I.

[353] Die chronologischen Angaben des durchaus zuverlässigen Chronographen Abraham Ibn-Daud, daß Samuel Nagid Ibn-Nagrela7 im Jahre 4815 mundi = 1055 gestorben, und daß sein Sohn Joseph elf Jahre später am 9. Tebet (4827 = Dezember 1066) ermordet wurde, galt bisher als chronologischer Ausgangspunkt. Munk hat sie seiner Abhandlung über die beiden jüdischen Wesire zugrunde gelegt (Journal asiatique de Septembre IV. Série T. XXI. p. 291ff. und in dem besonderen Abdrucke Notice sur Aboulvalid Ibn-G'anach Paris 1851 p. 87ff.). Herr Dozy dagegen hat versucht, gestützt auf Angaben arabischer Schriftsteller, sie zu erschüttern (Introduction à l'histoire de l'Afrique et de l'Espagne intitulée al-Bayano'l Maghrib par Ibn-Adhari. Leyde 1846-51, premier volume, p. 81f.). Er behauptet nämlich, Samuel sei erst im Jahre 1066, und zwar zwischen dem 2. und 11. Dezember gestorben, das Wesirat seines Sohnes habe nur etwas über zwanzig Tage gedauert. D'après (une date) Samuel mourut l'an 1055. Cette date est en opposition avec celle que donne Ibn-Haiyan, qui dit, que Samuel ou Ismael mourut dans la deuxième dixaine de Moharram de l'année 459 de l'Hégire, c'est-à-dire entre le deuxième et l'onzième décembre 1066. Je crois devoir adopter cette dernière et rejeter celle que donne l'historien Juif (Abraham Ibn-Daud), d'abord parceque dans les manuscrits hébreux les dates sont indiquées par des lettres, qui tiennent lieux des chiffres, et que pour cette raison les fautes s'y glissent bien plus facilement que dans les manuscrits arabes, où les dates sont exprimées tout au long; ensuite parceque nous avons déjà vu, que chez l'auteur hébreux, on rencontre trois fausses dates sur cinq; que ce soit la faute de l'auteur ou celle de ses copistes, toujours est-il qu'on doit se méfier des dates, qu'on trouve dans son livre. Enfin l'autorité d'Ibn-Haiyan est beaucoup plus grande que celle d'Abraham; car ce dernier n'écrivit que dans la première moitié du XII. siècle tandis qu'Ibn-Haiyan qui mourut dans l'année 1076, est contemporain des évènements qu'il raconte. D'ailleurs, d'après Ibn-Adhari, copié par Ibn–'l-Khatib, Samuel vivait encore l'an 456 de l'Hégire 1064 de notre ère. Le vézirat de Joseph ne dura donc que vingt et quelques jours; car son père était déjà mort [353] l'onzième décembre 1066, et Joseph lui-même fut tué le 30. décembre (M. Munk p. 210). D'après le calcul c'est de Samuel, que parle Ibn-Khácán dans son article sur al Mutamid, et c'est à Samuel que se rapportent les vers de Mohammed Ibn–'l-Sarrà cités par Mr. Munk.

Aber trotz des eminenten kritischen Talents des Herrn Dozy hat er sich in den beiden Daten geirrt, wie in folgendem nachgewiesen werden soll:

1. Das Datum in betreff von Samuels Todesjahr 4815 = 1055 gibt Abraham ben David zweimal an: ו"טתת םיפלא ‘ד תנשב דיגנה לאומש ‘ר רטפנו, so daß dabei an keinen Kopistenfehler zu denken ist. Zu noch größerer Beruhigung gibt Saadia Ibn-Dauân – der, wie Munk nachgewiesen, neben Ibn-Dauds Bericht auch aus einer anderen Quelle geschöpft hat – die Dauer von Samuels Wesirat auf 28 Jahre an, von 4787-5815 = 1027 bis 1055: = הלאדגנ ןבא לאומש) אוהו ‘ד תנש רטפנו ז"פשת ‘ד תנש דיגנלו שארל ךמסנ (הלארגנ םינש ח"כ ותלודג ימי ויהו ו"טתת (Chemda Genusa p. 29).

