erhoben wird, weil man glaubte, hierdurch den Feind zu erschrecken und die Seinigen zu ermutigen.« »Quod nobis quidem nulla ratione factum a Pomepio videtur, propterea[616] quod est quaedam animi incitatio atque alacritas naturaliter innata omnibus, quae studio pugnae incenditur. Hanc non reprimere, sed augere imperatores debent, neque frustra antiquitus institutum est, ut signa undique condinerent, clamoremque universi tollerent: quibus rebus et hostes terreri et suos incitari existimaverunt.«

Eine andere theoretisch bedeutsame Reflexion darf man darin sehen, daß Cäsar mit Vorliebe betont, welche Rolle der Zufall im Kriege spiele. Der früher oft gebrauchte Vergleich der Strategie mit dem Schachspiel ist deshalb das Gegenteil des Richtigen, weil dieses Spiel auf der umfassendsten und feinsten Berechnung, die Strategie auf der Beherrschung auch des Unberechenbaren beruht. Deshalb verlangt die Ausübung der Kunst der Heerführung nicht bloß die Intelligenz, sondern die ganze Persönlichkeit des Mannes, der auch dem Zufalle trotzt, ihm mit immer neuen Auskünften begegnet und dadurch endlich das launische Glück zwingt und an seinen Wagen fesselt. Als den ersten, der sich das Wesen des Krieges nach dieser Richtung klar gemacht hat, werden wir Thucydides anzusehen haben. Das Wort, welches er dem Perikles in den Mund legt, »daß die Gelegenheiten im Kriege nicht warten«, haben wir oben bereits angeführt. Aber auch die Korinther läßt er den Satz aussprechen (I, 122): »der Krieg nimmt nur zum allergeringsten Teil nach bestimmten Gesetzen seinen Lauf; er selbst schafft sich durch sich selber nach den eintretenden Umständen das meiste«, und abermals König Archidamus von Sparta (II, 11, 3): »verborgen ist der Kriegslauf, und vieles entsteht aus geringerem, und die Leidenschaft bewirkt Unternehmungen«313. Es sind die Grundgedanken der Clausewitzschen Kriegsphilosophie, die hier zuerst aufleuchten, die Erkenntnis, daß es ein irrationales Element im Kriege gibt, dem der Feldherr sein Schicksal anzuvertrauen wagen muß. Schon bei Cicero finden wir, daß er neben scientia rei militaris, virtus, auctoritas auch felicitas als Eigenschaft des großen Feldherrn fordert314, und Cäsar schreibt (b. c. III, 68): »sed fortuna, quae plurimum potest quum in reliquis rebus turn[617] praecipue in bello, parvis momentis magnas rerum commutationes efficit.«

