Aethe [1]

[126] AETHE, ĕris, ( Tab. I.) des Chaos und der Caligo Sohn, welcher wiederum mit dem Dies, ein Vater des Cölum, der Terra und des Mare war, mit der Terra aber viele Laster und Ungeheuer zeugete. Hygin. Præf. p. 2. Nach andern sind von dem Chaos der Erebus und die schwarze Nacht hervorgebracht worden, und die Nacht und der Erebus haben zusammen erst den Aether und den Tag erzeuget. Hesiod. Theog. v. 123. In noch einer andern Theogonie war Aether das reinste und einfachste Grundwesen, welches sich mit dem gegenseitigen Grundwesen, dem Chaos vermengete, aus deren Vermischung ein großes Ey hervor kam, welches der Nacht zum Ausbrüten gegeben wurde, u.s.w. Eschenbach. Epigenes de Poesi Orphica, pag. 63.

Quelle:
Hederich, Benjamin: Gründliches mythologisches Lexikon. Leipzig 1770., Sp. 126.
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