2. Wenn auch Ibn-Hajan ein Zeitgenosse von Samuel und dessen Sohn Joseph war, so stand er als Araber und Corduenser den Vorfällen in Granada in betreff der beiden jüdischen Wesire zu fern, um als unbedingte Autorität zu gelten. Beruft er sich doch in bezug auf die in Frage stehende Angabe über Granada auf den Fakih Abu-Bekr, der sie von einem Kaufmanne gehört hat! (bei Dozy 92). Abraham Ibn-Daud war dagegen schon als Jude besser unterrichtet in bezug auf eine Tatsache, welche die ausgezeichneten, in aller Mund lebenden zwei jüdischen Wesire betraf. Außerdem war er ein Schüler des Baruch Ibn-Albalia, und dieser war der Sohn des Isaak Albalia, welcher wiederum vertrauten Umgang mit Samuel und Joseph hatte. Endlich war Isaak Ibn-Albalia des jüdischen Geschichtsschreibers Großvater. Der tragische Tod des Joseph Nagid, den zu teilen das Familienhaupt Albalia nahe daran war, und überhaupt die Geschichte des Hauses Nagrela ist sicherlich oft genug dem Geschichtsschreiber von seiner Mutter und seinem Lehrer erzählt worden, und mit Sinn für Geschichte begabt, hat er sich wohl die Data besser eingeprägt, als der unbekannte Tradent, der dem arabischen Geschichtsschreiber Ibn-Hajan den Stoff zugeführt hat. Genau genommen stammen die Datumangaben von Samuels Tod (1055) und Josephs Hinrichtung (1066) nicht von Abraham Ibn-Daud, sondern von Isaak Ibn-Albalia, dem Zeitgenossen, der sie seinem Sohn und seiner Tochter erzählt haben wird. Die genaue Angabe des Todestages von Joseph: 9. Tebet an einem Sabbat, stammt sicherlich von Isaak Ibn-Albalia, der an dem Tage des Gemetzels in Granada war und auf eine fast wunderbare Weise gerettet wurde. Es kann nicht zweifelhaft sein, wem mehr Zuverlässigkeit zuzutrauen st, dem zeitgenössischen Juden Isaak Ibn-Albalia, der bei dem Vorfalle beteiligt war, oder dem fernstehenden, arabischen Geschichtsschreiber Ibn-Hajan, oder richtiger dem unbekannten Kaufmanne.

3. Es ist unmöglich, daß Joseph Ibn-Nagrela nur etwas über zwanzig Tage als Wesir fungiert haben soll, aus folgenden Gründen: a) Der genannte Isaak Ibn-Albalia schrieb ein Werk über die Astronomie des jüdischen Kalenderwesens für Joseph, wie Abraham berichtet: ‘רל ודוס לכו רובע תרבחמ הז קחצי ‘ר בתכו דיגנה ןב יולה ףסוהי. Zum Schlusse desselben schrieb er, wenn Gott das Leben des Nagid (Joseph) verlängern wird, so werde er das Thema weitläufiger behandeln im Kommentar zum Rosch [354] Haschana: ךיראי םוקמה םאו שאר תכסמ שרפל םימשה ןמ ונועיסיו ונינודא דיגנה לש ויתומי ןב קחצי 'ר ברה ירבד ףוס אוה הז .יתעד תא שרפל אובא הנשה ךורב (Abr. ben Chija S. Ibbur p. 54f.). Folglich hatte Isaak das astronomische Werk während Josephs Wesirat und ihm zu Ehren begonnen und vollendet. Aus den Angaben bei Abraham ben Chija und Abr. Ibn-Daud war dieses Werk von nicht geringem Umfange, und schwerlich konnte es der Verfasser in kaum zwanzig Tagen vollenden. – b) Joseph stand während seines Wesirats einem Lehrhause vor, erklärte Bibel und Talmud vor einem Jüngerkreise, wie nicht bloß Abraham Ibn-Daud tradiert: (ףסוי 'ר) דימעהש וידימלת ןכ רודה יגיהנמו דרפס יבר ויה םה, sondern auch ein jüngerer Zeitgenosse desselben, Ibn-Balam, teilt eine Verserklärung mit, die ihm ein Jünger des Joseph Nagid tradiert hat, der sie in dessen Lehrhause vernommen: ןב) ףסוהי 'ר תבישיב היהש הנאסילא תנידממ שיאמ (יתעמש :םעלב יזחא (םימסקו) קוספה שריפש ל"צז ויבא םשב רמאש ע"נ דיגנה םהידיב םימסקה תתימא (Chaluz II. 61). Man muß gestehen, daß man wohl taum in zwanzig Tagen einem Lehrhause vorstehen und Jünger bilden kann.