Cäsar hat öfter die Meinung hervorgerufen, daß er dem Glück gar zu viel vertraut, daß er es wie ein Spieler herausgefordert habe, und sicher ist, daß er an seinen Stern glaubte, wie Napoleon. Die Erzählung, wie er in der Sturmesbrandung den Schiffer damit vertröstete, er fahre den Cäsar und sein Glück, mag wörtlich wahr sein, wenn er uns auch selber nichts davon berichtet. Unrichtig aber wäre es, ganz wie bei Napoleon, bloß die Kühnheit an ihm zu sehen, und sie, sei es nun zu loben oder zu tadeln. Wir haben uns von Schritt zu Schritt überzeugt, daß sie stets mit kluger Besonnenheit und Berechnung gepaart war. Das haben auch schon die Alten gewußt. Sueton rühmt ihm nach (cap. 58): »in obeundis expeditionibus dubium cautior an audentior«, und ganz wie bei modernen Feldherren ging seine Strategie vor allem darauf aus, auf dem entscheidenden Punkte, auf dem Schlachtfeld die numerische Überlegenheit zu haben. Wir haben dargetan, daß er sie stets in Gallien und in Spanien bei Ilerda gehabt hat. Thapsus war keine rangierte Schlacht; über Munda haben wir keine zuverlässigen Zahlen, aber es kann von vornherein kaum einem Zweifel unterliegen, daß Cäsar, der damals bereits Reichsherrscher war, mehr aufgebracht hatte, als die Gegner, die nur noch über ein einziges Land verfügten. Sehen wir ab von den ganz eigentümlichen Verhältnissen in Ägypten und dem wenig in Betracht kommenden fünftägigen Feldzug gegen Pharnaces, so ist die Schlacht bei Pharsalus die einzige, in der Cäsar mit vermutlich erheblich geringeren Kräften gesiegt hat. Er hätte diese Schlacht noch vermeiden und erst Verstärkungen heranziehen können, anderthalb Legionen aus Hellas und zwei aus Illyrien. Aber wenn er das erst tat, so hätte sicherlich Pompejus die Schlacht nicht mehr angenommen, sondern vermöge seiner Schiffe sein Heer und den Krieg in eine andere Gegend versetzt. Die Überlegenheit des Gegners zur See hatte ja auch Cäsar von Anfang an in diesem Feldzug verhindert, die Überlegenheit an Landtruppen, die ihm an sich zu Gebote stand, in Wirksamkeit zu setzen. Er mußte die größere Hälfte seiner Mannschaft, freilich die minderwertige, die neugebildeten Legionen verwenden, Italien, Gallien, Spanien, Sizilien zu decken, und schon vor[618] Dyrrhachium hatte er, um überhaupt irgend etwas Positives zu erreichen, so viel detachiert, daß er gegen Pompejus selber in der Minderzahl war. Nach allen Richtungen ist es sehr bedeutsam, sich klarzumachen, daß und weshalb Cäsar gerade die Entscheidungsschlacht und sie allein mit Mindermacht schlug. Die Seegewalt der Pompejaner legte durch ihre mittelbare Einwirkung seiner Heerführung so starke Fesseln an, daß er nicht frei über sie verfügte; aber Cäsar erscheint persönlich nur um so größer, indem er, so sehr er die Bedeutung der Zahl schätzte, doch hier nach Lage der Sache von ihr absah und nur auf die Qualität vertrauend und auf seine Führung die Entscheidung annahm.

Die römische Kriegskunst, wie sie uns in Cäsar als die ausgereifte Frucht einer Jahrhunderte langen Entwicklung erscheint, ist nicht mit ihm wieder abgestorben, sondern lebt als seine Schule im Römertum weiter. Noch große Gebiete, namentlich die Alpen, die Länder südlich der Donau und England sind für das römische Reich nach ihm erobert worden. Zwei Völker setzen endlich den Welteroberern ihre Grenzen; von dem einen haben wir bereits vorwegnehmend gesprochen, den Parthern, das andere sind die Germanen. Mit dem Kriegswesen der Germanen werden wir unseren zweiten Teil zu eröffnen haben. Welcher Art war die Kraft, die hier der römischen Kunst widerstand?[619]

Quelle:
Hans Delbrück: Geschichte der Kriegskunst im Rahmen der politischen Geschichte. Berlin 1920, Teil 1.
Lizenz:

Buchempfehlung

Gellert, Christian Fürchtegott

Die zärtlichen Schwestern. Ein Lustspiel in drei Aufzügen

Die zärtlichen Schwestern. Ein Lustspiel in drei Aufzügen

Die beiden Schwestern Julchen und Lottchen werden umworben, die eine von dem reichen Damis, die andere liebt den armen Siegmund. Eine vorgetäuschte Erbschaft stellt die Beziehungen auf die Probe und zeigt, dass Edelmut und Wahrheit nicht mit Adel und Religion zu tun haben.

68 Seiten, 4.80 Euro

Im Buch blättern
Ansehen bei Amazon

Buchempfehlung

Geschichten aus dem Biedermeier. Neun Erzählungen

Geschichten aus dem Biedermeier. Neun Erzählungen

Biedermeier - das klingt in heutigen Ohren nach langweiligem Spießertum, nach geschmacklosen rosa Teetässchen in Wohnzimmern, die aussehen wie Puppenstuben und in denen es irgendwie nach »Omma« riecht. Zu Recht. Aber nicht nur. Biedermeier ist auch die Zeit einer zarten Literatur der Flucht ins Idyll, des Rückzuges ins private Glück und der Tugenden. Die Menschen im Europa nach Napoleon hatten die Nase voll von großen neuen Ideen, das aufstrebende Bürgertum forderte und entwickelte eine eigene Kunst und Kultur für sich, die unabhängig von feudaler Großmannssucht bestehen sollte. Dass das gelungen ist, zeigt Michael Holzingers Auswahl von neun Meistererzählungen aus der sogenannten Biedermeierzeit.

434 Seiten, 19.80 Euro

Ansehen bei Amazon