4. Es geht übrigens aus den Angaben des arabischen Chronographen Ibn-Adhari selbst hervor, daß die Dauer von Josephs Wesirat nach Jahren und nicht nach Tagen zu zählen ist. Er erzählt von ihm, nach Dozys Übersetzung (das. p. 110): Ce Jousouf conduisit les affaires du royaume (de Grenade) avee énergie, ramassa des trésors, pris soins que les impôts fussent payés avec exactitude. et confia les emplois publies à des Juifs. Badis l'honora toujours d'avantage, cependant Jousouf entretenait des espions dans le palais royale. Ist es nun denkbar, daß ein Wesir von zwanzig Tagen Schätze sammeln, für das regelmäßige Eingehen der Staatseinnahmen sorgen kann, und daß von ihm ausgesagt werden könne, er habe die Regierung mit Energie geleitet?

5. Die arabischen Chronographen selbst, auf deren Autorität Dozy Joseph lediglich vom 10. bis zum 30. Dezember 1066 als Wesir fungieren läßt, deuten an, daß derselbe mindestens vor 1062 bereits im Staatsdienste war. Ibn-Adhari berichtet nämlich, Joseph sei im Verdacht gewesen, den Thronfolger Balkin (oder Bolokkin, Sohn des Badis zum Unterschied von dessen Bruder gleichen Namens) vergiftet zu haben (das. nach Dozys Übersetzung): Jousouf fut soupçonné d'avoir empoisonné Bolokkin, comme nous avons dit plus haut (ןיקלב רכד יפ הרכד םדקת אמ) dans l'article que nous avons consacré à ce prince, où nous avons dit aussi que Jousouf persuada à Badis que son fils avait été empoisonné par des femmes de son harem et par quelques-uns de ses serviteurs. Jousouf fit assassiner en autre un de ses parents qui, après lui. occupait le premier rang à la cour et qu'on appelait le général – ליאקלאב יאדי – המדחלא יפ הל ולת הל בירקב אדה ךתפו (?)רעש. Hier ist also durchweg von Joseph Nagid die Rede, daß er in Verdacht war, den Prinzen vergiftet zu haben, daß er den König zu überzeugen wußte, daß jener durch seine Frauen und Diener getötet wurde, und daß er auch einen seiner Verwandten (dessen Name durch den korrumpierten Text nicht zu enträtseln ist) hat töten lassen. Dasselbe scheint auch der Zeitgenosse Ibn-Hajan zu berichten, nach Dozys Vermutung, daß Joseph es war, der beschuldigt wurde, Balkins Vergiftung veranlaßt zu haben (das. S. 98 Note). Nun setzt Ibn-Adhari Balkins Tod (in dem von Dozy zitierten Passus S. 84) in das Jahr der Hedschira 456 = 1064. Nach [355] einer anderen Lesart (bei Gayangos II. 502 No. 15) war es im Jahre 454 = 1062. Die Schwankung beruht auf der Verwechselbarkeit der arabischen Ziffern 4 und 6. War Joseph in Verdacht, den Prinzen Balkin im Jahre 1064 oder 62 vergiftet zu haben, so muß er damals schon Wesir gewesen sein. Dozy ist genötigt, zu einer gewaltsamen Interpretation der Stelle zu greifen, um seine Annahme von der zwanzigtägigen Dauer von Josephs Wesirat durchzuführen. Die Stelle, wo sich das Albajan auf einen früher gegebenen Bericht über Balkin beruft (אמ הרכד םדקת), soll nämlich nicht von Ibn-Adhari, sondern von dem Referenten (Ibn-u'l Khatib) angebracht worden sein – und zwar, weil der erstere sich sonst widersprechen würde, da er doch Samuel den Vater zum Urheber der Vergiftung mache Da aber auch der zeitgenössische Geschichtsschreiber Ibn-Hajan Balkin durch Joseph umkommen läßt, so legt sich Dozy die Tatsache so zurecht, daß Vater und Sohn in Verdacht der Vergiftung gestanden hätten (das. S. 100, Note 3): Les dernières paroles (םדקת אמ) sont d'Ibn o'l Katib et non d'Ibn-Adhari. Nous avons vu plus haut que d'après ce dernier auteur, ce fut Ismail (Samuel) qui empoisonna Bolokkin. Cependant si nous avons bien rendu les paroles d'Ibn-Haiyan, cet auteur atteste que Jousouf prit part à cet empoisonnement. Ist das alles nicht gezwungen? In diesem Sinne ist der Widerspruch nicht zu lösen.

Die Lösung muß auf einem anderen Wege gesucht werden. Ibn-Hajan sagt, Joseph sei Balkins Vergifter gewesen (d.h. nach dem Verdachte), Ibn-Adhari führt die Vergiftung einmal auf den Sohn und das andere mal auf den Vater zurück. Liegt hier nicht offenbar eine Verwechslung des Vaters mit dem Sohne vor? Dergleichen Ungenauigkeiten sind bei den arabischen Chronikschreibern gar nicht selten. Hat doch Ibn-Khaldun, oder sein Gewährsmann, so weit die beiden Nagrela, Vater und Sohn, miteinander verwechselt, daß er erzählt, Samuel sei hingerichtet worden (bei Munk, Notice S. 101): »Er (Badis) setzte über sein Reich seinen Katib und den Katib seines Vaters Ismael Ibn-Nagrela (Samuel), den Dsimmi (Juden), dann züchtigte er ihn und ließ ihn hinrichten im Jahre 459 = 1066.« So wie Ibn-Khaldun, so haben auch seine Vordermänner, Ibn-u'l-Katib, Ibn-Adhari und selbst Ibn-Hajan die Tatsachen von Vater und Sohn konsundiert. Ich erinnere noch einmal daran, daß Ibn-Hajan, wenn auch Zeitgenosse, doch nicht Augenzeuge der Vorfälle in Granada war, welche die zwei jüdischen Wesire betrafen.

Wir müssen noch weiter gehen. Das Datum von Samuels Tod, das der letztere nach Jahr, Monat und Tag angibt: in der zweiten Dekade des Monats Moharram im Jahre 459 (עסת הנס םרחמל ינאתלא רשעלא יפ היאמ עבראו ןיסמחו), ich sage, dieses ganz genaue Datum kann nicht dem Vater, sondern muß dem Sohne angehören. Warum sollten sich die Araber den Todestag Samuels eingeprägt haben! Es ist keineswegs eine so außerordentliche Begebenheit! Kannte doch nicht einmal Abraham Ibn-Daud, der ein lebendigeres Interesse an Samuel Nagid hatte, als der arabische Chronograph, dessen Todestag, da er ihn sonst angegeben hätte! Josephs gewaltsamer Tod dagegen, der einen Umschwung im Staate Granada hervorbrachte, über den die rechtgläubigen Mohammedaner und Granadas politische Feinde Schadenfreude empfanden, konnte den Arabern Spaniens denkwürdig sein. Man sprach im ganzen mohammedanischen Spanien von dem plötzlichen Sturz des jüdischen Katib Ibn-Nagrela.

[356] Statt die Datumangabe des Abraham Ibn-Daud in betreff des Todesjahres Samuels durch die arabischen Chroniken zu korrigieren, muß man im Gegenteil deren Angaben durch den besser unterrichteten Historiker berichtigen, daß Samuel nicht 1066, sondern 1055 starb. Auch manches andere, was Dozy Samuel zuschreibt, gehört seinem Sohne an. Ibn-Hajan sagt ausdrücklich, daß Badis das unmenschliche Projekt, sämtliche Araber in der Moschee niedermachen zu lassen, seinem Wesir Joseph mitgeteilt, und daß dieser inständig davon abgeraten hat (bei Dozy a.a.O., S. 87, Zeile 3): ליאמסא ףסוי ידוהילא הריזו (סידאב) רהשו; »er (Badis) zog Joseph zu Rate.« Man hat nur nach dem Worte ףסוי das Wörtchen ןבא zu ergänzen (ןבא ףסוי ליאמסא) und braucht nicht mit Dozy das Wort ףסוי zu streichen. Auf diese Weise stehen die Tatsachen von Josephs Sturz im Einklange, und die verdeckten Widersprüche sind gelöst. Ibn-Adhari erzählt in einem Atemzuge, daß der König Joseph das höchste Vertrauen geschenkt, und daß der letztere Spione im Palaste des Königs unterhalten habe, »so daß Badis nicht atmen konnte, ohne daß es der Katib wußte.« Noch widersprechender sind die Angaben über die Urheber von Josephs tragischem Tode. Nach Ibn-Adhari und Almakkari haben ihn die Berber erschlagen (bei Dozy S. 91, 101 und bei Munk a.a.O. S. 102), nach Ibn-Khaldun dagegen hat ihn der König hinrichten lassen. Nehmen wir an, daß Badis, der, wenn auch nicht nach der Schilderung der ihm feindlichen Araber ein Bluthund, doch gewiß auch kein Tugendspiegel war, Joseph die Vereitelung seines Mordplanes gegen die Araber nicht verzeihen konnte und ihm heimlichen Groll nachtrug, so ist es erklärlich, warum Joseph Vorsicht gebrauchen und sich durch Spione von Badis' Absichten Kenntnis verschaffen mußte. Als sich nun das Gerücht verbreitete, Joseph habe Granada an den Fürsten von Almaria verraten wollen, mochte Badis die Berber gegen ihn geradezu zum Morde aufgemuntert oder wenigstens sie nicht daran gehindert haben. Es wird auch nicht erzählt, daß er den Tod seines Ministers an den Urhebern gerächt hätte. Daher ist es erklärlich, wie Ibn-Khaldun berichten konnte, Badis habe ihn töten lassen.

Die Data des Abraham Ibn Daud, daß Samuel 1055 starb, und daß sein Sohn am 9. Tebet 1066 einen tragischen Tod erlitt, bleiben daher unerschüttert und können noch ferner als Ausgangspunkte für die Chronologie der Zeit genommen werden. Zunächst für Samuels Geburtsjahr. Saadia Ibn-Danan berichtet, er sei 62 Jahre alt geworden (Chemda Genusa p. 29b): הנש ב"ס (דיגנה לאומש 'ר לש) וייח ימי ויהו. Folglich ist er geboren 993. – Dann für Josephs Geburtsjahr. Mose Ibn-Esra tradiert, er sei im fünfunddreißigsten Jahre erschlagen worden (Poetik, vgl. o. S. 331). Er war demnach geboren 1031. Da es Sitte war, mit dem achtzehnten Jahre zu heiraten, jedenfalls nicht früher, so fiele demnach seine Verheiratung mit der Tochter des R. Nissim aus Kairuan ins Jahr 1049-50. Um diese Zeit blühte demnach R. Nissim oder war gar in Granada anwesend, wohin er seine Tochter gebracht hat, nach Saadia Ibn-Danan (Chemda Genusa p. 29): 'רל אשנהל ותב אבוהשכ הטנארג הנידמל םיסנ 'ר אב רבכו

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Quelle:
Geschichte der Juden von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart. Leipzig [1896], Band 6, S. 353-357.
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